Pfarrer Ernst Geerkens, der Hausherr der Karl-Leisner-Begegnungsstätte in Kleve, feierte Diamantenes Priesterjubiläum

Quelle des Fotos: Privat

Schönstattpriester Ernst Gerkens (* 10.8.1929 in Wachtendonk) – Eintritt ins Collegium Borromaeum in Münster 15.4.1951 – Priesterweihe 16.3.1957 in Münster – Kaplan in Xanten 1957–1960 – Kaplan in Kleve St. Mariä Empfängnis 1960–1966 – Kaplan in Münster St. Joseph 1966–1969 – Pfarrer in Materborn 1969–2002 – zusätzlich Rektoratsv­erwalter in Kleve (Reichswalde) Herz Jesu 1971–1973 – Leiter des Pfarrverbandes Kleve 1979 – Pfarrer em. in Kleve Propsteikirche St. Mariä Himmelfahrt 2002 – Von 2003–2017 lebte er als Emeritus im als Karl‑Leisner‑Begeg­nungs­stätte eingerichteten El­ternhaus von Karl Leisner in Kleve, Flandrische Str. 11.  Seit 2017 lebt er im Seniorenhaus Burg Ranzow in Materborn.

Hans-Karl Seeger:
Ernst Geerkens begann ebenso wie ich sein priesterliches Wirken als Neupriester in Xanten St. Viktor, er 1957 und ich 1964. Beide ahnten wir damals als junge Kapläne noch nicht, welche Bedeutung Karl Leisner einmal in unserem Leben haben würde. Ernst Geerkens lebte nach seiner Emeritierung im Elternhaus von Karl Leisner in Kleve, und ich durfte die Umbettung von Karl Leisner von Kleve nach Xanten erleben. Später beschäftigte ich mich intensivst mit Karl Leisner. Dabei war Ernst Geerkens als Schönstatt­priester eine große Hilfe; denn bei Familie Leisner gab es sehr unter­schiedliche Meinungen zur Schönstattbewegung. Daß zum Beispiel Willi Leisner eine enge Beziehung zu dieser Bewegung hatte, kam erst bei der Seligsprechung seines Bruder 1996 heraus. Unterschiedliche Meinungen zur Schönstattbewegung gab es auch im IKLK. Ernst Geerkens half, Brücken zu bauen. So vermittelte er mir ein Gespräch mit dem damaligen Bewegungsleiter Schönstattpater Tilmann Beller (1938–2012), der mich 1997 in Haus Aspel besuchte. Dieser äußerte damals: „Wir haben nichts zur Seligsprechung von Karl Leisner beigetragen, und nun fällt er uns in den Schoß“.
Immer wieder vermittelte mir Ernst Geerkens Gelegenheiten, über Karl Leisner zu sprechen, zuletzt noch aus Anlaß des Diamantjubiläums der Priesterweihe seines Weihekurses. Von den 15 noch lebenden Jubilaren kamen fünf, die gesundheitlich noch dazu fähig waren, am 14./15. März 2017 ins ehemalige Collegium Borromaeum, das heutige Priesterseminar, nach Münster. Die Herren hatten sich im „Lutherjahr 2017“ das Thema „Karl Leisner und die Ökumene“ gewünscht. Ernst Geerkens mußte leider auf Anraten seines Arztes noch kurz vorher absagen.
Sein Jubiläum feierte er nun am vergangenen Sonntag, dem 26. März 2017, in einem Pontifikalamt mit Weihbischof Wilfried Theising in der Stiftskirche, der Heimatpfarrkirche von Karl Leisner, in Kleve.

