Die neue Geschäftsstelle des IKLK in Xanten ab 1.1.2019

Bericht von Udo Erbe
Ab 2. Januar 2019 nimmt die Geschäftsstelle Xanten im Haus Thomas, Kapitel 10, ihren Dienst auf. Das Büro liegt innerhalb der Geschäftsräume des Xantener Dombauvereins. Da es sehr schwierig ist, in der historischen Altstadt (insbesondere innerhalb der Domimmunität) von Xanten Räumlichkeiten zu bekommen, sind wir sehr glücklich darüber, dass wir das neue Büro haben.

Wo genau befindet sich die neue Geschäftsstelle
Für mich als neuen Sekretär ist es nur einen „Katzensprung“ von meiner privaten Wohnung entfernt. Das Büro befindet sich im Schatten des Xantener Domes in einem der ältesten Wohngebäude der Stadt Xanten. Das Haus wurde 1269 erbaut und von Kanonikern (Mitglieder eines Domkapitels) bewohnt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erwarben Prof. Dr. Walter Bader und seine Ehefrau Hildegard das Haus. Von hier aus wirkte Prof. Dr. Walter Bader buchstäblich als “Retter des zerstörten Xantener Domes” in seiner Eigenschaft als Wissenschaftler und Konservator. Nach dem Tod von Frau Bader im Jahr 1995 ging das Erbe an den Verein zur Erhaltung des Xantener Domes e.V., dessen Geschäftsstelle hier ihre Arbeitsstätte (Haus Thomas) eingerichtet hat.

Da ich selber seit diesem Jahr in der Öffentlichkeitskommission des Dombauvereins mitwirke, hat es sich so gefügt, dass ich meine ehrenamtliche Tätigkeit für den IKLK von dieser Wirkungsstätte aus gestalten kann. Somit fügt es sich jetzt, dass sich die Geschäftsstelle des IKLK innerhalb der Geschäftsstelle des Xantener Dombauvereins befindet. Ein Kuriosum. Aber die Zusammenarbeit klappt hervorragend. Damit die Briefpost an den IKLK richtig in Xanten ankommt, hat Propst Wittke als geborenes Mitglied des Präsidiums bereits im September 2018 entschieden, dass die neue postalische Adresse der Geschäftsstelle des IKLK ab 1. Januar 2019 das Pfarrbüro und somit die Propsteigemeinde St. Viktor Xanten ist. Dabei ist wichtig zu wissen, dass der Vereinssitz des IKLK nach wie vor Kleve ist. Lediglich die Geschäftsstelle, also der Verwaltungssitz des Vereins, befindet sich in Xanten. Diese Veränderung geben wir selbstverständlich auch an die behördlichen Stellen entsprechend weiter.

Was ist auf dem Foto zu erkennen
In dem Büro konnte ich drei Gegenstände (ein Kreuz und zwei Bilder) anbringen. Zum einen ist es das gerahmte Foto von unserem Schirmherrn, Bischof Felix, zum anderen die gerahmte Urkunde zum 40. Jubiläum des IKLK im Jahr 2015, die Hans-Karl Seeger in Rom besorgt hatte.

Siehe Aktuelles vom 3. Oktober 2018 – IKLK-Delegation besuchte 2015 auch Erzbischof Konrad Krajewski, den jetzigen Kardinal.

Das Kreuz ist eine Besonderheit. Es handelt sich um das Primizkreuz von dem am 6. Juni 2006 verstorbenen Pfarrer Norbert Hoffacker. Pfarrer Norbert Hoffacker hat am Niederrhein (besonders in Kalkar) gewirkt. In den letzten Jahren seines Lebens vor allem als Seelsorger am Xantener Dom, wo er sich besonders um die Verehrung des seligen Karl Leisner mühte, und am Schönstatt-Heiligtum Oermter Marienberg.
„Er war ein Priester aus Leidenschaft“, sagte Weihbischof Heinrich Janssen (seit 2010 Weihbischof em. in Kevelaer und Ehrendomkapitular in Münster) beim Requiem im Xantener Dom. „Er holte die Lebendigkeit seines Glaubens und die Glaubenstiefe seines Zeugnisses aus seiner Zugehörigkeit zur Schönstatt-Bewegung.“ Wie ich an sein Primizkreuz kam, wollen Sie wissen? Ich habe zusammen mit meiner Frau einen guten Kontakt zu der Familie Hoffacker. So kam es Anfang dieses Jahres, dass für die Schwester von Pfarrer Norbert Hoffacker eine Veränderung ihres Wohnumfeldes anstand. Wir und viele andere haben ihr dabei geholfen. Viele Sachen konnte sie nicht mehr mitnehmen. Und so war es auch mit dem Primizkreuz. Ich fragte Frau Hoffacker, ob sie es mir für das Büro des IKLK geben würde. „Sehr gerne”, sagte sie, „dann findet es doch noch eine gute Verwendung.” Ich persönlich habe Pfarrer Norbert Hoffacker nicht kennen gelernt. Er wurde wie sein Zwillingsbruder Theodor am 1. Januar 1926 in Büderich (bei Wesel) geboren. Seine Priesterweihe war am 29. September 1951. Die Gravur auf seinem Primizkelch lautet: „Victor quia victima“ (Sieger weil Opfer).

Siehe auch Aktuelles vom 4. Dezember 2018 – Karl Leisner und die Hoffacker-Brüder.