Karl Leisner als Beter

 

1934

 

(Todestag meines Großvaters Karl Leisner[1].)

Rückblick und Ausschau. Bang fragende Seele:

Bin ich über den Abgrund gesprungen über den menschheitsspaltenden?

Ist mir das gläubig Ja gelungen zu Ihm, dem Allwaltenden?

Mutentflammt antwortet die Seele:

Ja! ich hab ihn gewagt den Sprung in die Ewigkeit, ins Meer des Alls!

Ja! Ich hab´ es gewagt, daß ichzerschmetternde Ja zum icherlösenden Herrn des Alls!

Darob, tief verstehend, bricht sie los in heilige Begeisterung:

Gefesselt, ein Knecht in Banden geschlagen, und doch frei! – Steh ich vor dir Herr! und wag´s demütig und mutig zu fragen: „Herr, was willst du von mir?“ „Form mich in deines heil’gen Geistes Glut zum Werkzeug deiner allmächti­gen Hand.“

 

Herr, gib mir deine Gnade! – Amen!

 

Gebet: „Herr Gott, du mein König und höchster Führer, du lenkst in wunder­bare Weisheit und Güte die Geschicke aller Menschen. So hast du mich ar­men, schwachen, sündigen Menschen durch eine Zeit der Versuchung und der Schwachheit hindurch geführt, um mich jetzt zum heiligsten und höchsten Amt – zum Priestertum – zu berufen. Deine allmächtige Weisheit hat mich – das kleine, unwürdige, stolze, erbärmliche Menschlein, das mit so mancherlei Makel und Fehlern behaftet, zum würdigsten, demütigsten, würdevollsten Beruf erkoren. – O, gib doch, du gütigster Vater, daß ich die Vorbereitungs­zeit auf diesen hehren Beruf – Dich zu vertreten – aus deinen unser, täglichen Lebensquellen in Wahrheit und Demut gestalten!“

Christus – du bist meine Leidenschaft Heil!

Bei der Tagebuch-„revision“ am 2. September [19]35[2]

 

1935

 

Jesus Christus, du unser aller Herr und König, komm zu uns, Deinen Brüdern im Fleische und mache uns zu Deinen Brüdern im Geiste. Gieße durch Deinen Heiligen Geist ein in uns die Fülle des ewigen Lebens, der Du lebst und herrschst mit Gott dem Vater in der Einheit desselben Heiligen Geistes Per omnia saecula saeculorum [Von Ewigkeit zu Ewigkeit]. Amen.

 

Gott gib’ mir Gnade! Amen!

 

Gott, gib’ uns Frieden durch deinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn Jesus Christus.

 

Christus, du hast mich gerufen. Ich spreche bescheiden und bestimmt, männlich und stark: Ecce ego, mitte me [Hier bin ich, sende mich]![3] – Gib mit Deiner Sendung Deine Kraft! Kraft der Gnade, Kraft des Geistes, ewiges Leben, heiliges Feuer Deines Geistes, Gesundheit und Selbstzucht an Leib und Seele!

 

Christus ist meine große Leidenschaft geworden, die Sehnsucht und Kraft meines jungen Kampfes. Er mein Herzog! Er ist mein Mal- und Kennzeichen! Er hat meinen Charakter geprägt. Herr, mit Dir!

 

In Deiner [Christi] Ruhe bin ich unruhig hin- und hergeworfen doch immer fest und stark und mutig, voll Gottvertrauen und Ruhe.

 

O du guter großer Gott, was hast Du mir doch für herrliche Tage und Gnaden und aus Deiner Freudenfülle geschenkt – und wie wenig dankbar bin ich doch noch immer – ich danke, danke, danke Dir aus meinem frohen jungen Herzen in heiligen Bereitschaft und Hingabe und Demut, die Du mir reichlich schenken mögest.

 

Fratres, sobrii estote et vigilate; (quia estis in statu viae, viae autem crucis). Benedicta sit S. Trinitas et indivisibile unitas [Brüder, seid nüchtern und wachsam; (ihr seid im Zustand des Weges, der aber ist ein Kreuzweg). Gepriesen sei die Heiligste Dreifaltigkeit und ungeteilte Einheit].[4] O allerheiligster dreieiniger Gott, Du überquellendes Leben und höchste Einheit. Wir leben in der Sehnsucht! Wir sehnen, wir suchen, wir harren in Christus, mit der Kirche auf das Ewige Leben in Dir!

 

Tapfer und geduldig, ohne Bitterkeit, mit freier klarer Seele haben wir uns durchgekämpft und stehen jetzt vor Dir, unserm Herrn, und bitten: „Christus, segne unser Stehen und Gehen. Gib uns den Glauben, der Berge versetzt[5], mach uns gen List und Hieb gewetzt, laß uns dir niemals vergehen!“

Herr, segne unsere Kirche und ihre Hirten auf der ganzen Erde Rund, segne und erleuchte mit Deiner ganz besonderen Kraft unsere deutschen Oberhirten und alle deutschen Priester.

Adveniat Regnum Tuum per Episcopos atque sacerdotes, per Monachos atque nonnas, per nos omnes Catholicos homines in populum nostrum, in Germaniam, Patriam nostram toto corde amatam [Dein Reich komme durch die Bischöfe und Priester, Mönche und Nonnen, durch alle katholischen Menschen in unserm Volk, in Deutschland, unserm Vaterland, mit ganz liebendem Herzen]!

„Herr, dein Reich soll zu uns kommen, wir erflehen’s ohne Rast! Wir – dein Volk, die Willensfrommen, denen Du’s verheißen hast!

Laß dies Reich uns auferbauen, Reich der Liebe, des Gerechtseins, Reich des gläubig Kindvertrauens und des wesenhaften Echtseins!“ (Georg Thurmair).

 

Lob sei Dir, Christus, der Du Dich uns durch Deine Mutter geschenkt hast. Jesus und Maria.

 

Herr, verstoß´ ihn [Nietzsche] nicht – so will ich für seiner armen, edlen vom Wahn geblendeten Seele beten.

O Sanctissima Trinitas, o aeterna vita, o aeterne caritas! Gloria, gloria Die – in terra hominibus Pax [O heiligste Dreifaltigkeit, o ewiges Leben, o ewige Liebe, Ehre, Ehre sei Gott – auf Erden Friede den Menschen]![6]

 

Herr, erbarme dich deines Volkes!

 

Du Lieblingsjünger des Herrn, du reiner Jüngling voll Kraft der jungen Begeisterung für den Meister, Du Donnersohn[7], Du Schützer der Gottesmutter, Du flammender Künder des Logos, Du brennender Mensch der Ewigen Liebe Gottes – Du heiliger Apostel und Evangelist – Du bist das Bild meiner Sehnsucht! – Du bitt’ für mich am Throne Gottes, als flammender Seraph oder Cherub, daß ich einmal werde – langsam immer mehr – ein wahrer QeÒlogoj [Theologe] – ein gottentflammter Künder des Ewigen Dreieinigen Gottes.

 

 

1936

 

Gott, Dir sei Dank, der Du mir begegnet bist in so vielen Menschen gerade in diesen herrlichen Weihnachtsferien. Neu bist Du mir – Mensch – geworden. Neues Teilnehmen an Dir, Du Ewiger und doch Zeitnaher, hast Du mir übervoll geschenkt.

Und jetzt geht’s ans neue Studium für Dich, Dein Reich. Herr, gib mir rechte Einfalt und Tiefe, ein Herz voll Licht und Gnade und Einsicht.

