Auch Papst Franziskus interessiert sich für Romano Guardini

 

Nicht nur Papst em. Benedikt beschäftigte sich mit dem Religionsphilosophen und Theologen Romano Guardini.
Siehe Aktuelles vom 10. März 2013  – Vorliebe für Romano Guardini bei Benedikt XVI. und Karl Leisner.

Quelle des Fotos: Wikimedia Commons / Urheber Casa Rosada / CC BY-SA 2.0 (abgerufen 10.12.2017)

 

Bei der Suche nach einem möglichen Dissertationsthema zog Papst Franziskus auch Romano Guardini in die nähere Wahl.

Spiegel ONLINE vom 14. März 2013 – Bergoglio in Hessen – Er spricht Deutsch berichtet u. a.:
Um an seiner Dissertation zu arbeiten, kam der junge Pater Jorge Mario Bergoglio in den achtziger Jahren nach Deutschland. Tatsächlich hat der argentinische Papst hier noch alte Bekannte.
[…]
Jorge Mario Bergoglio hat sogar einige Zeit in Deutschland gewohnt. Im Jahr 1985 reiste der damalige Pater zu Studienzwecken aus Argentinien an, landete allerdings nicht an einer der großen theologischen Fakultäten – sondern an der beschaulichen Hochschule Sankt Georgen.
[…]
Einer, der im Jahr 1985 dabei war, ist Michael Sievernich. Der Honorarprofessor für Pastoraltheologie erinnert sich gut an seine Zeit mit dem Argentinier, den er schon vorher bei einem Aufenthalt in Südamerika kennengelernt hatte. In Sankt Georgen, sagt Sievernich, habe sich Bergoglio für die Figur des katholischen Theologen Romano Guardini interessiert – über ihn habe er seine Dissertation schreiben wollen. Und Sankt Georgen war dazu der richtige Ort: In der Bibliothek der Frankfurter Hochschule gab es Sievernich zufolge besonders viel Literatur über den 1968 in München gestorbenen Religionsphilosophen.
[…]
Warum Pater Bergoglio seine Dissertation an der Frankfurter Hochschule nicht abgeschlossen habe, das weiß sein ehemaliger Weggefährte Sievernich nicht.
spurensuche-in-deutschland-papst-franziskus-und-sankt-georgen-a-888849.html

 

Romano Guardini

Quelle des Fotos: Wikimedia Commons / gemeinfrei (abgerufen 10.02.2013)

 

WELT N24 vom 14. März 2013 – Bergoglio studierte einst in Frankfurt am Main berichtet u. a.:
Padre Bergoglio, soviel ist mittlerweile klar, hat damals im argentinischen Winter eine Auszeit genommen, um noch einmal tiefergehend wissenschaftlich zu arbeiten. Ihn interessierte der deutsche Theologie Romano Guardini, zu dem es in St. Georgen reichhaltiges Material gibt. Was Papst Franziskus an Guardini fasziniert hat, ist nicht bekannt. Aber wie der Pontifex selbst hatte der deutsche Theologe, der 1968 starb, italienische Wurzeln. Bei Theologen wie Philosophen gleichermaßen anerkannt sind seine christlich-existenziellen Auslegungen von weltlichen Dichtern wie Rilke oder Dostojewski.
[…]
Mehrere Wochen hat sich Jorge Bergoglio damals in seine Forschungen vertieft, hat die reichhaltige Bibliothek genutzt und in einem der kargen, einfachen Zimmer in der Kommunität gewohnt. Doch dann kam, womöglich früher als gedacht, eine neue Berufung seines Ordens. Und das angedachte Buch bliebt unvollendet.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article114452124/Bergoglio-studierte-einst-in-Frankfurt-am-Main.html

Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt/M.,
Offenbacher Landstr. 224

Quelle des Fotos: Wikimedia Commons / AuthorUser Rupp.de / CC BY-SA 3.0 (abgerufen 10.12.2017)

1926 wurde die Philosophisch-Theologische Hochschule durch Bischof Augustinus Kilian (1856–1930) von Limburg er­richtet. Vom  4. auf den 5. Oktober 1943 gab es einen ersten Luftangriff mit schwerwiegenden Folgen. In der Nacht vom 18. zum 19. März 1944 wurde St. Georgen völlig zer­stört. Der Wiederaufbau dauerte von 1945 bis 1950.