Karl Leisner und Theodor van Aaken

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Theodor (Theo) van Aaken (* 13.8.1913 in Uedem, † 21.7.1973) – Eintritt ins Collegium Borromaeum in Münster 1.5.1932 – Priesterweihe 18.12.1937 in Münster – Kaplan in Liesborn 1938 bis zum Militärdienst 1940 – Pfarrer in Asper­den 1959–1973

 

 

Werner Stalder berichtete in der Rheinischen Post vom 22. Januar 2016 in der Serie „Unsere Seelsorger – Ein Priester, der mit anpackte“ über Pfarrer Theodor van Aaken.

siehe Link  zur RP-Online vom 22. Januar 2016

Karl Leisner hat Theodor van Aaken vermutlich erst in Münster kennengelernt. Dort hat er einige Begegnungen mit ihm im Tagebuch festgehalten.

Münster, Freitag, 15. Juni 1934
Mit Theo van Aaken, [Jo­sef] Perau und Wem van Gemmeren suche ich im Anti­quariat Schöningh rum und bummele dann mit Wem v. G. wieder zum lieben „Kasten“ [Collegium Borromaeum] zurück.

Münster, Sonntag, 8. Juli 1934
Nach dem Essen mit Günther Os­lislo, Theo van Aaken und Max Terhorst zum DJK-Stadion [Koburg]. Dort schwimmen (Josef Scholten („Schuß“) kam per Rad nach!), – 10 Runden hinter­einander geschwommen! – Nachher Günther ins Wasser gestoßen. Schuß stößt Theo van Aaken mit Mappe, Brille und Hand­tuch rein. Allgemeines Gelächter!

Kleve, Samstag, 1. Januar 1938
Um 8.30 Uhr raus. Schwerer Kampf mit dem Kopfkissen. – 9.45 Uhr in Kep­peln zur Primiz von Gerd Rogmann. Das ganze Dorf feiert mit. Alles in Fest­schmuck. Echt! 10.00 Uhr [Primiz-]Amt. Theo van Aaken und Willi Grave levitieren [als Diakon und Subdiakon]. Fein! Der „lange“ Pastor [Karl Scholten[1]] predigt etwas laut, aber es ist echte Empörung darin über so man­ches. 12.30 Uhr wieder daheim.

[1]    Karl Scholten war vom 3.4.1930 bis zu seinem Tod am 31.8.1946 Pfarrer in Kep­peln.

Theodor van Aaken hat sich vergeblich bemüht, an Karl Leisners Beerdigung teilzunehmen.

Dienstag, 28. August 1945
Franz Demers aus Uedem an Familie Wilhelm Leisner in Kleve:
Liebe Familie Leisner!
Am Sonntag, den 19. August d. J. hörte ich zufällig von Fräu­lein Holthoff, die uns mit ihrer Mutter besuchte, daß Ihr Sohn und Bru­der Karl doch der Krankheit erlegen sei und Montagmorgen in Kleve begra­ben würde. Ich bin am Montagmorgen mit meinem Motorrad von hier nach Kleve gefah­ren, bekam aber einige hundert Meter hinter dem Lind­chen einen Platten, so daß ich meine Absicht leider nicht durchfüh­ren konnte. Kaplan Theo van Aaken, zur Zeit Liesborn[1], der gerade in diesen Tagen hier war, war mit dem Rad nach Weeze gefahren und hat dann dort den Zug benutzt, der aber erst um 11.00 Uhr in Kleve einlief. Auch er kam zu­rück, ohne seine Absicht ausgeführt zu haben.
[…]
In herzlicher Teilnahme Ihr Kaplan Demers

[1]    Theo van Aaken war von 1938 bis zum Militärdienst 1940 in Liesborn tätig.

Theodor van Aakens plötzli­cher Tod am 23. Juli 1973 war der konkrete Auslöser für die Gründung eines „Freundeskreises Karl Leisner“ am 6. November 1973, aus dem am 3. Oktober 1975 der IKLK hervor­ging.

siehe Aktuelles vom 6. November 2013