 

Oremus [Lasset uns beten]: O Gott, Du hast mich, deinen armseligen Knecht und Diener, zu der hohen Würde der Vorbereitung auf Dein heiliges Priestertum gerufen. Ganz geb’ ich mich Deiner Gnade hin in jubelndem Dank und herzinniger Freude und bitte Dich: Schenke aus Deiner Dreieinigen Kraft hinein in meine Schwäche die Gaben tiefster Einfalt und Demut, dazu mögest Du nach Deiner Güte mir auch noch schenken lauterste, höchste Einsicht in Dein unergründliches Wesen, in Deine Menschen und Deine Welt.

So nimm mich denn hin als Opfer der Liebe und laß mich nie ohne Liebe sein, die ja Deine köstlichste und heiligste Gnadengabe ist. Laß mich die ewige Liebe – Dich – allen Menschen, die mir begegnen, weiterleiten. Durch unsern Herrn Jesus Christus. Amen.

Singe Gott mit froher Liebe

Menschenherz aus heil’gem Triebe!

Sei selbst Lob- und Dankesweise

Leib und Seel’, den Schöpfer preise;

mit dem Feuer deiner Sinnen,

Deines ganzen Menschen Kraft,

tu’ ihn recht von Herzen minnen,

Ihn: der dich und mich geschafft.[8]

Dies zum Schluß dieses schönen Tagebuchs. Münster, den 24.I.36.[9]

 

Consolator optime dulcis hospes animae dulce refrigerium [Tröster in Verlassenheit, Labsal voll der Lieblichkeit, Komm, o süßer Seelenfreund]![10]

O heiliger Geist, Du Ewige Liebe des Dreieinigen Gottes. Senke einen Funken Deines Göttlichen Feuerbrandes hinein in meine Schwachheit! Du Geliebter, Du Herzensbronn, Du tiefste Sehnsucht meiner Jungen Seele!

Tapfer sein in Schmerzen

Geduld bewahr’n im Herzen

Dienmut bei allen Taten:

Dann bist du wohl beraten!

 

Im Namen der Allerheiligsten ungeteilten Dreieinigkeit Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes möge nun meine neue Tageskladde beginnen. Ihm, dem Ewigen zur Ehre. Allen, so hoff’ ich, zu Freud’ und Lehr und mit ein wenig zur Fröhlichkeit des Herzens, zur Erquickung des Gemütes, zur Aneiferung des Willens, zum Wachsen in Gottes Gnade und Kraft, in Einfalt und Dienmut, so ist mein Flehn und mein Begehr.

 

Das ist meiner Seele Singen zu Gott, meinem Schöpfer, Erlöser und Heiliger!

Mit gradem Herzen will ich danken Dir Gott, weil Du mich hast ins Leben, in Dein Leben, zu Deinem Heiligen, unsagbar kostbaren Priestertum gerufen hast. In tiefster Not ruf’ ich zu Dir: Domine non sum dignus, sed tantum dic verbo et sanabitur puer Tuus [Herr, ich bin nicht würdig, aber sprich nur ein Wort, und dein Junge ist geheilt.][11]

Schenk’ mir Dienmut und Hochherzigkeit zu Deinem Lob und Preis!

 

Das ist meiner Seele Singen zu Gott, meinem Schöpfer, Erlöser und Heiliger!

Mit gradem Herzen will ich danken Dir Gott, weil Du mich hast ins Leben, in Dein Leben, zu Deinem Heiligen, unsagbar kostbaren Priestertum gerufen hast. In tiefster Not ruf’ ich zu Dir: Domine non sum dignus, sed tantum dic verbo et sanabitur puer Tuus [Herr, ich bin nicht würdig, aber sprich nur ein Wort, und dein Junge ist geheilt.][12]

Schenk’ mir Dienmut und Hochherzigkeit zu Deinem Lob und Preis!

Dort brennen die Kerzen vor dem Bild der Altenberger Madonna: Sinnbild Christi, des Lichtes, Zeichen unserer Kraft und Hingabe! Es ist schwere Notzeit: „Michael“, „Wacht“, „Scheideweg“ etc. praktisch aufgehoben durch legale Handhaben (Ausschluß aus der Reichspressekammer für den Jugendführungsverlag).[13]

„Quid gloriaris in malitia, qui potens es in iniquitate [Was rühmst du dich deiner Bosheit, wie mächtig du bist im Bösen?]“ (Ps. 51[/52],3) – so möchte man mit dem Psalmisten sprechen – und doch nie war es mir bewußter, die große geschichtliche Sendung des Jungmännervebandes! GS [Generalsekretär Jakob Clemens][14] schon sechs Wochen bald in Berlin. Er liegt im Gefängnislazarett. Der General[-Präses Ludwig Wolker] am Donnerstagabend 22.00 Uhr in Düsseldorf abgeführt. „Tota die iniustitiam cogitavit lingua tua: sicut novacula acuta fecisti dolum.“ – „Proptera Deus destruet te in finem, evellet te, et emigrabit de Tabernaculo tuo: radicem tuam de terra viventium [Allezeit planst du Ränkeschmied Verderben, deine Zunge gleicht einem scharfen Messer. – Darum wird Gott dich verderben für immer, dich packen und herausreißen aus deinem Zelt, dich entwurzeln aus dem Land der Lebenden].“[15] So könnte man sagen.

Furchtbare Worte des Heiligen Geistes! Herr, verschone unser Volk und Land, auch wenn wir leiden und büßen müssen für die Sünden vieler vor uns und mit uns! Wohin treibt uns Satans Heimtücke und listentrunkene Schläue und infernalische Bosheit? Wo ist Recht und Liebe – alles faselt davon, weil sie nicht mehr da sind. Deshalb müssen wir Getaufte, Gefirmte und wundersam Gestärkte die Liebe leben.

Helden der Liebe. Wir besiegen und machen zunichte den Haß. Wir siegen, auch wenn wir sterben müssen! In Gottes Hand liegt unser Los. Wir sind in Seiner Hände Frieden geborgen, auch wenn uns umdräut die Macht der Finsternis, der Satan!

So lasset uns singen das Siegeslied der Liebe:

Wenn ich in Menschen- und Engelzungen rede, habe aber die Liebe nicht, bin ich ein tönendes Erz und lärmendes Becken. Und wenn ich prophetische Redegabe besitze und um alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß; und wenn ich den ganz starken Glauben habe, um Berge zu versetzen, habe aber die Liebe nicht, so bin ich nichts!

Und wenn ich all mein Hab’ und Gut wegschenke, meinen Leib hingebe zum Verbrennen, habe aber die Liebe nicht, so ist’s mir nichts nütze.

Die Liebe ist hochgemut, gütig ist die Liebe; die Liebe neidet nicht, die Liebe prahlt nicht, bläht sich nicht auf, benimmt sich nicht unschicklich, sucht nicht ihren Vorteil, wird nicht verbittert, (läßt sich nicht verbittern) sinnt nicht auf das Schlechte, freut sich nicht über das Unrecht, sondern sie freut sich mit der Wahrheit. Alles erträgt sie, alles glaubt sie, alles erhofft sie, alles wagt sie. Die Liebe höret niemals auf.

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei! Am größten aber von diesen ist die Liebe!“    (1 Kor 13)

Hier schreib ich’s nieder: Ich will der Liebe leben, ich will die Liebe leben, ich will durch und mit der Liebe leben. QeÕj ¢g£ph ™stin [Gott ist die Liebe]. Durch Leben im Dreieinigen in und mit Christus und Maria allen alles!

