Karl Leisner und seine Lieder (3)

 

Karl Leisner mit seiner Schwester Maria 1937 im Allgäu

 

 

 

 

 

Die Jugendbewegung und ihre Lieder

Quelle des Fotos: Wikimedia Commons / Urheber: Neitram / CC BY-SA 3.0 (abgerufen 06.06.2017)

Der Name Wandervogel[1] bringt bereits zum Ausdruck, daß die Lieder der Jugendbewegung vor allem Wanderlieder waren. Man ging „auf Fahrt“, nicht um sich fortzubewegen, sondern um Neues zu erfahren. Die Jugendbewegung unterschied zwischen Spaziergang, Tour und Fahrt. Zur Fahrt ge­hörten Torni­ster (Affe), Zeltbahnen, Klampfe, Decke, Schlafsack, Kultur­beutel, Banner und Wimpel.
Die Inhalte des Liedgutes sind durch die für die Jugendbewegung typischen Erlebnisinhalte und die Geschichte der Jugendbewegung geprägt. Sie umfassen alles, was für das gemeinsame „auf Fahrt gehen“ typisch ist, wie Naturerleben, gemeinsames Wandern und das Singen selbst.
Außer­dem gibt es Lieder über Bevölkerungsgruppen, die eine Lebensweise haben, die an das Fahrtenleben erinnert: Wanderburschen, Landsknechte und Soldaten.
Um 1900 entdeckte die Wandervogelbewegung das Volkslied neu. Hans Breuer (1883–1918) veröffentlichte das Liedgut der Jugendbewegung in seinem Liederbuch „Der Zupfgeigenhansl“. 1913 erschien die 10. und endgültige Auflage dieses Werkes, das bis 1933 in einer Auflage von weit über einer Million Exemplaren gedruckt und verbreitet wurde.

[1] Der Wandervogel war die erste Gruppenbildung in der deutschen Jugendbewegung. Er entstand 1896 aus einer Schülerwandergruppe am Berlin-Steglitzer Gym­­na­sium und wurde 1901 formell gegründet.

Die Jugendbewegung und ihre Instrumente

Saiteninstrumente
Das Singen unterstützten Saiteninstrumente wie Laute, Gitarre, früher auch Klampfe genannt, Fiedel und Geige.
Die Gitarrenlaute ist ein Zupfinstrument aus der Familie der Schalenhalslauten. Weitere Bezeichnungen für dieses Instrument sind Wandervogel­laute, Lautengitarre, Zupfgeige oder deutsche Laute, abwertend auch Bastardlaute.[1]

[1] s. URL http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrtenlied – 29.8.2016

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Tagebucheinträge

Karl Leisner 1935 für einen Vortrag:
Eine ständig anstei­gende Welle der Freude und des Lebens geht durch das deutsche Land. Über­all tau­chen die Gruppen auf mit ih­ren Fahnen und Wimpeln, mit Geigen, Flöten und Zupfgeigen: Die bun­ten Kittel der Buben, die leuchtend frischen Kleider der Mädchen.

Wenn Karl Leisner trampen wollte, stellte er sich an den Straßenrand und spielte Gitarre. So hatte er keine Schwierigkeiten, mitgenommen zu werden.

Aus dem Bericht von Karl Leisners Vetter Willi Väth über die Fahrt nach Alpseewies im Juli-August 1938:
Am nächsten Morgen gings weiter mit dem Tagesziel Karlsruhe. Karl trampte zuerst, und bei dieser Gelegenheit hatte ich Muße zu bewundern, wie er es machte, ein Auto anzuhalten. Karl stand also an der Straße, vor sich sein Gepäck, die Klampfe über der Schulter und sang. Und es dau­erte gar nicht lange, ca. 5 bis 10 Minuten, da winkte der erste Autofahrer, und wenn es ein entsprechender Wagen war, winkte Karl zurück und prompt hielt das Auto an. Seine frische und frohe Art, an der Straße zu stehen und zu singen, imponierte den Autofahrern, und ich habe mich mit Karl darüber unterhalten, und er bestätigte mir später, daß er kaum Schwierig­keiten je gehabt habe, Autos anzuhalten.

