Bischof Dr. Rudolf Voderholzer auf den Spuren von Karl Leisner

Bischof

Bischof Dr. theol. Rudolf Voderholzer, geboren 1959 in München und am 26. Januar 2013 zum Bischof von Regensburg geweiht, hat ein großes Interesse an Karl Leisner. Das führte ihn mit einer kleinen Gruppe an den Niederrhein.

 

 

Rees als Geburtsort von Karl Leisner, Kleve als Heimatstadt und das Grab in Xanten sind für Bischof Voderholzer inspirierend. Der Weg führte auch nach Billerbeck. Dort gab es einen regen Austausch mit dem Altpräsidenten des IKLK Hans-Karl Seeger.

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Foto Linus Lammerding

 

 

 

 

Eintrag ins Gästebuch

TagebuchPDF

 

Im Gespräch hob Bischof Voderholzer vor allem das mit einer tiefen Frömmigkeit gepaarte große politische Gespür von Karl Leisner hervor. Hans-Karl Seeger verwies auf entsprechende Tagebucheinträge von Karl Leisner, die dieses besonders zum Ausdruck bringen. Eine Versuchung auf Karl Leisners Weg zum Priestertum war nicht nur die Liebe zu Elisabeth Ruby, sondern auch die Neigung zum Politikerwerden.
So ahnte Karl Leisner schon 1933, daß es mit Adolf Hitler nicht gutgehen konnte. Seine Äußerung zum Attentat von Georg Elser am 8. November 1939 „Schade, daß er nicht dabei gewesen ist“ brachte ihn ins KZ und kostete ihn einige Monate nach der Befreiung letztendlich das Leben; denn im KZ hatte der Sterbenskranke nicht die notwendige Pflege für seine Erkrankung an Tuberkulose erhalten. Die Kirche hat ihn als Martyrer seliggesprochen.
Bischof Voderholzer gab die Anregung, beim Katholikentag in Münster 2018 neben den anderen Seligen des Bistums den seligen Karl Leisner besonders hervorzuheben, um vor allem jungen Menschen nahezubringen, daß religiöses Engagement und politisches Denken und Handeln sich nicht widersprechen, sondern in der heutigen Zeit eine wichtige Verbindung darstellen.

Als Gastgeschenk übergab Bischof Vorderholzer ein gerade erschienenes Buch über Fritz Gerlich, dessen Selisprechung angestrebt wird.

Gerlich

Dr. phil. Carl Albert Fritz Gerlich (* 15.2.1883 in Stettin/Szczecin/PL, † ermordet 30.6. 1934 im KZ Dachau) – Jour­nalist u. Historiker – eine der Hauptpersonen des journa­lis­ti­schen Wider­stands gegen Adolf Hitler – Er wurde am 9.3.1933 von einem SA-Trupp miß­handelt und blieb fast 16 Monate in München in „Schutzhaft“. In der Nacht vom 30.6. zum 1.7.1934 wurde er im Zusammenhang mit dem Röhm-Putsch ins KZ Dachau verlegt und dort auf dem Schießstand des Lagers erschossen.

 

 

Siehe auch Bericht der Bischöflichen Pressestelle vom 10. August 2016

Link zur RP-ONLINE vom 11. August 2016

und

Link zur WAZ vom 13. August 2016

Fotos von Georg Walser:

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In Billerbeck bei Hans-Karl Seeger

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In Kevelaer vor dem Portal der Versöhnung                  In Kleve in der Stiftskirche

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In Kleve in der Stiftskirche                                            In Xanten in der Krypta des Domes

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In Xanten im StiftsMuseum