 

1937

 

Himmlische Mutter, hilf mir auch in meinem schweren Kampf um das, was Du in mir entfach­test. – „Meerstern, ich dich grüße“[16]

 

O Herr, Jesus Chri­stus, voll tiefer Liebe und De­mut flehe ich zu Dir, stehe mir bei im Kampf um das Heilige in mir. Laß mich in hartem Dienst Dein bewährter Die­ner sein. Du adele meine Ar­beit. Wenn ich auch schwach bin, sei Du mir Stärke und Burg, Schild und Schutz! Du mein Erlöser, komme bald zu mir! Amen. –

 

Herr, zeig´ mir den Weg, und gib mir den rech­ten Geistesfingerzeig, wohin ich gehen soll. Ich weiß keinen mehr, ich bin krank im tiefsten Her­zen!

 

Vater, es ist Zeit zum Ruhen.

Dein Sohn ist müde und sucht den Schlaf.

Vater, ich danke Dir!

Daß ich heute nicht ganz unnütz war meinen Brüdern und Schwestern.

Es war Mühsal, aber auch Freude, zu schaffen und zu sorgen.

Vater, ich danke Dir!

Daß ich Deine Herrlichkeit aufleuchten sah im Antlitz Deiner Schöpfung und in der Begegnung mit guten Menschen, im Abglanz Deiner Liebe.

Vater, gib mir Kraft, Dir zu danken für die Fügungen, die ich nicht verstand.

Du, mein Vater, bleibe mir gut und verzeihe, wo ich gefehlt habe. Du weißt, lässig war

ich in der Arbeit und schwach, liebearm und unbeherrscht gegen Brüder und Schwestern.

Ich bekenne es Dir, Vater!

Gott, Vater, Dein Erbarmen ist groß.

Deine Güte unermeßlich.

Sei mir ein Schützer und Helfer in dieser Nacht – und allen, die mit mir auf dem Wege sind zu Dir.

Laß uns im Morgenglanz der Sonne in Deiner Vaterhuld erwachen zu neuem Werk und neuer Liebe!

Amen! Neues Werk! Neue Liebe!

 

Herr, schenk mir eine Stephanusseele! Im Geiste kniee ich an seinem Grab in S. Lorenzo, das er mit diesem teilt.

 

1938

 

Veni Sancte Spiritus [Komm Heiliger Geist]! Dir will ich in Gehorsam folgen. Mein Ich soll in Gehorsam stehen – und sterben, wenn es sein muß. – Ich weiß nicht, aber...

Christus: Wer sich selbst verliert, wird sein Leben gewinnen![17]

 

Das ist meines Lebens letzter Sinn. Christus zu leben in dieser Zeit. Christus, wenn Du nicht bist, dann möchte ich nicht sein. Du bist, Du lebst. Nimm mich hin, verfüge ganz über mich. Laß Dein Handeln und Wandeln durch mich und uns alle heute Tat werden. Christus, Caritas, Christus!

Du bist mein Leben, meine Liebe, meine innerste Glut!

 

Jesus Christus, meine Liebe, dir will ich folgen in gläubig, hochherzigem heldischen Gehorsam, wohin Du mich auch befiehlst.

 

Mein Herr und Gott! Gieße den neuen Geist Deiner Gottes- und Nächstenliebe in mein erbärmliches Herz und schaff’ es um zu einem tapferen und klugen, zu einem demütigen und ehrfürchtigen! Lenke Du mich in Deiner Liebe! Und ich will hingehen, wohin Du mich führst. Will dort stehen, wohin Du mich stellst. Ich möchte Dein Priester, Künder Deiner Frohbotschaft, Dein Gesalbter werden, weil ich Deinen Ruf zu hören meine. – Wohin Du mich stellst, da will ich stehen. Gib mir Deinen Rat und Deine Kraft dazu! Amen.

 

Christus, du mein Leben, meine Liebe, Du meine Leidenschaft, durchglühe, entflamme, erleuchte mich! Venie sancte Spiritus! Veni pater Pauperum! Veni, veni dator munerum [Komm, o Geist der Heilgkeit! Vater aller Armen du! Aller Herzen Licht und Ruh]![18] Führ’ mich zum Heil in Dir! – Amen

 

Herr, wie Du willst. In manus Tuas [In deine Hände]. Ich will ehrlich werden und sein und gehorchen, wenn´s auch schwerfällt.

 

Herr, lehr’ mich sterben, daß ich für Dich leben kann. Führ’ mich, wohin Du willst. – Das Kreuz gib mir, die Leidenskrone! (von der Gertrud von Le Fort in ihrer Osterhymne singt!)

 

Herr, entzünde ihre [Elisabeth Rubys] heilige Seele mit Deinem Liebeslicht. – Gloria Patri et Filio et Spiritui Sancto [Die Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist ]. Alleluja!

 

Wer kennt die Wege, die Er die Herzen lenkt! – Herr, führe uns, aber – ich flehe dich an – nicht in Versuchung. Laß es recht werden! Nimm meine widerspenstige Natur in deine starke Hand.

 

Herr, wohin Du mich willst, dahin geh’ ich – auch in Nacht und Not und Leid. Ja – Gib mir Befehl! Befrei’ mich von jeder Selbstsucht!

 

Herr lehr’ mich Deinen Willen zu erkennen und gib mir den Mut und die Kraft, in Demut und ohn’ alle Menschenfurcht ihn zu vollbringen. Herr, mach mich frei! Herr, erbarme Dich unser! In pace in idipsum dormiam et requiescam [In seinem Frieden schlafe und ruhe ich]. – Alleluja!

 

Da möchte ich täglich lauter beten: Herr, schlag’ dazwischen, trommle uns so lange auf das Dach unserer ecclesia [Kirche] noch weithin dormiens [schlafend], bis wir wirklich wieder in Leid und Not reifen zur großen Völkerkirche. – Herr, schenk uns weitschauende, große Führer! Apostel, Menschen mit Deiner Glut und Sendegewalt!

 

„Gott, mein guter Vater und Freund, in der Antwort des lieben Menschen [Elisabeth Ruby] will ich Deiner ewigen Stimme lauschen. Dein Ruf soll mir klingen in ihrer Stimme. – Auch wenn Schweigen die Antwort ist, ich will sie demütig hinnehmen. – Guter Gott: steh’ mir bei in aller Not.

Gott, steh uns bei in aller Not,

Bewahr’ uns vor der Sünde Tod!

Um dieses eine bitt’ ich nur:

Halt fern von uns des Bösen Spur!

Laß mich in Ehrfurcht warten

vor des andern Seelengarten!

Kühl’ meiner Sinne Leidenschaft

durchwärm’ mich mit der Gnade Kraft!

Send’ mir des Geistes keusche Glut,

Brich nieder Stolz und Übermut!

Ganz geb’ ich mich in deine Hand,

Dreifalt’ger Gott, du bist mein Pfand,

daß recht ich vor Dir wandeln mag,

Gott-Vater, vor Dir all mein Tag’.

Senk unser beider[19] (seu: aller) Herzen ein

des ew’gen Lebens Gnadenschein!

So führ uns durch dies Erdental

zu Deinen Himmeln allzumal. Amen.

KÚrie ™lehson ¹m©j! KÚrie QeÒj mou! [Herr, erbarme dich unser, Herr, mein Gott!]