Die Gitarre begleitete Karl Leisner nicht nur auf Fahrten, wie zum Beispiel auf der Rügenfahrt 1929, sondern auch 1937 in den Arbeits­dienst und 1939 ins Lungensanatorium nach St. Blasien. 1941 ließ er sie sich sogar ins KZ Dachau schicken.

Schwester Goswina Döbele am 7. Mai 1974 an Familie Wilhelm Haas:
Karl beim Abschied [1937] in den Arbeitsdienst. Noch sehe ich ihn vor mir und höre ihn in heiligem Zorn sagen: „Die Kerls haben uns etwas angetan, auseinander haben sie uns gerissen – keiner darf mit dem andern ge­hen.“[1] Aber dann siegte sein köstlicher Humor, und mit einer Geste, die mir unvergeßlich bleibt: „Das macht uns ja nichts aus, wir nehmen un­sere Klampfe mit.“

[1] Im Arbeitsdienst wurden die einzelnen Gruppen bewußt so zusammengestellt, daß sich junge Männer aus allen Teilen Deutschlands, aller Bildungsschichten und Konfessionen zusammenfanden.

Karl Leisner im Reichsarbeitsdienst

Dienstag, 6. April 1937
Kameradschaftsabend. Ich singe zur Laute: „Mein Schätzlein …“.[1]

[1] Erste Strophe des Liedes „Das Ringlein“
1. Mein Schätzlein kommt von ferne, oho! Mein Schätzlein kommt von ferne, was wird er mir mitbringen? Oho, hm hm, oho, hm hm, oho!
2. Ein Ringlein überbogen, oho! Ein Ringlein überbogen, mit Lieb ist’s überzogen. Oho …
3. Das Ringlein ist von Golde, oho! Das Ringlein ist von Golde, hat meine Lieb’ im Solde. Oho …
4. Halt du das Ringlein feste, oho! Halt du das Ringlein feste, als wie der Baum die Äste! Oho …
5. Das Ringlein halt ich feste, oho! Das Ringlein halt ich feste bis zu dem letzten Reste. Oho …
(Worte u. Weise: Österreichisch-Schlesien, Graues Singeschiff 1934: 75)

Karl Leisner am 9. April 1937 an seine Familie:
Am Dienstag war Kamerad­schaftsabend. – Ganz nett! Wir haben allerlei kleine Talente so unter den 160 Mann. Ich hab’ zur Klampfe ein wenig gesungen.

Dienstag, 13. April 1937
Am Abend (es kann auch morgen oder übermorgen gewesen sein) hal­ten die andern „Saufabend“. Franz S. [Schöndorf], Walter Fl. [Flämig] und ich – uns wird’s zu doof – wir schlei­chen uns hinter die Kammer mit Klampfe und Schiffer­klavier.[1] – Mondnacht – Jugend­erinnerun­gen. Unser Ideal – Freundschaft – Singen: Das feinste Erlebnis! Wir drei haben uns beglückt ge­funden.

[1] Ein weiterer Arbeitsmann aus einem anderen Trupp spielte das Schifferklavier.
(Auskunft von Walter Flämig am 25.5.2008 im Gespräch mit Hans-Karl Seeger)

Samstag, 1. Mai 1937
Morgenkaf­fee nach Festtagsart. Dann frei. Ich singe Früh­lings-, Morgen- und Wanderlieder zur Klampfe.
[…]
Wir marschieren und singen durch das Städtchen. Heiho! Es schallt über den Markt. „Heute wollen wir das Ränzlein schnüren!”[1] – Hei Jungs, wir fahren in die Moore, hei Jungs, wir fahren an die Ems!![2]
[…]
Um 18.15 Uhr in Hu­bertusburg. Pfr. G. [Pfarrer Max Gewinner] noch in Oschatz. Herz­licher, selbstverständlicher Empfang. Singen im Garten mit zwei ju­gendbewegten Mädchen [Maria Cerman und Agnes Leder­müller[3]]. Zwei Schwe­stern [Borromäerinnen] hören zu. Früh­lings- und Minne­lieder.

