Naumburg: Caritas Wohnheim „Karl Leisner“ im Dorf Heiligenkreuz

naumburg-wohnheim-11996 konnte das neu errichtete Caritas Wohnheim „Karl Leisner“ an der Unteren Gasse 11 im Dorf Heiligenkreuz[1] eingeweiht werden. Das Heim hat 30 Bewohner und gehört zum Caritas-Behindertenwerk GmbH Burgenlandkreis.

[1] Das Dorf Heiligenkreuz mit ca. 180 Einwohnern wurde 1217 erstmalig urkundlich erwähnt und gehört seit der Eingemeindung am 1.1.2010 in die Stadt Naumburg zum Ortsteil Crölpa-Löbschütz.

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Das Haus bietet den Bewohnern die Möglichkeit, in Gemeinschaft zu leben, den Lebensalltag mit fachlicher Unterstützung zu bewältigen und Freiräume aktiv zu gestalten.

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Im Eingang des Hauses hängt eine Collage mit Fotos von Karl Leisner, seinen Lebensdaten und einem Gebet. Am 12. August, dem Gedenktag Karl Leisners, wird das alljährliche Sommerfest gefeiert.

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Den Aufzeichnungen Karl Leisners ist nicht zu entnehmen, dass er die Stadt Naumburg und das Dorf Heiligenkreuz kennengelernt hat oder eine sonstige Beziehung dazu hatte. Lediglich auf seiner Fahrt in den Reichsarbeitsdienst in Dahlen/Sachsen sieht er vom Zug aus den Naumburger Dom[1].

[1] Wahrzeichen der Stadt Naumburg – Errichtung als Kathedrale des ehemaligen Bistums Naumburg größtenteils in der ersten Hälfte des 13. Jh. – Errichtung des frühgotischen Westchores mit den Stifterfiguren aus der Werkstatt des sog. Naumburger Meisters in der zweiten Hälfte des 13. Jh. – Auflösung des Bistums 1564 – heute evangelischer Dom

Dortmund, Samstag, 3. April 1937
0.17 Uhr: Einsteigen [am Südbahnhof in Dortmund]! Herzlicher Abschied! Schon rast der D[-Zug], der Nachtexpreß, los [über Soest–Paderborn–Altenbeken–Warbug–Kassel–Bebra]. Der Zug ist sehr besetzt. […] Ich versuche zu schlafen. 5.30 Uhr wird’s eben hell. Eisenach. – Durch das Thüringer Land – Jena, Gera, Apolda – geht’s beim frühen Schein der Mor­gensonne, mit der die alte Sehnsucht des Herzens wieder erwacht. – Stolz und froh schau’ ich auf die Saale: Der Naumburger Dom winkt herüber. Auch hier in diesem heidnischen Land noch Zeugen unseres Glaubens an Christus![1]

[1] Karl Leisner dachte vermutlich an die Stifterfigur Uta von Naumburg im Dom, die in der Jugendbewegung das Ideal der edlen Frau verkörperte, so wie der Bam­berger Reiter das Ideal des deutschen Mannes darstellte.

ekkehard-ii-und-uta-kopie-2Karl Leisner dachte vermutlich an die Stifterfigur Uta von Naumburg[1] im Dom, die in der Jugendbewegung das Ideal der edlen Frau verkörperte, so wie der Bamberger Reiter das Ideal des deutschen Mannes darstellte.

[1] Statue im durch den Lettner abgetrennten West-Chor des Naumburger Domes – vom sog. Naumburger Meister Mitte des 13. Jhdt. geschaffene Steinfigur – eines der bedeutendsten plastischen Bildwerke der deutschen Gotik – Sie gehört zu den zwölf Stifterfiguren einer frühen Kapelle, um die der neue Dom im 13. Jhdt. gebaut wurde.

Ekkehard II. und Uta

Ekkehard II. und Uta

siehe Aktuelles vom 12. Juli 2012

Impressionen vom Caritas Wohnheim „Karl Leisner“

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Text und Fotos Christa Bockholt