 

Dunkle rote Blumen leuchten und duften auf meinem Tisch. – Herr, hilf mir, ich versinke. Ich bin mir selbst ein Rätsel, ein undurchdringbares Geheimnis, das nur Du lösen, nur Du im Licht schauen kannst. – Wohin willst Du mich, Herr – aus tiefster Not schrei’ ich zu Dir. Zerbrich’ meinen Stolz, halt nieder meine niedere Sinnlichkeit.

Dunkle, rote Blumen –

Gott, mein Gott, sprich zu mir. Gib meinem wilden Herzen Ruh’, stell mich an die rechte Stelle. Gib mir Kraft zur Selbstbeherrschung, Selbsterkenntnis und Ehrlichkeit.

Mein Heil und innerstes Glück steht auf dem Spiel: Darf, soll, muß ich hinzutreten. – Ich erschaure vor der Schwere des Priestertums. Mein Herr, und mein Gott, sprich zu mir!

 

Herr, schlag’ die dunklen Mächte in mir nieder: den elenden Stolz und die niedere Sinnlichkeit. Mit Deiner Hilfe will ich in diesem Jahr den Drachenkampf gegen diese Fehler führen und versuchen, Dein Kind und vor den Menschen ein Mann mit freiem und starkem Herzen zu werden.

Herr, hilf mir, allein bin ich zu schwach! Gib mir den Sinn für die wahre Ordnung der Werte! Laß mich Leben der Gnade und der Natur in geordneter schöner Einheit vollbringen!

Procul recedant somnia                   [Fern mögen weichen die Traumgebilde

et noctium phantasmata! –                 und der Nächte Trugbilder;

Hostemque nostrum comprime,                 und unsern Feind drücke nieder,

ne pollitur corpera![20]                             daß nicht die Leiber befleckt werden.]

Unum necessarium! [Eines ist notwendig][21]

Ut omnes unum sint! [Damit alle eins sind][22]

Alle mögen eins werden, geeint sein – in der Liebe. In caritate [In Liebe]. Fiat, fiat [es geschehe]!

 

Gott, nimm mich an als Dein Werkzeug!

 

Dir, Herr, mein Leben in Deine Hand, Gekreuzigter.

 

Herr, mach mich tapfer und furchtlos, auch im Anschauen des eigenen Leids und der eigenen Armseligkeit und Blöße. Lehr’ mich, mich recht und ganz zu sehen! In lumine Veritatis Tuae! Veni Sancte Spiritus et emitte Caelitus lucis Tuae radium! Veni Pater pauperum, Veni dator munerum, Veni lumen cordium [Im Licht Deiner Wahrheit! Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt,komm, der jedes Herz erhellt!][23]

 

O Last Gottes, Du schwere und doch so unendlich süße Last.

 

Herr, laß mich nicht fallen! Herr, mach mich demütig, befreie mich von Stolz, Eitelkeit und jeglicher Selbsttäuschung, hinter der Satan sich versteckt. – Herr, hilf mir, ich versinke, ich kann nicht mehr lange so! Hilf mir!

 

Gott, Du bist groß.

 

Jesus Christus! Du meine Leidenschaft. Du mein Lebensbild. Du innerste Glut meines Herzens. Komm, schmiede mich, nimm mich unter den Hammer Deines Befehls. Laß mich Dein Sendbote sein – gleich, wo; gleich, wie! Herr, sprich zu mir!

Wir heben unsere Hände aus tiefster bitterer Not:

Herrgott, den Führer sende,

der allen Jammer wende

mit mächtigem Gebot!

Mit mächtigem Gebot!

Einer ist euer Meister: Christus!

Einer ist euer Lehrer: Christus!

Ihr alle seid Brüder![24]

 

O Gott, wie ist das Leben reich und groß und schön. Gib mir die Kraft zum Opfer, zum Maßhalten und zur Ordnung. Schenk’ mir Reinheit und Klugheit. Gieß Deines Heiligen Geistes siebenfachen Gnadenstrom über uns aus! Gib Sendung, gib Rat, gib Stärke! Gib Verstand und Wissenschaft, Frömmigkeit (heilige Ehrfurcht, besser noch: Ehrfurcht vor dem Heiligen) und Furcht des Herrn! – Und dazu schenk’ uns als Krone des siebenfachen Schatzes Deine heilige Weisheit!

 

Am Samstag vor 14 Tagen abends fiel mir folgende Übersetzung der drei ersten Strophen des Laudes-Hymnus von Montag ein: Sie soll als mein Gebet hier stehn:

„Abglanz der Vaterherrlichkeit,

Du bringst vom Licht uns Deines Lichts,

Du Leuchte und Du Quell des Lichts,

Du Tag, der schimmernd sich ausspreit:

 

Du wahre Sonn’, stürz’ dich herab,

des ew’gen Blitzes heller Schein!

Des milden Heilgen Geistes Schein

Ström’ ein zu unsrer Sinne Lab’!

 

Den Vater rufen wir mit Bitten,

den Vater mächt’ger Gnädigkeit.

Vater, Du, ew’ger Herrlichkeit,

Nimm schwüle Schuld aus unsrer Mitten.“

 

„Lieber, heiliger Christ. Mein Herr und König. Mein Meister und mein Leben, halt mich bei Dir und gib Du mir große Sendung, dazu auch ein glühend heilig Herz. Laß mich verstehen und kosten, wie kräftig und süß und stark Deine Wahrheit und Dein Lebensgeheimnis sind. Und laß uns allen unseren Nächsten in unserer Heimat und unserm Volk künden als Deine Frohboten. Zu uns komme Dein Reich! Amen!“

Wohin Du mich sendest, dahin geh’ ich frohen Herzens.

 

Herr, vermehre meinen Glauben!

 

O Mutter, dir sei Dank! Vergilt du meiner Lieben Liebe tausendfach. Dir verdanke ich meinen Entschluß. – Gib mir den Geist des Glaubens und der Liebe deines Sohnes!

O Maria, noch so schön als die Sonn als der Mon´–

o du edler Gottesthron! –

Schön fürwahr ist dein Gestalt, schöner ist die Seel´ gemalt!

Cherubim, Seraphim, allen Engeln sie gefallt!

 

Führ mich, o Herr, die Wege Deiner Gebote, denn Du hast weit gemacht mein Herz!

 

Ich bin zur Stelle, Herr, weil Du mich rufst mit einer solchen Macht.

 

Herr, sende uns, gib uns ein glühendes priesterliches Herz voll Liebe, Güte und Weite, dazu einen klaren Glauben voll Tiefe, Kraft und Stärke! Homines in Spiritu Sancto [Menschen im Heiligen Geist]! Dominus pars hereditatis meae [Du, Herr, gibst mir das Erbe]![25]

 

Mach mein Herz neu, Herr! Gib mir Kraft von Deinem Herzen. Bilde unsere Herzen nach Deinem Herzen.[26] Mach uns zu reinen, gottliebenden, selbstlosen Priestern, die das deutsche Volk zu Dir heimführen!

 

Und das ist meine Bitte heute! Herr, nimm mich hin! Ich glaube. Schenk mir immer tiefer den Glauben, gib mir und allen, die mir begegnen, Deine Gnade, Deinen Frieden, Deine Freude! ( Offenbarung 14,1-5) So sei es!

Friede, Freiheit, Freude im Herrn! Ecce adsum – mitte me [Hier bin ich – sende mich]![27] Justus meus ex fide vivet [Mein Gerechter lebt aus Glauben].[28] – Glaubensgeist!

