Karl Leisner & Georg Elser – neues Elser-Denkmal in Berlin

Karl Leisner und Georg Elser sind sich nie begegnet, obwohl beide nach dem Attentat von Georg Elser am 8. November 1939 im Bürgerbräukeller in München auf Adolf Hitler verhaftet wurden und in den KZ Sachsenhausen und Dachau lebten. Karl Leisner hatte bedauert, daß Adolf Hitler bei dem Attentat nicht zu Tode gekommen war.

FAZ vom 9. November 2011:

Erleuchteter Widerstand

Denkmal für Georg Elser, der Hitler töten wollte

Ob tatsächlich jeder, der Georg Elser kennt, ihn in dieser „Denkzeichen“ genannten Skulptur am Berliner Wilhelmstraßenrand erkennen würde, wie es deren Schöpfer Ulrich Klages glaubt, sei dahingestellt. Seit Jahren hatte vor allem Rolf Hochhuth darum gekämpft, den Widerständler auch ins Licht der hauptstädtischen Öffentlichkeit zu rücken. Das ist nun geschafft. Der Schreiner aus Königsbronn hatte am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller versucht, Adolf Hitler mit einer Bombe zu töten. Das Attentat misslang, weil Hitler das Haus früher als erwartet verließ. Acht Menschen kamen dabei ums Leben, was unter anderem dazu führte, dass dem eigensinnigen Einzelkämpfer Georg Elser lange jede Würdigung verwehrt blieb. Elser wurde in Konzentrationslager deportiert und 1945 ermordet.

Vierzig Jahre wurde in München über Georg Elser und seine Tat gestritten, bis sich die Stadt zu einer Ehrung durchrang: An einer Grundschule in der Maxvorstadt leuchtet dort nun jeden Abend um 21.20 Uhr – dem Zeitpunkt der Explosion – ein roter Neon-Schriftzug auf. Am Spreeufer im Berliner Regierungsviertel wiederum steht eine schlichte Büste des Hitlerattentäters, neben Thomas Mann, Walther Rathenau und Albrecht Haushofer. Und auch Elsers Geburtsort erinnert seit 2010 an ihn mit einem Denkmal aus Stahl. Es ist 2,10 Meter hoch und steht am Bahnhof der bayerischen Kleinstadt. Das alles, hatte Hochhuth zu Protokoll gegeben, werde dem Helden nicht gerecht. Die Berliner Skulptur ist siebzehn Meter hoch, ein Stahlband mit Lichterkette, das Profil Elsers skizzierend. Die Silhouette, so wollen es die Initiatoren verstanden sehen, soll sich in der Nähe des einstigen Führerbunkers „über den Ort der Täter erheben“.

siehe auch:

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hitler-attentaeter-georg-elser-denkmal-fuer-einen-tragischen-helden-1.1183383

2041998-1721038-denkmal-fuer-hitlerattentaeter-elser-wir.html

2041416-1355138.gallery.html?page=1

berlindenkmal.htm

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