„Ein kompliziertes Feld“

Nürnberg_1937Unter obigem Titel brachte die F.A.Z. vom 21. Mai 2015 einen Artikel von Mona Jaeger mit dem Untertitel „Was tausend Jahre halten sollte, bröckelt schon nach gut 70. Nürnberg muss nun entscheiden, was mit dem Parteitagsgelände der NSDAP passieren soll“.

Modell des Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg bei der Weltfachausstellung Paris 1937

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Link zur F.A.Z.

Hintergründig geht es u. a. etwa um folgende Fragen: Wie gehen wir mit der Vergangenheit um? Was ist alles zu bedenken bezüglich des „Nationalen Erbes“, wie die Stadt Nürnberg das zum Teil unter Denkmalschutz stehende Reichsparteitagsgelände offiziell nennt.

siehe auch Link zur BAYERN DEPECHE vom 16. April 2015

LuipoldhainAnsicht auf den Luitpoldhain mit Ehrenhalle, 2011

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Luitpoldhain in Nürnberg – ursprünglich brachliegendes Gelände mit losem Baum- und Strauchbewuchs – Namensgebung nach dem bayerischen Prinz­­regenten Luitpold (1886–1912) – Nutzung für die Reichsparteitage der Nationalsozialisten 1927 u. 1929 – auf Grund der immensen Größe des Geländes Veranstaltungsort für die Reichsparteitage ab 1933

Samstag, 3. bis Sonntag, 4. Juli 1926
Nach dem Reichsparteitag der Nationalsozialisten in München (27. bis 29. Januar 1923) und dem Einheitsparteitag in Weimar (15. bis 17. August 1924) fand mit einem gewissen Sinn für die traditionsreiche Symbolkraft dieser Stadt der erste „Reichs­parteitag der neuen Ära“ wieder in Weimar statt. Die bis dahin grauen Windjacken der SA wurden durch braune Hemden ersetzt. Adolf Hitler nahm den Vorbeimarsch der braunen Kolonnen mit „Römi­schem Gruß“, dem erhobenen rechten Arm ab. Ab 1927 fanden die Reichs­parteitage jährlich im Luitpoldhain in Nürnberg statt.

Nürnberg_1934Reichsparteitag 1934, Luitpoldarena, „Totenehrung“

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Reichsparteitage der NSDAP: in München 1923 – in Weimar 1926 – in Nürnberg 1927 – Annullierung aus Geldmangel 1928 – in Nürnberg 1929 – Unterbindung 1930 u. 1931 – Ver­zicht aus Geld­man­gel 1932 – Reichsparteitag des Sieges in Nürnberg 1933 – Reichs­parteitag der Einheit und Stärke, Reichsparteitag der Macht in Nürnberg 1934 – Reichs­parteitag der Freiheit in Nürnberg 1935 – Reichsparteitag der Ehre in Nürnberg 1936 – Reichsparteitag der Arbeit in Nürnberg 1937 – Reichsparteitag Großdeutschland in Nürn­berg 1938 – geplant als Reichs­parteitag des Friedens 1939 – Annullierung Ende August 1939

 

Sonntag, 15. September 1935
Erlaß der rassistischen Nürnberger Gesetze. Durch das „Blut­schutzgesetz“ wollte man die deutsche Art und die deutsche Ehre schützen. Damit waren künftige Eheschließungen und sexuelle Be­ziehungen zwischen Juden und Nichtjuden als Rassenschande unter Zuchthausstrafen gestellt. Die bestehen­den sogenannten Mischehen wurden nicht aufgelöst.[1]
Die Hakenkreuzfahne wurde zur allgemeinen Nationalflagge er­klärt. Bis dahin hatten Schwarz-Weiß-Rot und Hakenkreuz als offizielle Reichsflaggen nebeneinander existiert.[2]

[1]    s. Reichsgesetzblatt, Amtliches Verkündungsblatt des Deutschen Reiches von 1871 bis 1945. Reichsministe­rium des Inneren (Hg.), Berlin I 1935: 1146

[2]    s. a. a. O.: 1145

Dienstag, 17. September 1935
Victor Klemperer:
Während ich gestern schrieb, hatte der „Reichstag“ in Nürnberg schon die Gesetze für das deutsche Blut und die deutsche Ehre angenommen: Zucht­haus auf Ehe und außerehelichen Verkehr zwischen Juden und „Deut­schen“, Verbot „deutscher“ Dienstmädchen unter 45 Jahren, Erlaub­nis, die „jüdische Flagge“ zu zeigen, Entziehung des Bürgerrechtes. Und mit welcher Begründung und welchen Drohungen![1]

[1]    Klemperer, Victor: Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Tagebücher 1933–1945. Walter Nowojski (Hg.), Berlin 1998, Bd 2: 49

Montag, 5. bis Montag, 12. September 1938
Reichsparteitag „Großdeutschland“ in Nürnberg. Der dritte Tag galt dem Reichsarbeitsdienst mit 40.000 Arbeitsmännern und 2.000 Ar­beits­mai­den. Der vierte den politi­schen Leitern. Es war der letzte Reichsparteitag der NSDAP.

