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Eucharistiefeier am 12. August

Gedenktag des Seligen Karl Leisner
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Zum Einzug

Vor der Subdiakonenweihe schrieb Karl Leisner am 25. Februar 1939 in sein Tagebuch:

Jetzt geht es auf das letzte Liebeswort für das ganze Leben zu, mit aller Lust und allem Leid gesprochen – wie jedes Liebeswort, auch unter Menschen, die sich restlos einander lieben und wei­hen wollen. – Ich spreche „Ja, Vater”, weil Gott zu mir gesprochen „Ja, du bist mein lieber Sohn”. – Ich kann und will nicht mehr anders und koste es das Leben des Kreuzes; und das kostet es ganz sicher mehr als ich es aussprechen kann. Aber ich ahne es. Herr, ich entscheide mich frei für Dich, Dir gehört mein Leben und Sterben!

Wir bereiten uns für die Feier von Tod und Aufer­stehung des Herrn.

Zum Schuldbekenntnis und Kyrie

Herr Jesus Christus, du schenkst uns deinen Heili­gen Geist, damit wir das Rechte suchen.

Kyrie eleison!

Wir aber haben uns nicht von deinem Geist begei­stern lassen, wir waren müde und lustlos.

Christe eleison!

Den Atem deines Geistes haben wir nicht ver­nommen.

Kyrie eleison!

Tagesgebet

Herr, unser Gott,

du hast dem seligen Priester Karl Leisner

eine leidenschaftliche Liebe zu Christus geschenkt.

Diese bezeugte er bis zum Martyrium,

das er für die Jugend der Kirche auf sich nahm.

Gib auch uns auf seine Fürsprache die Kraft,

als unerschrockene Zeugen

für das Evangelium einzutreten

und so dein Reich der Wahrheit

und der Gerechtigkeit sichtbar zu machen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesung: Offb 7,9-10.15-17

Antwortpsalm Ps 16 (15)

R Du, Herr, bist mein Anteil und Erbe.

Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir. +

Ich sage zum Herrn: «Du bist mein Herr; *

mein ganzes Glück bist du allein.»

Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Be­cher; *

du hältst mein Los in deinen Händen.

 

R Du, Herr, bist mein Anteil und Erbe.

Ich preise den Herrn, der mich beraten hat. *

Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht.

Ich habe den Herrn beständig vor Augen. *

Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.

 

R Du, Herr, bist mein Anteil und Erbe.

Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele; *

auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.

Du zeigst mir den Pfad zum Leben. +

Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle,

zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit.

R Du, Herr, bist mein Anteil und Erbe.

 

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja.

Selig, die um der Gerechtigkeit willen Verfolgung leiden; denn ihnen gehört das Himmelreich. (vgl. Mt 5,10)

Halleluja.

Evangelium: Mt 10,17-22

Fürbitten

P.  Gott, beim Gedenken des seligen Karl Leisner bitten wir dich um Gaben und Gnaden, die du selbst ihm ver­liehen hast. Laß uns mit Dank­barkeit und Liebe auf die Fürsprache des Seli­gen bitten:

V. Gib den Christen Mut, ihren Glauben zu be­kennen, sei es gelegen oder ungelegen. – Stille – Gott, unser Vater!

A. Wir bitten dich, erhöre uns!

V. Gib allen Menschen ein dankbares Herz für ein gutes Eltern­haus und hilfreiche Wegbegleiter auf dem Weg zu dir. – Stille – Gott, unser Vater!

V. Gib den Erwachsenen ein Herz für die Jugend, laß sie Aus­strahlungskraft besitzen und ein überzeugendes Beispiel für sie sein. – Stille – Gott, unser Vater!

V. Mache die Jugend politisch aufgeschlossen, weitsichtig und mutig. – Stille – Gott, unser Vater!

V. Segne alle Priester in ihrem Dienst an den Men­schen und schenke ihnen Freude in ihrem Dienst. – Stille –Gott, unser Vater!

V. Laß alle Christen aufgeschlossen sein für die Ökumene und gib uns ein weises und weites Herz für die Be­lange Europas. – Stille – Gott, unser Vater!

V. Laß uns dankbar unserer Verstorbenen geden­ken und ihr Andenken in Ehren halten. – Stille – Gott, unser Vater!

P.  Gott, unser Vater, du hast unseren Bruder Karl Leisner in der Nachfolge Christi bis zur Höhe des Kreuzes ge­führt. Er opferte sein Leben für die Jugend, für die Ver­söhnung der Völker und für ein christliches Europa. Auf seine Fürspra­che erhöre unsere Bitten durch Chri­stus unsern Herrn.

Gabengebet

Gott, unser Vater,

am Gedenktag des seligen Karl Leisner

rufen wir zu dir: gewähre uns jene Treue

im Bekenntnis zu deinem Namen,

die du ihm geschenkt hast, und nimm unsere Gaben an,

wie du das Opfer seines Lebens angenommen hast.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Nach der Kommunion

Folgende Texte von Karl Leisner wurden bei der Eucha­ristiefeier anläßlich seiner Selig­sprechung in Berlin am 23. Juni 1996 während der Austeilung der Kommunion vorgetragen:

  Ich bin niedergekniet und habe Gott gedankt und ihn gebeten, mir den rechten Platz im gro­ßen Zusammen­hang der Dinge zu geben.

  Alles ist Gnade und Berufung. Herr, wohin willst Du mich? Dahin gehe ich, auch in Nacht und Not und Leid.

  Jesus Christus, mein Erlöser und Gott, Du kennst mich besser als ich mich kenne. Du hast mich berufen, Du weißt warum. Es war ein sel­tener Weg oft, den Du mich ge­hen ließest und führtest. Für mich bleibt er ein Ge­heimnis. Aber ich vertraue Deinem Herzen mehr als meiner kleinen menschlichen Einsicht.

  Herr, lehr mich Deinen Willen erkennen und gib mir den Mut und die Kraft, in Demut und ohne alle Men­schenfurcht ihn zu vollbringen. Herr, mache mich frei.

 

Schlußgebet

Herr, unser Gott,

du hast im Leben des seligen Karl Leisner

das Geheimnis des Kreuzes aufleuchten lassen.

Stärke uns durch das Opfer, das wir gefeiert haben,

damit wir in der Nachfolge Christi ausharren

und in deiner Kirche zum Heil der Menschen wir­ken.

Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.