Karl Leisner in der Pax Christi Kirche in Essen

img_1052Die Pax Christi Kirche dient als Gedenkstätte besonders der Verkündigung von Frieden und Versöhnung. Sie wurde in der Zeit von 1950 bis 1959 erbaut.

Ein ungewöhnliches Gotteshaus – diese Pax Christi Kirche. Eine Kirche, die wie viele andere Pax-Christi-Kirchen Deutschlands dem Frieden gewidmet ist und sich doch von ihnen allen unterscheidet. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr über sie – ihre Grundidee und ihre von dieser Idee getragenen künstlerischen Ausstattung. Ihre Konzeption – entwickelt vom ersten Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde Pax Christi, Dr. Karl Johannes Heyer – macht diese Kirche zu einer Ausnahmeerscheinung unter den Kirchen dieser Welt.[1]

[1] URL http://www.pax-christi-kirche-essen.de/ – 22.9.2017

Der „Arbeitskreis Bernhard Poether“ in Münster-Hiltrup entdeckte den Namen des KZ-Priesters Bernhard Poether[1] in der Pax Christi Kirche in Essen, als die Mitglieder des Kreises auf dem Weg nach Bottrop, dem Ort der Verhaftung Bernhard Poethers in Essen Station machten. Dabei stießen sie auch auf den Namen Karl Leisner. Michael Grottendieck berichtete am 30. August 2016 darüber in den Westfälischen Nachrichten und in der Münsterschen Zeitung.

[1] Bernhard Poether (* 1.1.1906 in Datteln, † 5.8.1942 im KZ Dachau) – Besuch der Volksschule in Hiltrup 1912–1916 – Abitur am Gymnasium Paulinum in Münster – Eintritt ins Collegium Borromaeum in Münster Ostern 1927 – Priester­weihe 17.12.1932 in Münster – Kaplan in Gel­senkirchen-Buer 16.3.1933 bis 1934 – Beurlaubung zwecks Stu­diums der polnischen u. russischen Sprache nach Krakau/Kraków/PL 1934–1936 – Kaplan in Glad­beck Herz Jesu mit dem Auftrag der besonderen Seelsorge an den zahlreichen dort lebenden polnischen Katholiken Juli 1936–1939 – Kaplan in Bottrop St. Josef 11.4.1939 – Verhaf­tung durch die Gestapo 22.9.1939 – Er kam wegen Polenseelsorge am 19.3.1940 ins KZ Sachsenhausen und am 18.4.1941 ins KZ Dachau. Dort bekam er die Häftlings-Nr. 24479. Seine Urne wurde zunächst auf dem Alten Friedhof Hiltrup beigesetzt. 1984 er­folg­te die Umbettung in den Seitenaltar der dortigen Kirche St. Clemens. Dem Arbeitskreis Bernhard Poether in Münster-Hiltrup ist es ein besonderes Anliegen, das Andenken an den Martyrer zu bewahren.

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[1] Bernhard Poether (* 1.1.1906 in Datteln, † 5.8.1942 im KZ Dachau) – Besuch der Volksschule in Hiltrup 1912–1916 – Abitur am Gymnasium Paulinum in Münster – Eintritt ins Collegium Borromaeum in Münster Ostern 1927 – Priester­weihe 17.12.1932 in Münster – Kaplan in Gel­senkirchen-Buer 16.3.1933 bis 1934 – Beurlaubung zwecks Stu­diums der polnischen u. russischen Sprache nach Krakau/Kraków/PL 1934–1936 – Kaplan in Glad­beck Herz Jesu mit dem Auftrag der besonderen Seelsorge an den dort zahlreich lebenden polnischen Katholiken Juli 1936–1939 – Kaplan in Bottrop St. Josef 11.4.1939 – Verhaf­tung durch die Gestapo 22.9.1939 – Er kam wegen Polenseelsorge am 19.3.1940 ins KZ Sachsenhausen und am 18.4.1941 ins KZ Dachau. Dort bekam er die Häftlings-Nr. 24479. Seine Urne wurde zunächst auf dem Alten Friedhof Hiltrup beigesetzt. 1984 er­folg­te die Umbettung in den Seitenaltar der dortigen Kirche St. Clemens. Dem Arbeitskreis Bernhard Poether in Münster-Hiltrup ist es ein besonderes Anliegen, das Andenken an den Martyrer zu bewahren.

Pax-Christi-Kirche Essen – Foto Martin Dautzenberg

Pax-Christi-Kirche Essen – Foto Martin Dautzenberg

Karl Leisners Name befindet sich unter den über 1.300 Opfern von Gewalt, unabhängig von Volk, Kultur, Sprache oder Bekenntnis.

 

 

 

Pax-Christi-Kirche Essen – Foto Martin Dautzenberg

Pax-Christi-Kirche Essen – Foto Martin Dautzenberg

Zur Pax Christi Kirche in Essen haben wir als Friedensbewegung im Bistum Essen eine besondere Beziehung. In dieser Kirche feiern wir mit der Gemeinde unsere thematischen Gottesdienste FRIEDEN(S)gestalten.
Ganz am Anfang stand ein Versprechen: die Namen von Freunden, die im Krieg getötet worden waren, nicht zu vergessen – und auf diese Art dem Frieden zu die­nen. Mit Gründung einer kleinen katholischen Gemeinde namens Sankt Albertus Magnus im Jahre 1949 fand diese Idee konkrete Gestalt: schwarz auf weiß wurden Namen von Menschen festgehalten, die an den Fronten und beim Bombenkrieg im Ruhrgebiet ums Leben gekommen waren. Und mit dem Bau einer Kirche begann man, diese Namen auf den Boden zu schreiben. 1968 erhielt die Kirche den Titel „Jesus Christus Princeps Pacis“, kurz „Pax-Christi“.[1]

[1] URL http://essen.paxchristi.de/page/view/5814239499386880/Die%20Pax%20Christi%20Kirche%20in%20Essen

Siehe auch Link zu kirchevorort.de

Impressionen zur Pax Christi Kirche

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Nicht ausgewiesene Fotos Gabriele Latzel