Link zur RP-ONLINE vom 28. März 2017

 

Bericht und Fotos von der Festveranstaltung von Monika Kaiser-Haas

Diamantenes Priesterjubiläum von Pfarrer em. Ernst Geerkens in Kleve
Monika Kaiser-Haas:

Zu seinem Diamantenen Priesterjubiläum gratulieren die Mitglieder des IKLK-Präsidiums herzlich dem langjährigen Mitglied des IKLK, Pfarrer em. Ernst Geerkens.
Dem Jubilar wünschen wir Gottes reichen Segen, die Freude an seiner seelsorglichen Tätigkeit, die Erhaltung seiner aktiven Fürsorge für das Elternhaus von Karl Leisner und Erfolg für seinen von ihm gegründeten Förderkreis „Karl Leisner begegnen“. Ernst Geerkens wohnt seit vielen Jahren in Kleve in der Flandrischen Straße 11, pflegt Kontakte zu vielen Menschen, führt Interessierte durch die Ausstellung und trägt damit zum Gedenken an den Seligen Karl Leisner bei.
Am Sonntag, dem 26. März 2017, feierte der Jubilar mit Weihbischof Wilfried Theising, der Anfang des Jahres zum Offizial in Vechta ernannt wurde, einen Festgottesdienst in der Stifts- und Propsteikirche. Die Kirche war bis auf den letzten Platz mit vielen Menschen gefüllt, die mit Pfarrer em. Ernst Geerkens nach seiner schweren Krankheit sein Fest feiern wollten. Weihbischof Theising reiste aus Vechta an, um dem Priester, der seit sechzig Jahren seiner priesterlichen Berufung gefolgt ist, zu ehren und zu danken. Diese Feier bereitete dem Weihbischof sichtlich Freude.
Der Klever Pastor Albert Lütkebohmert begrüßte stellvertretend für Kreisdechant Propst Mecking die Festgemeinde, Weihbischof Wilfried Theising, den Jubilar und die anwesenden Priester. Er freute sich über die vielen Menschen, die zum Diamantenen Priesterjubiläum von Pfarrer em. Ernst Geerkens gekommen waren und berichtete, dass Propst Johannes Mecking sich zur Zeit auf einer Wallfahrt im Heiligen Land befindet.
Dechant Christoph Grosch, Pfarrer em. Albert Bettmer, Pfarrer Albert Lüktebohmert, Pfarrer Stefan Keller, Pfarrer Jörg Monier, Pfarrer i.R. Reiner Thomas und Diakon Stephan Rintelen vom IKLK zelebrierten mit Weihbischof Wilfried Theising Ernst Geerkens das Festhochamt.
Der Weihbischof predigte und verdeutlichte, dass die Berufung eines Menschen von Gott aus geht: „Sie ist ein Geschenk Gottes, das ist ein Grund heute Dank zu sagen. Gott hat ihn berufen, er ist der Berufung gefolgt, er hat Ja gesagt, den Mut gehabt im Vertrauen auf Gott und seine Gnaden.“
Im folgenden bezieht er sich auf die zweite Lesung des Tages: „Wir sollen das Licht sein. Wir Menschen sollen das Licht bringen. Dazu sind Priester berufen, Sakramente zu spenden, die Eucharistie zu feiern, eine wunderbare Aufgabe des Priesters und Dienst am Menschen.“ Mit Blick auf das Evangelium, ein blinder Mann wird am Brunnen geheilt, zeigt Jesus die Botschaft das Heil den Menschen zu bringen. Jeder Priester tut dies auf seine persönliche Weise.
„Ernst Geerkens verrichtet seinen Dienst in seiner Zugehörigkeit zur Schönstattfamilie und in seiner Verbundenheit zum Seligen Karl Leisner. Die Spiritualität von Pater Kentenich hat ihn berührt, die besondere Spiritualität der Muttergottes, der Mutter aller Menschen und der Kirche, ihrer besonderen Gnade.“
Der Weihbischof richtete sich persönlich an Pfarrer em. Geerkens: „Du wohnst in einem besonderen Haus in Kleve, Du hütest das Elternhaus von Karl Leisner. Der Selige nimmt für Dich eine besondere Rolle als Vorbild ein. Du trägst zur Verehrung des Seligen bei. Du erfüllst das Haus mit Leben, machst die Geschichte sichtbar und sorgst für Lebendigkeit. Du bist kein Stubenhocker, Du bist unterwegs bei den Menschen, Du besuchst sie und schenkst ihnen Trost. Heute sind hier so viele Menschen, von denen sich viele von deinem Dienst haben berühren lassen. Gemeinsam sagen wir Dank. Dein Jubiläum zeigt, das Gott in uns wirkt, keinen auf ein Podest stellt. Gott ist mit seiner Liebe und Gegenwart so unter uns, nicht nur bei einem einzigen Gläubigen, sondern durch Taufe und insbesondere die Eucharistie bei allen.
Durch die Priesterweihe bekommst Du die Gaben von Gott. Du hast eine erfüllte Zeit und große Veränderungen durch das zweite Vatikanische Konzil erlebt. Das alles muss eine Person aushalten, den großen Wandel, der sich auch in einem Menschen vollzieht mit seinen persönlichen Fragen und Antworten. Du hast den Wandel ausgehalten, bist den geraden Weg gegangen, immer das Ziel vor Augen.
Lieber Ernst, übernimm dich nicht, schenke uns weiter deinen Dienst in der Eucharistie und im Bußsakrament, bewahre dein offenes Ohr und Herz für die Menschen. Danke, dass du als Mensch unter uns bist und gewirkt hast.“
Im Anschluss an die Predigt spendete die Festgemeinde langanhaltenden Applaus.
Pfarrer em. Ernst Geerkens trat danach vor das Mikrofon und antwortete:
„Vor einigen Wochen konnte ich nicht damit rechnen den heutigen Festtag zu feiern. Der liebe Gott hatte es sich anders überlegt.“
Dank richtete er an alle Menschen, die ihn in seinem Leben unterstützt haben. Besonders freute sich Ernst Geerkens darüber, dass Weihbischof Theising eigens zu seinem Diamantenen Jubiläum angereist sei.
Zum Schluss lud der Jubilar alle Festgottesdienstbesucher zum Umtrunk ins Kolpinghaus ein.
Pastor Albert Lütkebohmert dankte allen Personen und Gruppen, die zur Gestaltung des Gottesdienstes beigetragen hatten, dem Chor, den Ministranten, seinen Mitbrüdern und insbesondere Weihbischof Theising.
Wunschgemäß beteiligte sich der IKLK mit einer Spende für den Förderkreis „Karl Leisner begegnen“.

