Erinnerungen an das „Große Jungenlager in Groesbeek“ 1934

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Mitteilung von Theo Giesbers aus Groesbeek – per Mail am 1. Dezember 2016 an Werner Stalder – Übersetzung aus dem Niederländischen:
Zunächst möchte ich Ihnen mitteilen, dass die Vorbereitungen der Aktivitäten rund um Karl Leisner im kommenden Jahr fortgesetzt werden.
Wir wissen nun den exakten Platz, wo das Ferienlager in Groesbeek gewesen ist.[1] Dort werden wir auch eine Informationstafel enthüllen. Danach werde ich sehen, ob es möglich ist, dass in der Kapelle von Mariendaal Informationstafeln hängen können.[2]
Natürlich dient alles dazu, im folgenden Jahr festlich enthüllt zu werden. Es sollen dann Chöre eingeladen werden, es sollen Pastöre/Sprecher da sein, und natürlich hoffe ich, dass auch Vertreter aus dem Vorstand usw. des IKLK ebenso anwesend sein werden. Ich habe schon Kontakt mit Pastor Smith, dem Pastor von Leiden, und gleichzeitig niederländischen Beauftragten des IKLK. Ich werde Sie fortlaufend darüber informieren.

[1]    Gert Brock war bereits 1999 mit Hans-Karl Seeger am Lagerplatz in Groesbeek und bei den Schwestern des Klosters Mariental, woraufhin der „IKLK-Rundbrief-Nr. 44 / August 2001 Groesbeek-Lager 1934” entstand.
Gert Brock (* 10.4.1922 in Kleve, † 3.5.2009) – Kleve, Grüner Heideberg – Schneider­mei­ster – Teilnahme am Jugendlager in Groesbeek/NL 1934 – Aufnahme in den Katho­li­schen Jungmännerverein 6.12.1936 (Mitgliedsausweis unterschrieben von Hein Wenne­kers u. Kaplan Albert Heistrüvers) – Soldat u. in russischer Gefangenschaft Januar 1941 bis Sep­tem­ber 1949 – Landrat des Kreises Kleve 1961–1974 – Landtagsab­geordneter NRW 1970–1990 – Bürgermeister der Stadt Kleve 1984–1989

[2]    Mariental in Groesbeek/NL
m_mariental-in-groesbeek „Het Duits Klooster = Das deutsche Kloster“ im Gegensatz zum „Hol­lands Klooster = Holländischen Kloster“ mit den „Zusters van Liefde = Schwe­stern der Liebe“ aus Til­burg – Sie gaben Unterricht in der Kloo­sterstraat = Klosterstraße. Im Laufe der Zeit gab es verschiedene Schreib­wei­sen: Marienthal, Mariental und seit dem Tag der Befreiung der Nieder­lande am 5.5.1945 die niederlän­dische „Mariëdaal“. Von der alten Bau­substanz ist nicht viel erhal­ten. Eine Statue des heiligen Karl Borro­mäus blieb vom Krieg ver­schont und ist an einer neuen Hauswand zu se­hen.
Ostern 1873 bekamen die aus Trier stammenden „Schwe­stern vom Heiligen Karl Borro­mäus“ die Erlaub­nis, in ihrem Haus, der Münze in Kleve, Mädchen im Alter von fünf Jah­ren in ihre Marienschule aufzu­neh­men; aber schon 1874 erfolgte im sog. Kulturkampf in Preußen die Vertreibung der Schwestern. Sie zogen nach Groes­beek und grün­deten das Mädchenpensionat Marien­thal. Heute ist es ein Alters­heim.

LINK zum IKLK-Rundbrief-Nr. 44 / August 2001 Groesbeek-Lager 1934

Siehe auch Lebens-Chronik zu Karl Leisner Band I, S. 802–832

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Karl Leisner – Tagebücher und Briefe – Eine Lebens-Chronik, 5 Bände, Herausgegeben von Hans-Karl Seeger und Gabriele Latzel im Auftrag des Internationalen Karl-Leisner-Kreises (IKLK) unter besonderer Mitarbeit von Christa Bockholt, Hans Harro Bühler und Hermann Gebert, Kevelaer 2014

Foto Joachim Albrecht / medienflotte.de