Karl Leisner und PAX-Christi

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Die Wurzeln der PAX Christi Bewegung liegen in Aktivitäten katholischer Laien 1944 in Frankreich im Umfeld der Résistance. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelte sich im Rahmen unterschiedlicher Initiativen der internationale Charakter der Bewegung. Als Brückenbauer des Friedens gilt der damalige Bischof von Montauban Pierre Marie Théas[1]. Bei der Eröffnung des ersten PAX-Christi-Kongresses auf deutschem Boden 1948 in Kevelaer sagte er: „Ich begrüße das ganze Deutschland und bringe ihm den Bruderkuß des christlichen Frankreichs, einen Kuß, der Verzeihung gewährt und solche sucht, das heißt: den Kuß der Versöhnung“.
Am 3. April 1948 wurde in Kevelaer formell auch die deutsche Organisation von PAX-Christi gegründet. Das internationale Sekretariat hat seinen Sitz in Brüssel.

[1]    Bischof Pierre-Marie Théas (* 14.9.1894 in Barzun/Pyrénées-Atlantiques/F, † 3.4.1977) – Priesterweihe 26.9.1920 – Bischofsweihe zum Bischof für das Bistum Montauban/Tarn-et-Garonne/F 3.10.1940 – Bischof von Tarbes und Lourdes/Hautes-Pyrénées/F 1947–1970 – Ver­leihung des Titels „Gerechter unter den Völkern“ 8.7.1969

Im Nachlaß von Karl Leisners Bruder Willi fand sich ein undatierter Artikel von 1958 mit der Überschrift „Martyrerwallfahrt“. Der Name der Zeitung, aus der die Seite stammt, ist nirgends vermerkt. Im Rahmen des PAX-Christi-Kongresses in Kevelaer erinnerten vier Gruppen aus Krefeld am Grab des hl. Viktor in der Krypta des Xantener Domes an Glaubenszeugen unserer Zeit. Eine weitere Pilgergruppe aus Kleve gedachte Karl Leisners, der damals noch in Kleve beerdigt lag, ehe er 1966 nach Xanten umgebettet wurde.

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PAX-Christi war wesentlich daran beteiligt, daß 1966 in der erweiterten Krypta des Xantener Domes neuzeitliche Martyrer beigesetzt wurden.

Siehe auch Aktuelles vom 3. September 2016