Der Selige Karl Leisner bekommt Gesellschaft

2012_02_12_Guardini-150x150GerlichFür Karl Leisners wichtigen Inspirator in der Jugendarbeit Romano Guardini und einen der ersten Martyrer des Dritten Reiches, den am 30. Juni 1934 im KZ Dachau ermordeten Fritz Gerlich, wird der Seligsprechungsprozeß vorbereitet.

Fotos Wikimedia Commons

Link zur Süddeutschen Zeitung

Link zu den Münchner Kirchennachrichten

Link zu kathTube

siehe auch

Link zur Tagespost vom 19. Juli 2016

Link zur Tagespost vom 23. Juli 2016

Link zur Tagespost vom 30. Juli 2016

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Romano Guardini (* 17.2.1885 in Verona/I, † 1.10.1968 in München) – katholischer Reli­gionsphilosoph u. Theologe – Priesterweihe 28.5.1910 in Mainz – Er hat bis heute eine starke Aus­strahlung durch sein Wirken in Wort und Schrift. Sein Anliegen war die wech­selseitige Erhellung von Glaube und Welt im Dienst der Wahrheit und der Daseinsdeu­tung. Die Jugendbewegung und damit die Liturgische Bewegung sind ohne ihn nicht denkbar. 1920 übernahm er die geistige Führung des Quickborn und hielt 1930 auf Burg Rothenfels zum ersten Mal die Geistlichen Übungen, die 1931 und 1932 wiederholt wur­den. Sie dauer­ten drei Tage, begannen am Vorabend des ersten Tages und endeten am vierten Tag mor­gens.

Karl Leisner war intensiv in das Leben der katholischen Jugendbewegung eingebunden; daher war ihm Romano Guardini sehr vertraut.

Siehe Aktuelles vom 15. Februar 2014

und folgende darin integrierte Links:

Aktuelles vom 10. August 2013

Aktuelles vom 22. März 2013

Aktuelles vom 10. März 2013

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Dr. phil. Carl Albert Fritz Gerlich (* 15.2.1883 in Stettin/Szczecin/PL, † ermordet 30.6. 1934 im KZ Dachau) – Jour­nalist, Publizist u. Historiker – eine der Hauptpersonen des journa­lis­ti­schen Wider­stands gegen Adolf Hitler – Er wurde am 9.3.1933 von einem SA-Trupp miß­handelt und blieb fast 16 Monate in München in „Schutzhaft“. In der Nacht vom 30.6. zum 1.7.1934 wurde er im Zusammenhang mit dem Röhm-Putsch ins KZ Dachau verlegt und dort auf dem Schießstand des Lagers erschossen.

Der Erzbischof von München und Frei­sing, Dr. Michael Kardinal von Faulhaber, distan­zierte sich schon früh vom Nationalsozialismus. So wies er z. B. die Beschuldigungen, die Fritz Gerlich ins KZ brachten, klar und deutlich zurück.

Am 21. März 1933 erschien in den Münchner Neuesten Nachrichten folgender Bericht:
Ein Konzentrationslager für politische Gefangene in der Nähe von Dachau.
In einer Pressebesprechung teilte der kommissarische Polizeipräsident von Mün­chen [Heinrich] Himmler mit:
[…] Wie un­richtig die vielfach verbreiteten Gerüchte über die Behandlung von Schutzhäftlingen seien, gehe daraus hervor, daß einigen Schutzhäftlingen, die es wünschten, wie z. B. Dr. Gerlich […], prie­sterlicher Zuspruch anstandslos genehmigt worden sei.

Als Häftling im KZ Dachau mag Karl Leisner von der Ermordung Fritz Gerlichs erfahren haben.