 

„Jesus Christus, mein Erlöser und Gott, Du kennst mich besser als ich mich kenne. Du hast mich gerufen, Du weißt, warum. Es war ein seltener Weg oft, den Du mich gehen ließest und führtest, für mich bleibt er Geheimnis. Aber ich vertraue Deinem Herzen mehr als meiner kleinen menschlichen Einsicht. – Um was ich Dich heute bitte: Nimm mir alle Unreinheit und allen Eigennutz, alle geheime Zuchtlosigkeit und Feigheit, alle Heimlichtuerei und alles Wichtigtun, reiß es aus dem Herzen und pflanze hinein Deine Liebe, Deine Demut und Reinheit. – Bedingungslos folge ich Dir nach, segne meinen Willen und mache ihn zu Deinem. Ohne Angst, nein in heiliger Freiheit und Freude spreche ich mein Introibo [Ich will eintreten].“

 

Herr, hilf mir, gib mir den Mut zur Treue im Kleinen, damit ich Dir einst – o bald – im Großen dienen kann!

 

So komm denn, himmlischer Vater, nimm Platz auf dem Dir bereiteten Throne meines Herzens, durch Christus im Heiligen Geiste mögest Du, Allmächtiger, dann in mir herrschen. Nimm mich als Deinen Diener an! Heute hab’ ich bedacht, was unlauter und lüstern war in den Jahren der Vorbereitung. Es ist mir Angst worden vor Deinem klaren, alles durchdringenden Blick. Aber ich muß Deine Führung anerkennen. Wie unbegreiflich führtest Du mich in mannigfaltiger, einziger Führung.

 

Mein Gott, was willst Du von mir?!

 

Hier bin ich. Adsum! Umkleide mich mit deinen Gewändern der Würde, umgürte mich mit der Strenge Deiner Zucht![29] Erschließe mir immer tiefer Dein innerstes Geheimnis, Deiner Schönheit tiefverborgenen Glanz! Du Mutter der Gnade, wie führtest Du mich durch die Fährnisse der Jugend bis hierher, mit welcher wahrhaft göttlich weiten Weisheit, so daß ich selbst mich schier frage: Ist es denn so recht? – Hier hast Du meine Hand, die Hand meines Gelöbnisses, meines jungfräulichen Verlöbnisses. Versprechen der Treue! O bräutliche Mutter, o mütterliche Braut: laß mich immer tiefer Deine Liebe und Wonne, Deine Seele erfahren. Du Leidensbraut unseres Herrn, die Du Sein Erlöserleiden alle Tage Deines irdischen Wandels mitleidest, gib mir die Gnade und Kraft, Gefährte dieses erlösenden, befreienden Leidens zu sein!

Drei-Einiger, allmächtiger, gewaltiger, gütiger Gott: Du schenktest mir die Kirche als Mutter und Braut. Damit läßt Du mich teilnehmen an Deinem Erlöserwerk, an Deiner Brautschaft, die Du mit der Menschheit in der Kirche schlossest. Ich danke Dir, daß ich Dich Vater nennen darf und mit der Kirche, Deiner Braut und meiner Mutter, Dich allzeit preisen kann. Führe mich! Amen.

 

O mein Herz! O Glut, o Freude! O Gott, Du Lebendiger! Ich Armseliger. Aber ich habe das Leben als köstliche Gabe von Dir. O Schöpfer! Dir will ich dienen. Mein Erlöser! Dir will ich dienen in ungeteiltem Dienst zur Heiligung der Welt! Nimm mich ganz wie ich bin. Ertrage meine Schwäche, hilf vor allem mir selbst sie ertragen! Denn es fällt mir entsetzlich schwer, die Schwäche meiner selbst und meiner Brüder zu tragen. – Hilf mir aus der Triebverhaftetheit auf zum heilbringenden Licht Deiner Gnade!

Und – jetzt nur das noch einmal aus ganzem dankbarstem Herzen Dir – als heiliges Gelöbnis letzte Hingabe in Freiheit und Kraft und Mut und Geduld und standhaft und gläubig und hoffnungsfroh, was ich Dir vor dem RAD – nach dem Freiburger Jahr – am Karsamstag [ 27.3.]1937 in leidvoller, aber gnadenerfüllter, tiefer Stunde niederschrieb aus glühendem Herzen:

Eine große Wirklichkeit ist mir schmerzlich und doch so klar und frohmachend aufgestiegen heute: Nur eins ist notwendig! Nur das Eine: der Glaube an Gott und den Er gesandt hat: Jesus Christus.

Und das heißt: Lebendiger Christusglaube, heiliges Leben, Leben als Heiliger!

 

Herr, gib mir Deines Heiligen Geistes Kraft und Liebesglut! Glauben wagen, gewinnen!

 

Herr, du rufst. Ich folge. Gib mir selbstlose Gottes- und Nächstenliebe, einen klaren Verstand und ein lauteres Herz! Amen.

 

Ich danke Dir, mein Schöpfer und Erlöser, daß du mir das Leben aus diesen Eltern und dieser unserer Familie schenktest. Ich danke dir, du großer guter Gott – meine Zunge kann Dich nicht würdig preisen!

 

Gott, gib mir das Herz eines Johannes! Christus, ich lege mein Haupt an deine väterliche, göttliche Brust, in der dein Erlöserherz schlägt. Nimm mich ganz! Dein eigen will ich sein.

 

Gott, ich danke Dir, daß Du mir diesen großen Priester mit auf den Weg gabst.

 

Gott, ich danke Dir für alle die Jungens, die Du mir anvertraut hast in den schönsten Zeiten des Lebens bisher.

 

Dank Dir, Herr, für Deine Gnad und dir, liebste Mutter meines Herrn.

Mit Deiner Hilfe spreche ich – will ich jeden Tag neu sprechen in Gehorsam das jungfräuliche Fiat zum Beruf!

 

Gott, wie groß und gnädig warst Du zu mir in diesem Jahr.

Wir sagen Dir Dank ob Deiner großen Herrlichkeit[30], die du im vergangenen Jahr zu spüren gabest. – Unsere, meine ganz persönliche Antwort sei ein helles, bereites „Ja, Vater“ – auch wenn es ein unbegreifliches Geheimnis ist, wie Du mich Sünder riefst und – so seltsam, ganz persönlich-eigen führtest.

Ich danke, ich danke und juble vor Dir: quia fecisti mihi magna, qui potens es. Mihi peccatori, qui non meruit misericordiam gratiae et vocationis Tuae [Denn der Mächtige hat Großes an mir getan. Mir Sünder, der ich die Gnade deines Erbarmens und deines Rufes nicht verdient habe.][31]

 

1939

 

Dextera Domini fecit virtutem, dextera Domini exaltavit me: Non moriar, sed vivam; [et] narrabo opera Domini. (Ps. 117[118],16 et 17)

[Die Rechte des Herrn wirkt mit Macht, die Rechte des Herrn ist erhoben: Ich werde nicht sterben, sondern leben.]

 

Consecra me, Domine [Weihe mich, Herr]! Hole heim, verwandle meine ganze Natur zur christlichen, zu Deiner Priesterpersönlichkeit! Christus, mein Heiland und Erretter! Dein eigen will ich sein.[32]

 

Das große Jahr des Lebens hebt an. – Deo gratias [Gott sei Dank]! „Introibo an daltare Dei, ad Deum, qui laetificat iuv. meam. [Zum Altare Gottes will ich treten, zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf].“[33]

„Suscipe, ste. pater [Heiliger Vater, nimm]“[34]

 

Herr, mach uns zu würdigen Werkzeugen Deiner Erlösung und Frohbotschaft.