Einladung von Pfarrer em. Ernst Geerkens

Christus, du bist meine Leidenschaft!

(Seliger Karl Leisner – 2. September 1935)
Liebe Verwandte, Mitbrüder und Weggefährten!
„Am 16 März 1957 empfingen wir durch Bischof Dr. Michael Keller im Hohen Dom zu Münster das hl. Sakrament der Priesterweihe. Meinen seelsorglichen Dienst übernahm ich zunächst in St. Viktor Xanten, in St. Mariä Empfängnis Kleve, in St. Josef Münster und schließlich in St. Anna in Kleve-Materborn.
Seit zwölf Jahren bemühe ich mich um die Einrichtung und Betreuung der Karl-Leisner Begegnungsstätte in Kleve.
Die internationale Schönstattbewegung war und ist für mich fruchtbare Segensquelle und fortwährende Herausforderung im Dienste der Kirche.
In dankbarer Freude schaue ich nun zurück auf sechzig Jahre fruchtbaren Wirkens im Dienst der Menschen, die mir anvertraut und mir Weggeleit gegeben haben. Gottes große Güte gab mir Kraft und Gnade, sein Wort und Sakrament zu spenden und ihnen Barmherzigkeit zu vermitteln.
Mit großer Freude gebe ich ihm die Ehre und feiere am Sonntag, den 26. März 2017 mit Weihbischof Wilfried Theising in der Propstei- und Stiftkirche St. Mariä Himmelfahrt um 11:30 Uhr die Eucharistie. Dazu lade ich Sie herzlich ein. Anschließend findet im Kolpinghaus ein Empfang statt.
Anstelle persönlicher Geschenke bitte ich um einen Beitrag für den Förderkreis „Karl Leisner begegnen“ Darlehnskasse Münster IBAN DE69 3245 0000 0005 0222 56
Über unser Heiligtum (Schönstatt) grüßt in herzlicher Vorfreude
Euer und Ihr Ernst Geerkens Pfarrer em.