Nürnberg_Tribühne

Ehrentribüne

 

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Lichtdom„Lichtdom“, Reichsparteitag 1936

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Die Funktion des Lichtdoms [von Albert Speer] als national­sozialistisches Propagandamittel sowie seine beeindruckende Wir­kung auf die Massen fanden allgemein große Beachtung. Oftmals wies man ihm deswegen eine Sonderrolle zu. Hinge­gen blieben seine Entstehungsgeschichte und Ikonographie als ein Lichtkunstwerk weitgehend unerforscht. Entsprechend kann für den Lichtdom bislang lediglich auf eine sehr bruch­stückhafte und infolgedessen auch verzerrte Rezeptionsgeschichte zurück­ge­blickt werden. Für die parteipolitische Kundgebung am Abend des 11.9.1936 waren weit mehr als 200.000 Men­schen auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände versammelt. Das nahezu quadra­ti­sche Zeppelinfeld, es maß 363 auf 378 Meter, war in regelmäßigen Abständen mit 152 gro­ßen Leuchtkörpern umstellt, die beim Eintreffen Hitlers eingeschaltet wurden und senk­recht in den Himmel strahlten. Es handelte sich um sogenannte Flak-Scheinwerfer, wie sie bereits im Ersten Weltkrieg zum Auffinden von feindlichen Flugzeugen Verwendung fan­den. In den dreißiger Jahren konnten sie so stark verbessert werden, daß ihre Reichweite je nach Durchmesser und Typ zwölf bis fünfzehn Kilometer betrug. Mit dem Lichtdom setz­ten die Nationalsozialisten elektrisches Licht nicht nur zu Beleuchtungszwecken, son­dern als ei­gen­ständiges, raumschaffendes Gestaltungsmittel ein. Es sollte die Teilnehmer am „Appell der Politischen Leiter“ in eine feierliche Stimmung versetzen und wie eine Ge­meinde gegen die Dunkelheit hin abgrenzen […]. Auch 1937 und 1938 wurde im Rah­men der jähr­lich wiederkehrenden Reichsparteitage ein Lichtdom installiert. Im darauf­folgenden Jahr vereitelte der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges den für Anfang September 1939 fest­ge­setzten „Parteitag des Friedens“. Die Flak-Scheinwerfer erfüllten fortan wieder eine rein militärische Aufgabe (URL http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/37/3/Teil_ 2.pdf – 23.4.2014, ohne Fußnoten).

NürnbergzugNürnbergzug – Zusammensetzung aus gleich großen Arbeitsmän­nern mit guten Exer­­zierfähigkeiten u. zuverlässiger nationalsozialistischer Ge­­sin­nung für die Aufmärsche bei den Reichsparteitagen in Nürnberg – Die ausgewählten Männer verbrachten ihre Gesamtdienstzeit fast ausschließlich mit gnadenlosem, einer Schleiferei vergleichbarem Exerziertraining. Dieses ermöglichte ihnen bei entsprechenden Ergebnissen die sog. „Höhere Weihe“; d. h., sie durften auch nach Absolvierung ihrer regulä­ren Arbeitsdienstzeit als Vertreter ihres Gaues im jeweiligen Marschblock weiterhin bei den Reichsparteitagen aufmarschieren.

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Im Arbeitsdienst 1937 blieb es Karl Leisner erspart, beim Reichsparteitag der Arbeit vom 6. bis 13. September in Nürnberg vor Adolf Hitler aufzumarschieren.

Georgsdorf, Mittwoch, 28. Juli 1937
Otto Lommerlathe und Gerd H. [Heinze] weg ins Fullener Moor. Nürnberg­fah­rer i. d. Gr. [in der Gruppe[1]]

[1]    Ver­mutlich fuhr eine Gruppe von Arbeitsmännern zum Reichsparteitag nach Nürn­­berg, der 1937 vom 6. bis 13.9. als „Reichsparteitag der Arbeit“ stattfand. Es gab einen speziellen Tag des Reichsarbeitsdienstes.

Georgsdorf, Samstag, 31. Juli 1937
Eine „Scheißhaus-Parole“ jagt die andere. Ein Nürnbergzug kommt zu uns. Dafür Verset­zungen. Der erste Zug bleibt verschont. Deo gra­tias![1] „Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf.“ [Ps 126/127,2]

[1]    Karl Leisner gehörte mit seinem Trupp II vermut­lich zum ersten Zug.