 

Laß dich nicht ängstigen, nicht dich erschrecken! Alles geht vorüber: Gott allein verbleibt derselbe. Alles erreicht der Geduldige. Wer Gott hat, der hat alles. Gott allein ist genug.[35]

 

Gott, erhalte unserem Volk Deinen Segen und Frieden.

 

Mein Gott, ich danke dir, daß du mich als Deutschen hast geboren werden lassen.

 

O sacrum convivium, in quo Christus sumitur: recolitur memoria passionis eius: mens impletur gratia: et futurae gloriae nobis pignus datur.

[Heiliges Gastmahl, in dem Christus genossen, das Gedächtnis seines Leidens gefeiert, die Seele mit Gnade erfüllt und uns ein Unterpfand der zukünftigen Herrlichkeit geschenkt wird.][36]

 

Gott, Du bist mein Freund? Du Gewaltiger, Geheimnisvoller, Dunkler-Gott! Darf ich Dich Freund nennen, da ich doch nicht weiß, ob Du wirklich mein Freund bist oder besser; ob Du mich Freund nennst, ob ich Dein Freund bin. Ob ich in Deinem Wohlgefallen stehe und Dir Freude bereite. Darf ich heute mein Herz vor Dir ausgießen? Ich bin Mensch. Darf ich mit Dir reden, Du Unaussprechlicher? – Wir sind von den Schrecknissen Deiner Geheimnisse umwittert – Du furchtbarer Gott! Heute muß ich endlich sie aussprechen, meine Trauer. Ich klage mein Herz vor Dir aus. Höre mich bitte, wenn Du mein Freund bist. Höre mich, Herr! Warum hast Du uns aus dem Paradies verstoßen? Ich begreife Dich nicht – lag es nur an uns? Du hast doch alles in der Hand. Würden wir Dir nicht tausendmal besser dienen können, Dir herrlicher Freude bereiten – und selbst froher einhergehen, im Glanze des Schöpfungsmorgens und der ersten Gnade! Ich weiß, im Glauben singen wir Dir Lob dafür: O felix culpa, quae talem ac tantum nobis meruit [habere] Salvatorem [O glückliche Schuld, gewürdigt eines Erlösers, so sehr und erhaben]![37].

Aber – Du hättest uns doch auch ins Paradies Deinen Sohn senden können. Du, Du sag’ mir, warum? Lag es nur an uns? O furchtbares Geheimnis, Du Abgrund aller Abgründe, Du Fluch der Sünde! Rede ich vermessen mit Dir, es steht mir nicht an, mit Dir so zu reden – aber gestatte mir in Deiner Güte, daß ich klage und jammere in tiefster Erschütterung vor Dir, daß ich an Deinem Herzen mich ausweine, all mein Fragen und Suchen und Ringen vor Dich trage in bitterer Klage. – Mein Herz muß sich befreien darin. Ich bin kein toter Klotz, ich bin ein Mensch aus Geist und Blut. Du, Du sage mir – Du, warum? Warum hast Du mich so geführt, warum hast Du mich in diese Zeit hineingeboren werden lassen. Warum hast Du Schuld und Leid in mein Herz dringen lassen – mit und ohne meine Schuld? Was soll alles sterben, aller Verzicht auf Güter, die Du geschaffen? Weshalb die grausamen Katastrophen in Deiner Schöpfung, weshalb das grausame Schlachten Deiner Ebenbilder ringsum? Weshalb hat der Satan und die böse Lust, der Stolz des Menschen eine solche Macht über die, die doch durch deinen Sohn erlöst und geheiligt sind?

Oder ist alles nur Täuschung – o, verzeih mir meine Rede – ich glaube an Dich und deine heilige Ordnungen, aber ich sehe sie nicht! Weshalb, sag mir, soll ich auf das größte Gut der Natur, die heilige Gemeinschaft zwischen Mann und Weib [verzichten], die Du selbst im Paradiese zur Freude füreinander geschaffen und zu lebenspendendem Bund? – Warum hast Du die Geschlechtskraft Adams so stark in mir werden lassen, Du tust doch alles – und mich trotzdem zu jungfräulichem Priestertum gerufen? O, die dunklen Stunden meines tiefsten Herzensgrundes möchten sich aufbäumen gegen Deinen Ruf – und doch, ich kann und darf nicht! Du, Du warum? – Ach, ich weiß, ich habe ja nichts zu fragen, und doch hast Du mich als Frager geschaffen! Du, Du! Ja, ich weiß, was ich mir jetzt alles richtig antworten könnte, alles dogmatisch richtig. – Aber ich kann mir nicht antworten und will es auch nicht – antworte Du mir, Du bist doch mein Freund! Ich bitte Dich flehentlich. O schenk mir Deine Gnade! Führe mich zu Deiner Freundschaft!

Ich weine heiße Tränen der Schmerzen vor Dir, ich weine sie mit tausenden von Menschen vor Dir, Vater! Vor Dir, Freund! Unbegreiflicher! Ich weine und klage mit Deinem Sohn am Ölberg – errette uns! Wir sind erlöst aber erlöse uns.

Ein Lied könnte ich Dir nun singen wegen deiner unbegreiflichen Herrlichkeit und Liebe. Aber ich will Dir schweigend danken; denn ich bin es heute nicht wert. In manus Tuas, Domine ... [In deine Hände, Herr ...].[38]

(Antwort gab mir Isaias in Kapitel 54 und 55)[39]

 

Dextera Domini fecit virtutem, dextera Domini exaltavit me: non moriar, sed vivam et narrabo opera Dei. (Ps. 117[118,16 et 17]) [Die Rechte des Herrn wirkt mit Macht, die Rechte des Herrn ist erhoben: Ich werde nicht sterben, sondern leben.]

 

Gott, Du mein Schöpfer und allgütiger Erhalter: Dir geb ich mich frei und willig hin in Deine Vaterhand. Du hast mich bis hierher geführt. Auch die dunklen Täler persönlichen Leides hast Du mich glücklich durchwandern lassen – nimm mich nun ganz in Deine Hände! Da hast Du mich nun ganz in deine Hände! Da hast Du mich ganz und ohne Vorbehalt.

Erfülle mein Herz mit Gnaden, daß es Dich immer mehr findet – Du Unermeßlicher. Du Brunnquell aller Liebe! Ich liebe Dich!

 

Erhalte uns in Deiner Liebe, Gott! Denn ohne Dich hängen wir in der Luft.

 

Herrgott, ich klage vor Dir meine Not: vor Dir alle Tage Tränen sind mein Brot. Dominus illuminatio mea et salus mea [Der Herr ist meine Licht und mein Heil].[40]

 

Mein Gott, was hast Du mit mir vor? Was habe ich durchlitten seitdem [Januar 1937].

 

O ich möchte hinaus, unter freien Himmel, in Sternennacht, an den Strom, in den Wald und wieder Deiner Stimme lauschen, Natur! Deine Wasser wieder trinken – und dann wieder voll Freuden schöpfen aus den Quellen der Gnade.

Ihr Mauern! O meine Freiheit!

 

Herrgott, verzeih mir, aber ich leide entsetzlich unter dem Gedanken, daß man die Welt entflammen soll als solch erbärmliches Rädchen in einem fein ausgeklügelten Mechanismus. Ich könnte innerlich kaputtgehen in diesem „Klerikalismus“ oder wie man dies nennen soll, in diesem Stehkragenformat, eingepreßt in diese Formen. – „Keiner hat das Recht, heute mittelmäßig zu sein“ – so sagt der große Pius [XI]. Ach Gott! Ich möchte fliehen ins Gebirge mit Chrysostomus[41] und Zwiesprache halten mit euch, ihr ragenden Zeugen Seiner Herrlichkeit und mit dem stillen Himmel. – Dann würde ich ja vielleicht auch das Geheimnis der Sacra Hierarchia Ecclesiae [heiligen Hierarchie der Kirche] verstehen – das leibgebundene, abgestufte, stille Sein der Kirche: als stilles Wirken der ewigen Güte Gottes.