[1] 1. Heute wollen wir das Ränzlein schnüren, laden Lust und Frohsinn mit hinein. Golden scheint die Sonne uns zur Freude, lockend tönt der Amsel Ruf im Hain. Jauchzt die Fiedel, singt ein Liedel, laßt die Sorgen all zu Haus, vallera; denn wir wandern, denn wir wandern, denn wir wandern in die Welt hinaus.
2. Haben wir des Berges Höhn erklommen, rufen lachend wir ins Tal zurück: Lebet wohl, ihr engen, staub’gen Gassen, heute lacht uns der Scholaren Glück! Zupft die Fiedel …
3. Unser ist des heil’gen Waldes Dunkel und der blüh’nden Heide Scharlachkleid und des Kornes wogendes Gefunkel, alles Blühn und Werden weit und breit! Zupft die Fiedel …
(aus Brandenburg, Worte: unbekannt, Weise: Reinhold Schaad (1884–1946), Am Scheidewege 1930: 103 mit Noten)
[2] vermutlich in Anlehnung an den Liedrefrain von:

Aus grauer Städte Mauern ziehn wir durch Wald und Feld.
1. Aus grauer Städte Mauern ziehn wir in Wald und Feld. Was bleibt, das mag versauern, wir fahren in die Welt. Halli, hallo, wir fahren, wir fahren in die Welt.
2. Der Wald ist unsere Liebe, der Himmel unser Zelt. Ob heiter oder trübe, wir fahren in die Welt.
3. Ein Heil dem deutschen Walde, zu dem wir uns gesellt. Hell klingt’s durch Berg und Halde, wir fahren in die Welt.
3. Die Sommervögel ziehen wohl über Wald und Feld. Jetzt heißt es Abschied nehmen, wir fahren in die Welt.
(Worte: Hans Riedel, Weise: Robert Götz)
Das Wort „Ems“, an der Karl Leisner vielfach mit seiner Jugendgruppe gezeltet hat, ruft Jugenderinnerun­gen hervor. Er freut sich auf die Verlegung des Arbeitslagers im Mai an die Ems.
[3] Die damaligen Anschriften hat Karl Leisner in sein Tagebuch eingetragen:
Maria Cerman, Dresden A1, Kleine Plauenschegasse 3 I.
Agnes Ledermüller, Dresden, Pohlandstr. 13.
(Hubertus­burg 1. u. 2.V.37 + Pfingsten 37 in Dresden).

Dienstag, 25. Mai 1937
Von 11.30 bis 12.30 Uhr schwer heiß. – Klampfe da. Viva la musica!

Freitag, 4. Juni 1937
Nach dem Abendbrot ei­nige feine Liedchen zur Gitarre.

Dienstag, 8. Juni 1937
Bis 10.30 Uhr Englisch und zur Klampfe ge­sungen. Dann gepennt.

Sonntag, 8. August 1937
11.00 Uhr an der Vechte. Zu Familie Mesag um Milch gefragt – Brot und Schnecken[Gebäck] dazu. Fein unterhalten, gesungen zur Klampfe, von der Romfahrt [22.5–8.6.1936] erzählt.
[…]
Wir drei [Walter Flämig, Jupp Kemper und Karl Leisner] erobern uns „can­tando“ [singend] ein pfundiges Abendbrot in Tin­holt. (Milch c. [cum – mit] Butterbrot c. Leber­wurst!) So!

Sonntag, 19. September 1937
Abends 19.00 Uhr zu­rück. Mit Rusch, Gerd in der großen Re­vierstube gesungen, ge­klampft; Bohnenkaffee gekocht. Tofte! Zigaretten geraucht. So richtig entspannt.

Donnerstag, 26. August 1937
Mit frischem Lied in den Morgen am Kanal ent­lang.

