Karl Leisner und Wolfgang Amadeus Mozart

MozartWolfgang Amadeus Mozart (* 27.1.1756 in Salzburg/A, † 5.12.1791 in Wien) – Kompo­nist der Wiener Klassik – Er schrieb 19 Messen, darunter die Messe in c-moll KV 427 und die Krönungsmesse KV 317, die vermutlich zu Ostern 1779 im Salzburger Dom urauf­ge­führt wurde, und komponierte die Oper „Die Zauberflöte“ KV 620. Obwohl die letzte Sympho­nie die Nr. 41 trägt, lassen sich tatsächlich ca. 60 aus seiner Feder nachweisen.

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Der vor 260 Jahren geborene Komponist Wolfgang Amadeus Mozart war für Karl Leisner kein Unbekannter, wenn er vermutlich auch nicht den von dem Theologen Karl Barth[1] stammenden Ausspruch kannte: „Ich bin nicht sicher, ob die Engel, wenn sie im Lobe Gottes begriffen sind, gerade Bach spielen. Ich bin aber sicher, daß sie, wenn sie unter sich sind, Mozart spielen und daß ihnen dann der liebe Gott besonders gerne zuhört.“[2]

[1]    Karl Barth, (* 10.5.1886 in Basel/CH, † 10.12.1968 ebd.) – Schweizer reformierter Theo­loge u. Mitbegründer der Bekennenden Kirche in Deutschland

[2]    URL http://www.lauterneues.de/index.php/termine/terminkalender/details/616-mozart-und-karl-barth – 1.2.2016

Tagebucheinträge

Kleve, Donnerstag, 22. März 1934
Und dann – das langersehnte „Mündliche“ am 22.3. – Ha – ha, was’n Glück.
[…]
Und dann abends – harmoni­scher Ausgleich und Ausklang der Span­nung des Tages: Sympho­niekonzert:  Mozart – Brahms[1].

[1]    Johannes Brahms (* 7.5.1833 in Hamburg, † 3.4.1897 in Wien) – Komponist – Er kompo­nierte u. a. 1868 „Ein deutsches Requiem“ op. 45 und 1883 die 3. Sym­phonie F-Dur, op. 90 (insgesamt vier Symphonien).

Kleve, Mittwoch, 25. Dezember 1935, Weihnachten
Um 11.00 Uhr Mozart-Hochamt[1] in der Unter­stadt­kirche – es befrie­digt nicht. – Ich bin auch etwas müde.

[1]    Es wurde eine der 19 Meßkompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart gesun­gen.

Kleve, Mittwoch, 28. Dezember 1938
Am Abend eingeladen zu Kaplan Ferdinand Stegemann[1].
[…]
Dann zeigt er die Buntfotos von Kaplan Wigger[3], [die] sie zusam­men auf der Fahrt in Dalmatien machten. Er zeigt mir Gottes schöne Welt und erzählt mir von seinen „Erfahrungen“ – während ich Süßes knabbere. Es ist so wunderschön zu lauschen und zu schauen. Berge, Meer und Menschen – wie schön sind Gottes Welt und seine Menschen! – Danach setzt er sich ans Klavier und spielt mir Sonaten von Schubert[4] und Mozart[5] vor. Es ist ein herrlicher gefüllter Abend.

[1]    Ferdinand (Ferdi) Stegemann (* 31.3.1892 in Freiburg/Br., † 28.8.1947 in Kleve) – Priesterweihe 17.6.1916 in Münster – Kaplan in Kleve St. Mariä Himmelfahrt (Kapitelstr. 7) 10.8.1931 – Pfarrer in Duisburg-Hochfeld St. Peter 15.4.1944 (Einführung 4.6.) bis 1946 – Pfarrektor mit dem Titel Pfarrer in Kleve Christus König 17.9.1946 bis 1947 – Er schickte Pa­kete für Karl Leisner ins KZ Dachau.

[3]    Josef Wigger (* 24.3.1896 in Warendorf, † 1.1.1959) – Priesterweihe 29.5.1920 in Mün­ster – Kaplan in Kleve St. Mariä Himmelfahrt 15.9.1928 bis 1934

[4]    Franz Schubert (* 31.1.1797 in Wien, † 19.11.1828 ebd.) – Komponist – Obwohl er selbst kein überragender Pianist war, hat er eine beacht­liche Sammlung von Klaviersonaten hinterlassen.

[5]    Wolfgang Amadeus Mozart war ein exzellenter Pianist. Für das Klavier schrieb er neben seinen Klavierkonzerten – einem Höhepunkt der Gattung – zahlreiche Kla­viersonaten.