Herr, wohin willst Du mich? Hier steh’ ich vor Deinem Antlitz, fragend, suchend, ringend, betend. –

Was bist du traurig, meine Seele, was verwirrst du mich? Vertrau’ auf den Herrn und du darfst ihn wieder preisen.[42]

Herr, vernichte meine Müdigkeit und Feigheit, durchflamme mich mit deiner Glut!

Sechs Jahre sind seit jenem umstürzenden 30.I.33[43] vergangen. Sechs Jahre einer Umwälzung von ungeheurem Ausmaß. Und wir leidend, schauend, tuend in ihr.

Herrgott, ich danke Dir für alles, trotzdem ich nicht verstehe. Führe gnädig Dein deutsches Volk.

O heilig Land der Völker – o Vaterland! Mein Deutschland – Großes deutsches Reich! Ich liebe dich. In Gott sei dir Friede!

 

Lieber Vater im Himmel – wieder ist ein Monat meiner Erdenpilgerschaft vergangen – du hast mich – uns alle hier – so gnädig geführt. Wir danken Dir für Deine herrlichen Gnaden. Geleite uns sicher an der Hand deiner Kirche ins Heiligtum. Alle meine Mitbrüder! Durch Christus, unsern Herrn.

In la Sua volontà è nostra pace [In seinem Willen ist unsere Freude]! Amen

 

So bitte ich Dich, mein Herr und mein Gott, um letzten, tiefen Glauben an Deinen Sohn, den Du uns gesandt als Erlöser. Schenke in mein Herz reine Opferliebe!

 

Christus, Du mein Leben, Du mein Licht, Du meine Liebe! In den reinsten Stunden meines Herzens hast Du Deine Sendung in mich hineingepflanzt. Durch wilde Kraft und starkes Drängen der Natur hast Du den Beruf hindurchgetragen. Ich vertraue Deiner Stimme mehr als der drängenden Stimme meines Blutes. Gebiete Du ihr Ruhe, wie Du einst den tosenden Wogen des galiläischen Meeres geboten! – Alle Kraft meines Leibes und meiner Seele, meines Geistes und Gemütes stelle ich heute in deine Liebe. Präge, adle sie in Deiner Liebe und Gnade. Ich will nicht mehr mich selbst – nichts mehr – nimm Du mich ganz. Ich danke Dir für Deinen Ruf, laß mich ihn restlos erfüllen. Ich danke Dir für den Kampf, gib mir den Frieden. Du hast über mich verfügt! Und mein blutendes Herz schließe ich ein in das deinige, das für uns – für mich – am Kreuze verblutete. – Tilge meine Schuld, führe mich nicht mehr in Versuchung, stärke mich mit Deiner Liebe – und ich habe alles genug – in der Glut Deines Herzens. – Amen.

Einst schrieb ich in jugendlichem Idealismus: Christus, meine Leidenschaft.[44] – Heute schreibe ich – schrecklich ernüchtert, aber geklärt – Jesus Christus, meine Liebe, mein Eins und Alles. Dir gehöre ich ganz und ungeteilt! So sei es!

 

Deo Patri sit Gloria! Et Filio quia mortuis, Surrexit ac Paraclito, Nunc et per omne saeculum [Gott dem Vater sei die Herrlichkeit und dem Sohn, der von den Toten auferstand, sowie dem Tröster in alle Ewigkeit]![45]

 

Dir, Allmächtiger, opfere ich mich ganz. Dein bin ich, mein bist Du, Vater! Nimm mich in Gnaden an und schaff ein neues Herz mir in mein Innerstes! Ein selbstloses, reines, flammendes Herz Deiner göttlichen Liebe.[46]

In Dir sind wir.[47] In Frieden geborgen! Trotz des bitteren Erdenloses, allen Leides und des Todes siegt die Liebe, siegst Du in ihr; denn Du bist reine Liebe in Person.

Gott, unfaßbar ist Dein Ruf und Wille. Zu klein ist mein kümmerliches Seelenlicht, Deines Glanzes Fülle zu fassen oder auch nur ahnend zu spüren. Weil ich es als Mensch nicht fasse, spreche ich in Christi Namen – durch Ihn und mit Ihm und in Ihm:

Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf Erden.[48] Dein Wille, Dein mächtiger, gebietender, flammender Liebeswille geschehe – und sonst nichts.

Du hast das Vorhaben mir ins Herz gesenkt, hast Wege der Liebe und des Leides mir geschenket. –

Führ gut zu End’ Dein hoch Beginnen, laß ew’ges Leben uns gewinnen. Fiat [Es geschehe] – Amen!

 

Vater, Schöpfer, Herr und Gott – ich will gehorchen Deinem Ruf, ich glaube an Deine gütige Vatersorge und Vorsehung, auch wenn ich sie nicht sehe und nicht immer handgreiflich spüre. – Du führe mich! Ich bitte Dich. – Du hast mich geleitet bisher, Du wirst mich weiter sicher geleiten an ein seliges Ende in den Hafen Deiner Liebe durch eine unselig-unrastige Erdenzeit. Erleuchte mein Gewissen! Durchforscher Du von Herz und Nieren! Durchwebe mein Gefühl! Du Weber aller schönen Bilder und Gedanken! Durchglühe meinen Verstand! Du Geber aller Einsicht und Vernunft! Durchwirke meinen Willen! Du Wirker aller Entschlüsse! Scheide mein Herz! Du aller Entscheidungen Entscheidenster! Sende Ruhe und Beherrschung in die kreisenden Bahnen meines Blutes. Du herrschende Ruhe selbst! Durchflamme meinen Leib und meine Seele mit der Urflamme Deiner göttlichen Liebe! Komm, Heiliger Geist, ergreife und verbrenne mich in meiner Schwäche, laß schlagen daraus die Kraft und Flamme der Liebe, des Glaubens, der Hoffnung! O Gott, Du bist die sichere Brücke über den Abgrund der eigenen Unsicherheit. – Festige mein todverfallenes Beginnen in Dir. – Du bist meine Liebe. Du! Da bin ich. Adsum [Ich bin bereit]!

 

Herr, bewahr mich vor der Langeweile und der seelischen Stumpfheit und Enge!

 

Ich spreche „Ja, Vater“, weil Gott zu mit gesprochen., „Ja, du bist mein lieber Sohn.“ – Ich kann und will nicht mehr anders und koste es das Leben des Kreuzes; und das kostet es ganz sicher mehr als ich es aussprechen kann. Aber ich ahne es. Herr, ich entscheide mich für Dich, Dir gehört mein Leben und Sterben! Suscipe deprecationem nostram, miserere nobis [Nimm unser Flehen gnädig auf, erbarme dich unser]![49]

 

Die Gnade muß hereinbrechen! Komm, Herr Jesus! – Herr Christe komm in unsre Not!

 

Cardinal Pacelli ist zum Papst Pius XII. gewählt worden. Deo gratias [Gott sei Dank]! Herr, bewahre, führe ihn zum Heile Deiner Weltkirche, und zum besonderen Heile in der deutschen Not! Erwecke uns Heilige und Helden, Herr und Gott!