Georgsdorf, Sonntag, 1. August 1937
Morgens [wegen des Nürnbergzuges] Umzieherei der andern und Neuen.

Georgsdorf, Sonntag, 15. August 1937, Mariä Himmelfahrt
Ge­spräch mit einem aus dem Nürnbergzug aus Landshut, der ϟϟ-Arzt werden will, seit 1931 in der HJ, über Katholizismus, Enge des bayerischen Klerus, seinen Religionslehrer etc. In­teressant und typisch!
Erfrischend offenes Gespräch. – Nachmittags leiht er von mir den Faust [von Johann Wolfgang von Goethe]. Jetzt ist er in Em­lich­heim. – So ist das Leben. – 12.00 Uhr gutes Es­sen. Bis 14.00 Uhr gepennt.
Sämtliche planmäßigen Füh­rer von drei Gruppen kommen in unser Lager zur Probe und Auswahl für Nürnberg. Der General [Generalarbeitsführer Fritz Schinnerer] dazu da.

Georgsdorf, Sonntag 29. August 1937
Der Chef [Oberstfeldmeister Walter Franz] fährt nach N’bg. [Nürnberg zum Reichsparteitag]. Deo gr. [gratias]!

Georgsdorf, Freitag, 10. und Samstag, 11. September 1937
(N’bg-[Nürn­berg-] fahrer zur Bahn vor 6.00 Uhr!)

Georgsdorf, Montag, 13. September 1937
Gekuhlt.[1] Sehr schweres Stück mit Alois Tretter. – Er erzählt begeistert von N’bg [Nürnberg vom Reichsparteitag]. – Froh, als es Mittag pfeift.

[1]    kuhlen (kulen)
Gräben od. Mulden ausheben, d. h. auf den abgetorften Flächen „das Oberste zuunterst keh­ren“
Ehrhart Lotter/Arbeitsdienst-Archiv Hamburg am 5.2.2001 an Hans-Karl Seeger:
„Kuhlarbeiten“, „kuhlen“: dieser im Tagebuch vielfach benutzte Begriff ist mir so bis­lang eigentlich nur aus dem Wortschatz der Häftlinge in Konzentrationslagern bekannt – sonst noch nie im Zusammenhang mit dem Arbeitsdienst aufgetaucht. Nach meiner Kenntnis war mit „Kuhle“ da nicht so sehr die Aushebung einer Erdgrube oder eines Grabens gemeint, sondern allgemein der Erwerb einer Tagesration Brot als „Arbeits­lohn“ einer „Kuhle“ Brot. Es wäre für mich interessant zu erfahren, ob der Begriff „Kuhlen“ in diesem Sinn zuerst von den Zuchthäuslern der preußischen Justiz­verwal­tung im Emsland geprägt worden ist, dann auf die dort eingerichteten NS-Kon­zentrati­onslager übersprang und schließlich allsogleich die RAD-Lager „infizier­te“. Denn immer ging es ja um dieselben Arbeiten der Moorentwässerung und -kulti­vie­rung, die auch anderswo stattfanden. „Spatenarbeit“ war stets irgendwie „Kuhl­arbeit“.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache am 4.10.2001 an Hans-Karl Seeger:
Ku(h)le wurde mundartlich und gaunersprachlich für ein Stück Brot, die Tagesration Brot, herangezogen. Beide Kuhlen, die zu grabende und die zu essende, gehören ety­mo­logisch zu Kugel.

Georgsdorf, Dienstag, 14. September 1937
17.00 bis 18.00 Uhr Unterricht. Ein Schwäbele erzählt von Osna­brück und N’bg [Nürnberg]. („Do hein’s ge­patscht“ [Da haben sie ge­schwätzt])

Freunden von Karl Leisner erging es anders.

Wilhelm Wissing[1]:
Ein weiterer Versuch, mich „umzuerziehen“, war die Erntehilfe. Sie fand zur selben Zeit statt, als ein Zug (Abteilung) vorbereitet wurde, um als Arbeits­dienst beim Nürnberger Parteitag [1939] aufzumarschieren. Wegen mei­ner Körpergröße gehörte ich der Gruppe an, die dafür vorge­se­hen war. Wir wurden darüber belehrt, daß dieses Sonderprogramm des Reichs­ar­beits­dienstes, der Vorbeimarsch am Führer, eine Ehrensache sei. Nur gute Arbeitsdienstmän­ner kämen dafür in Frage. Das bedeute auch, daß diese eine zuverlässige nationalsozialistische Gesinnung zu haben hätten. Als der Abteilungsleiter das vor angetretener Mannschaft be­kannt­­­gab, war ich mir sicher, daß sie mich aus der Gruppe heraus­nehmen würden. Doch als dann einer nach dem andern eingeteilt wurde, blieb ich zu mei­nem Er­staunen doch bei dem Defilierzug. Um in Nürnberg ent­spre­chend aufzu­marschieren und vor dem Parteivolk guten Eindruck zu machen, stand für die nächste Zeit ein Son­derprogramm auf dem Dienst­plan. Fünf Tage machte ich den harten Drill mit; dann wurde ich über­ra­schend doch zum Ernteeinsatz abgestellt.[2]