Karl Leisner im KZ Dachau

Ab 5. Juni 1939 befand sich Karl Leisner zur Ausheilung seiner Tbc im Fürstabt-Gerbert-Haus in St. Blasien. Nach seiner Verhaftung am 9. November 1939 im Zusammenhang mit dem Attentat von Georg Elser auf Adolf Hitler vermutete Karl Leisner, man habe seine Gitarre von St. Blasien nach Kleve geschickt.[1] Sie war aber auf dem Weg dorthin verlorengegangen. Ins KZ Dachau schickte man ihm die Gitarre seines Bruders Willi.

 

[1] Karl Leisner am 17.3.1940 aus dem KZ Sachsenhausen an seine Familie:
Meine Sachen von Mannheim werdet Ihr ja erhalten haben. Ebenso meine Koffer aus Freiburg und St. Blasien.

Karl Leisner am 9. März 1941 aus Dachau an seine Familie:
Auch meine Gitarre mit [dem Liederbuch Der] Spiel­mann[1] […] könntet Ihr senden (mit Ersatzsaiten).

[1] Klemens Neumann, Der Spielmann, Liederbuch für Jugend und Volk, Mainz, Erstausgabe im Juli 1914, 31920 (umgearbeitete Auflage der Quickbornlieder), 51924, 91932, 101947

Karl Leisner am 16. März 1941 aus Dachau an seine Familie:
Ich möchte Euch herzlich bitten, mir baldmög­lichst meine Gitarre mit Futteral und zwei Paar Stahlersatzsaiten hierher zu senden. Dazu als Lie­der­bücher den „[Der] Spielmann“ von Klemens Neumann und „Lieder des Volkes“ von Adolf Lohmann.[1] Es ist jetzt herrlicher Frühling drau­ßen, da treibt’s einen zu musizieren und zu singen in den Freistunden, die man hat.

[1] Lieder des Volkes, Erbe und Aussaat – Niederrheinischer Liederschatz, Wupper­tal 61936, von Theo Jung/Adolf Lohmann/Heinrich Weitkamp

Karl Leisner am 21. März 1941 aus Dachau an seine Familie:
Auf die Klampfe freu’ ich mich. Das wird ein Sin­gen.

Karl Leisner am 6. April 1941 aus Dachau an seine Familie:
Die Gitarre macht uns allen seit 10 Tagen Freude.[1]

[1] Wilhelm Haas:
[Karl Leisner] hat mit dem umfangreichen Liedgut, über das er verfügte, vielen Mitge­fangenen Freude gemacht. Wie mir berichtet wurde, hätten selbst SS-Leute zugehört.
(Seligsprechungsprozeß: 1066)

Karl Leisner am 18. Oktober 1941 aus Dachau an seine Familie:
Heut’ abend klamp­fen und singen wir. Heiho!

Karl Leisner am 13. November 1943 aus dem Krankenrevier im KZ Dachau an seine Familie:
Meine Klampfe erfreut die Kameraden. Ich spiele zur Zeit selbst allerdings nicht.

Vermutlich hat Karl Leisner seinem Mithäftling und Freund Pater Otto Pies SJ erklärt, wie es möglich war, die Gitarre ins KZ zu bekommen.

