Karl Leisner und seine Spiele (28)

Sechsundsechzig (66)

Für [das Kartenspiel] Sechsundsechzig benötigt man ein 32er Blatt aus dem die Siebenen und Achten herausgenommen werden. Zwei Spieler können teilnehmen. Die Karten haben folgende Werte: As 11, Zehn 10, König 4, Dame 3, Bube 2, Neun 0. Selbiges ist auch die Reihenfolge der Karten von oben nach unten. Der Geber gibt zweimal drei Karten pro Spieler, deckt die dreizehnte auf, um die Trumpffarbe zu bestimmen und legt dann den ver­deckten Stapel quer über die Trumpfkarte. Vorhand spielt eine beliebige Karte aus. Der Geber gibt eine beliebige zu. Der Stich gehört dem, der die höhere Karte in der ausge­spielten Farbe oder Trumpf gespielt hat. Farbe muß aber nicht bedient werden. Anschlie­ßend nehmen sich die Spieler jeweils eine neue Karte vom Stapel. Der, welcher den Stich machte, zuerst; er ist auch derjenige, der die nächste Karte ausspielt. Nach dem sechsten Stich ist der Talon [Stapel] aufgebraucht, und es muß Farbe be­dient werden. Ist bedienen nicht möglich, muß man eine Trumpfkarte spielen. Wer den letzten Stich macht, bekommt noch mal zehn Punkte extra. Es sind also insgesamt 130 Punkte möglich. Folglich braucht man 66 Augen um zu gewinnen (URL http://www.kartenspiele.net/spiele/66.htm – 25.4. 2013).

Quelle des Fotos: Wikimedia Commons / gemeinfrei (abgerufen 14.04.2017)

Laut Überlieferung entstand 1652 das Kartenspiel „66“ in Paderborn, Am Eckkamp 66, heute Kamp 17.

Quelle der Fotos: Gabriele Latzel

Dienstag, 6. August 1929
Von dort um 14.30 Uhr Abfahrt nach Hamburg. (Auf der Fahrt dorthin spielten wir oft mit vier Mann „66“.)

Donnerstag, 8. August 1929
Nun gings in Eilmärschen zum Bahn­hof. Von dort fuh­ren wir um 17.00 Uhr durch Mecklenburg nach Stralsund. Mit vier Mann spielten wir oft „66“.

Freitag, 23. August 1929
Um 24.00 Uhr fuhren wir nun mit dem Nachtzug (22.8./23.8.) [von Ber­lin über CharlottenburgSpandauRathenowStendalLehrteHanno­verBücke­­­­­burgMindenPorta WestfalicaBad OeynhausenLöhne] dem „Hei­mat­lan­de“ zu. Von 24.00 bis 2.00 Uhr spielten wir „66“.

Sonntag, 29. Dezember 1929
Ge­gen 11.30 Uhr langten wir bei den Tanten [Maria und Julchen] in Goch an. – Nach dem Essen spielte ich mit Papa und Tante Maria „66“ […] und anderes.

Freitag, 2. April 1937
Bis 22.00 Uhr Dreimännerskat.[1] (Lockerer sein beim Spielen!)
[1] Willi Väth am 22.5.1998 im Gespräch mit Hans-Karl Seeger:
Mein Vater [Balthasar Väth], Karl und ich spielten wohl eher „Sechsund­sech­zig (66)“; denn damals konnte ich noch nicht Skat spielen.