[1]    Dr. theol. h. c. Wilhelm (Welm) Wissing (* 31.1.1916 in Köckelwick/Vreden, † 12.11. 1996 in Coesfeld) – Jungschar­führer des Gaues Mün­sterland-West 1936 u. im sel­ben Jahr Nachfolger von Karl Leisner als Diözesan­jung­scharfüh­rer des Bistums Mün­ster – Eintritt ins Collegium Borromaeum in Münster 1.5.1936 – Außensemester 1938/1939 in Freiburg/ Br. mit Unterkunft bei Familie Joseph Ruby – Priester­weihe 21.12.1946 in Münster – Ka­plan in Coesfeld St. Lam­berti 1947–1949 – Leiter des Päpstli­chen Werkes der Glaubens­verbreitung (Mis­sio) in Aachen 1970–1985 – Er schickte Pakete für Karl Leisner ins KZ Da­chau. Im Seligsprechungs­prozeß 1981 und Martyrerpro­zeß 1990 für Karl Leisner hat er als Zeuge ausgesagt.
Wilhelm Wissing mußte im Frühjahr 1939 zum Arbeitsdienst nach Radewiese-Jenschwalde in der Nähe von Frankfurt/O.

[2]    Wissing, Wilhelm: Gott tut nichts als fügen. Erinnerun­gen an ein Leben in bewegter Zeit. Karl R. Höller (Hg.), Mainz 2001: 57

Leo Schommer[1]:
Die vierte Unterbrechung meiner Arbeitsdienstzeit ergab sich dadurch, daß ich aus unserer Abteilung mit einigen anderen Kameraden zu einer „Nürnbergabteilung“ ausgewählt worden war. Die Nürnbergabteilungen waren dazu bestimmt, beim Reichsparteitag der Nazis 1937 in Nürnberg am Führer Adolf Hitler vorbeizumarschieren. Wir wurden darauf vorbe­reitet in einem Sonderlager. Dort hatten wir es gut. Vor allem gab es dort eine ausgezeichnete Verpflegung.
Der Arbeitsdienst sollte eigentlich nur 6 Monate dauern. Aber er wurde für uns um einen Monat verlängert, weil im Herbst 1937 Kriegsgefahr be­stand. Im Fall des Falles wären wir sofort zur Wehrmacht gekommen. Aber wir wurden dann doch Ende Oktober entlassen. Für die meisten meiner Kameraden begann gleich danach die zweijährige Dienstzeit bei der Wehrmacht. Für sie ging dann 1939 die zweijährige Dienstzeit naht­los über in den Krieg. Ich vermute, daß die meisten von ihnen die Hei­mat nicht mehr wiedergesehen haben, denn diese Jahrgänge waren 1½ Jahre Soldat. Sie waren deswegen die Schicht, die am meisten gefährdet war.
Ich aber brauchte damals noch nicht Soldat zu werden, weil laut Konkor­dat die Studenten der Katholischen Theologie nur in Kriegszeiten Soldat werden mußten, nicht dagegen in Friedenszeiten. Als der Krieg 1939 be­gann, war das Privileg nicht mehr gegeben. So konnte ich An­fang Novem­ber 1937 mit dem Studium im Priesterseminar [in Trier] begin­nen.[2]

[1]        Schönstattpriester Leo Schommer (* 29.10.1916 in Britten/Saarland, † 17.7.2006 in Lebach) – Prie­sterweihe 22.3.1947 in Trier

[2]    Schommer, Leo: Mein Leben, (Typoskript) o. J.: 23

Quelle sämtlicher Texte außer den Zeitungsartikeln:
Seeger, Hans-Karl / Latzel, Gabriele (Hrsg.), Karl Leisner: Tagebücher und Briefe. Eine Lebens-Chronik, Band I: 1928-1934; Band II: 1935-1939; Band III: 1940-1946; Band IV: Weitere Dokumente. Register; Band V: Glossar; hrsg. im Auftrag des Internationalen Karl-Leisner-Kreises (IKLK), unter besonderer Mitarbeit von Christa Bockholt, Hans Harro Bühler und Hermann Gebert, Kevelaer: Butzon & Bercker 2014