P. Otto Pies SJ:
Karl hatte trotz der bestehenden Verbote seine Klampfe nach Sachsen­hausen [Dachau] ins KZ schicken lassen. Es ist ihm gelungen, sie durch die ver­schiedenen Untersuchungsstellen durchzuschleusen und sie gut nach Da­chau zu bringen. Dort war sie mit den ab­genommenen Privat­sachen in dem sogenannten Schubraum aufbewahrt. Die Klampfe mußte heraus. Und wirklich, es gelang ihm. Ein wenig Freund­lichkeit und ein paar Ziga­retten für den Häft­lings­kameraden im Schubraum, und eines Tages war die Klampfe da. Für wenige andere hätte der Kamerad im Schub­raum es gewagt, gegen seine Dienstanweisung die Klampfe herauszuge­ben. Karls Bitte und seinem spitzbübischen Lachen konnte er nicht wi­derstehen. Und Karl erhielt seine Klampfe. Nun gab es frohe Stunden. Des Abends nach der Arbeit und dem Appell holte er seine Klampfe aus dem Versteck hinter dem Bett und begann zu spielen und zu singen. Bald sammelte sich um ihn ein Kreis von Kameraden und ein lustiger Sänger­abend hob an. Alle alten, schönen Lieder aus der Jugend, von Heim­abenden, von Ferienlagern, von Fahrten erklangen wieder. In diesen Stunden vergaßen alle, wo sie waren, und Frohsinn wurde im Herzen wach. Man glaubte wieder an das Leben und hoffte auf die Seinen. Wer sich am meisten freute, war Karl, weil er seinen Mitbrüdern und Kame­raden mit seiner Klampfe eine frohe Stunde bereiten konnte.
Dieses freundliche und sonnige Wesen hat ihm selbst viel Freunde erworben. Er war im Block 26 im Kreise seiner priester­lichen Kamera­den, ja bei vielen Mitgefangenen in anderen La­ger­baracken sehr beliebt. Jeder freute sich darüber, mit ihm zusammenzusein; denn immer strahlte etwas Sonniges und Ermuti­gendes von Karl aus, so daß man die schwe­ren Sorgen und Entbehrungen nicht mehr so empfand und etwas von der Un­be­schwertheit Karls in sich aufnahm. Oft staunten die anderen dar­über, wie er es fertig brachte, so bubenhaft fröhlich und fast übermütig sorglos leben zu können, wo die anderen, bedrückt und bedrängt, unter dem Le­ben und sich selbst litten. – Vor allem zeigte sich Karls Beliebtheit, als er selbst wieder krank wurde. Da fand er sehr viel Teilnahme an seinem harten Los. Überall im Lager wußte man von ihm, und ein jeder, der ihn kannte, wollte ihm helfen und ein wenig Freundlichkeit und Anhänglichkeit zei­gen. Man sprach untereinander oft von ihm. Und wenn vom Kran­ken­bau gemeldet wurde, daß sein Gesundheitszustand wieder sich ver­schlechtert habe, dann wurde gesammelt, gespendet, ge­betet. Die prie­sterliche Gemein­schaft hat an einem Kranken wohl nie solchen Anteil ge­nommen wie an Karl.[1]

[1] Otto Pies, Stephanus heute, Karl Leisner, Prie­ster und Opfer, Kevelaer 11950: 135f.

KZ-Priester Hermann Dümig:
Darum habe ich sowohl im Gefängnis wie im KZ Freude und Lebensmut ge­schöpft, indem ich Liedtexte laut oder leise singend, summend oder nur sin­nierend vor meinem Geiste vorüberziehen ließ und tue es auch heute noch im Alter bei Tag und Nacht. Obwohl in keiner Weise ein Virtuos, ließ ich so­gar meine Zither ins Gefängnis und ins KZ kommen.[1]

[1] Text im Karmel von Dachau

Frankfurter Allgemeine Zeitung:
Der aus Wien stammende Komponist und Dirigent Herbert Zipper [1904–1997] gründete im KZ Dachau ein geheimes Orchester und komponierte mit einem Freund den „Song of Dachau“[1]. Zipper wurde 1938 verhaftet und nach Dachau ge­bracht. Dort bauten er und andere Häftlinge provisorische Instrumente und spielten heimlich vor Mithäftlingen, ohne von den Wachmannschaften ent­deckt zu werden. Sein Vater kaufte ihn 1939 frei, er starb 1997 in Kalifor­nien.[2]

[1] s. URL https://www.scrapbookpages.com/DachauScrapbook/KZDachau/DachauSong.html – 06.06.2017
[2]  F.A.Z. vom 25.4.1997

Quelle der nicht ausgewiesenen Fotos: Karl-Leisner-Archiv