 

Herrgott, ich glaube, ich beuge in Ehrfurcht mein Haupt vor Dir, vor Christus, Deinem Sohn, unsern Erlöser, und ich wünsche nichts sehnlicher, als mich Deiner Kirche in Freiheit, Dankbarkeit und reiner Liebe schenken zu dürfen.

1. Als jungfräulicher Opferpriester, 2. Als glühender, frommer Beter.

Sonst hab’ ich keinerlei Ansprüche mehr hier auf Erden. Erfülle Du bitte meine tiefste Herzenssehnsucht, das Flehen meines bedrängten, gefahrumwitterten Herzens von Jugend auf! Und das ist der Schlachtruf: Mit Gott und der heiligen Jungfrau!

 

Gott, ich danke Dir für alle Wohltaten, die Du so reichlich über mich ausge­gossen. Ja, ich danke Dir für die Tage der schweren Krankheit, und jetzt wie­derum für die Tage der Unfreiheit und Gefan­genschaft. Alles hat seinen Sinn, Du meinst es überaus gut mit mir.

Aus ganzem Herzen bitte ich Dich für alle, die mir nicht gut gesinnt, und bitte Dich um Verzeihung für sie. Vor allem aber verzeihe mir armem Sünder alles, was ich je Dir oder einem Menschenbruder zuleide tat. Reinige mich von aller Schwachheit und Sünde! Ab occultis meis munda me, Domine. Et ab alienis parce servo tuo![50]– [Sprich mich frei von Schuld, die mir nicht bewußt ist, Herr! Behüte Deinen Knecht vor vermessenen Menschen].

 

Gott, wie gute Menschen hast Du mir ge­schenkt. – Von daheim kam gestern Post. Sie sind in Gott getrost! Das war meine ärgste Sorge.

Gott, wie erhaben, mächtig wundertätig und groß bist Du, Du meine Liebe, ich danke Dir!

 

Christus, Dir mein Leben ohne Vorbehalt. Was Du mit mir machst, Du allein sollst es bestimmen. Fiat [Es geschehe]!

 

Ad te, Domine, levavi ani­mam meam. Deus meus, in te confido [Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. Mein Gott, auf dich vertraue ich]![51] Abiciamus ergo opera tenebrarum, et induamur arma lu­cis [Darum laßt uns able­gen die Werke der Finsternis und anlegen die Waf­fen des Lichtes].[52] – Christus, Dir mein Leben ohne Vorbehalt. Was Du mit mir machst, Du allein sollst es bestimmen. Fiat [Es geschehe]!

 



[1]     17.2.1915 in Goch.

[2]     Diesem Eintrag entspricht ein Eintrag im Tagebuch Nr. 2, Seite 27: „Geöffnet am 10.6. (1.9.35)“ Diese Anmerkung ist wohl am 1.9.1935 nachgetragen worden. Dar­auf deutet die andere Schreibart und das andere Schreibgerät. Vom 1.9.1935 ist sonst keine Tagebuchnotiz erhalten.

      Christus - du bist meine Leidenschaft Heil! Ist wohl am 2.9.1935 nachgetragen worden.

[3]     Vgl. Jes 6,8.

[4]     Vgl. 1 Petr 5,8.

[5]     Mt 17,20 u. ö.

[6]     Vgl. Lk 2,14.

[7]     Mk 3,17.

[8]     Vermutlich von Karl Leisner selbst verfaßt.

[9]     Datum des Eintrags.

[10]    3. Strophe der Sequenz des Pfingstsonntags.

[11]    Im Anklang an den Spruch vor der Kommunionausteilung.

[12]    Im Anklang an den Spruch vor der Kommunionausteilung.

[13]   

[14]    Generalsekretär

[15]    Ps 51/52,4.7.

[16]    1. Meerstern, ich dich grüße! O Maria hilf! Got­tesmutter, süße! O Maria hilf! Maria, hilf uns al­len aus unsrer tiefen Not!

2. Rose ohne Dornen. Du von Gott Erkorne.

3. Lilie ohnegleichen, der die Engel weichen!

4. Du Quell aller Freuden, Trösterin in Leiden!

5. Hoch auf deinem Throne, aller Jungfrau Krone!

6. Gib ein reines Leben, sichere Reif´ daneben!

7. Dich als Mutter zeige, gnädig uns zuneige!

8. Hilf uns Christum flehen, fröhlich vor ihm ste­hen!

[17]    Vgl. Mt 10,39 u. ö.

[18]    Aus der Pfingstsequenz.

[19]    Karl Leisner meint Elisabeth Ruby und sich.

[20]    Zweite Strophe des früheren Komplet-Hymnus.

[21]    Lk 10,42.

[22]    Joh 17,11.

[23]    Zweite Strophe des Pfingsthymnus „Veni sancte Spiritus“.

[24]    Vgl. Mt 23,8.

[25]    Ps 15/16,5.

[26]    Ruf aus der Herz-Jesu-Litanei.

[27]    Vgl. Jes 6,8.

[28]    Vgl. Gal 2,11-4,7; Röm 1,17.

[29]    Vgl. Eph 6,14.

[30]    Aus dem Gloria der Messe.

[31]    Erster Teil vgl. Lk 1,49; Magnifikat.

[32]    Aus der ersten Strophe des Weihnachtsliedes: Zu Betlehem geboren ist uns ein Kindelein. Das habe ich auserkoren, sei eigen will ich sein. Eja, eja, sein eigen will ich sein. Siehe Gotteslob Nr. 140.

[33]    Aus dem Stufengebet der Eucharistiefeier.

[34]    Erste Worte des Gebetes bei der Darbringen des Brotes in der Eucharistiefeier.

[35]    Theresia von Avila. Diese Zeilen stehen im Kalender als Wochenlosung. Dazu hat Karl Leisner handschrfitlich angefügt „Todo es nada, Dios solo basta!

[36]          Magnificatantiphon zum Fronleichnamsfest.

[37]    Aus dem Exultet der Osternacht.

[38]    Vgl. Ps 30/31,6; Lk 23,46.

[39]    Kapitel 54 und 55 haben in der Bibel die Überschrift: Die Verheißung des Glücks im neuen Zion.

[40]    Ps 26/27,1.

[41]    Der heilige Kirchenlehrer Johannes Chrysostomus (344/354-407) empfing 369 die Taufe, wurde Mönch in einem Kloster in der Nähe von Antiochia, zog sich aber nach vier Jahren zu einem strengen Einsiedlerleben zurück.

[42]    Vgl. 42, 6.12.

[43]    Wahl Adolf Hitlers zum Reichskanzler.

[44]    Siehe 1.5.1934.

[45]          Abschlußstrophe der Hymnen in der Osterzeit.

[46]    Vgl. Ez 11,19.

[47]    Vgl. Apg 17,28.

[48]    Vgl. Mt 6,10.

[49]    Aus dem Gloria der Messe.

[50]    Karl Leisner zitiert die Psalmen nach dem Vulgatatext (lateinische Bibelfassung aus dem Jahr 380/90), wie man ihn auch im lateinischen Brevier damals betete. Nach 1945 wurde im Brevier die Übersetzung der Psalmen verwendet, die Papst Pius XII. am 24.3.1945 approbiert hatte; man nannte sie „Pianum“.

Bei obigem Zitat aus Ps 18/19,13b.14a hat Karl Leisner „Domine - Herr“ eingefügt.

[51]    Ps 24/25,1f.

[52]    Röm 13,12b.