Prälat Dr. phil. Walter Vinnenberg (5)

Vinnenberg

 

 

Fortsetzung der „Lebenslinie“ von Walter Vinnenberg an Hand der in seinem Nachlaß vorhandenen Urkunden und Daten sowie weiterer Recherchen.

 

 

 

Während seiner Zeit an der Heimschule in Maria Laach war Walter Vinnenberg auch in Frankreich engagiert.

Bescheinigung über die Belegung eines Ferienkurses im August 1930 an der Alliance Française, einem seit 1883 bestehenden, dem Goethe-Institut in Deutschland vergleichbaren Kulturinstitut zur Verbreitung der französischen Sprache

16Frankreich-1

 

Übersetzung

Alliance Française                                     Paris, den 28. August 1930
Nationale Vereinigung
zur
Verbreitung der französischen Sprache
in den Kolonien und im Ausland
als gemeinnützig anerkannt

Generalsekretariat:
101, Boulevard Raspail, 101
Paris (VIe)

Ich, der Unterzeichner, Kommandant des Heiligen Kreuzes, Abteilungsleiter des Generalsekretariates der Alliance Française, bescheinige, daß Herr Walter Vinnenberg, Dr im August 1930 regelmäßig die Ferienkurse der Vereinigung besucht hat.

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1931 erwarb Walter Vinnenberg das Turn- und Sportabzeichen in Bronze.

17Diem

 

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Nach Beendigung seiner Universitätsstudien und Ablegung des Vorbereitungsdienstes für das Lehramt an Höheren Schulen wurde Walter Vinnenberg am 1. April 1934 zum Studienassessor ernannt.

20Zeugnis_1934

 

 

19Studienrefendar1934-1

 

Als Studienassessor wurde Walter Vinnenberg vom Staat immer wieder versetzt.

Walter Vinnenberg im Zusatzprotokoll zum Seligsprechungsprozeß für Karl Leisner vom 5. Dezember 1978:

Als KL im Frühjahr 1934 das Studium der Theologie in Münster begann, befand ich mich ebenfalls in Münster und bereitete mich auf das philosophische Staatsexamen vor. Als Referendar war ich ein Jahr am Gymnasium Paulinum und kam dann als Studienassessor an das von Vorsehungsschwestern geleitete Marien-Oberlyzeum Münster.
[…]
Soweit ich mich erinnere, wurde ich etwa 1939 von Münster aus ganz plötzlich nach Coesfeld versetzt (Schikane der Nazibehörden). In der Folgezeit bekam ich fast jedes Jahr eine andere Stelle (Rheine, Emmerich, Moers). Ab 1943 wurde ich zur Wehrmacht einberufen.

Walter Vinnenbergs Schwester Maria Katharina Dubois aus Roubaix/F am 9. Dezember 1984 nach dem Tod ihres Bruders an Dechant Heinrich Westhoff in Bocholt:
Nach den vielen Jahren, in denen er immer wieder auf Wanderschaft hatte gehen müssen, hatte er in Bocholt seit 1954 endlich eine irdische Heimat gefunden[, wo er bis zu seiner Pensionierung am St. Georg-Gymnasium unterrichtete].

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Walter Vinnenbergs Versetzungen von 1937 bis 1942:

Studien­as­sessor am Gymna­sium in Coesfeld 1937

Rektor der Ignatiuskirche ebd. 26.1.1938

Kirchliches Amtsblatt für die Diözese Münster Nr. 6, Art. 44 vom 26. Januar 1938, S. 20

21AB_Coesfeld1938

 

Stu­dien­assessor an den Ober­schulen in Rheine 1.4.1938 bis 1939

Studien­assessor an den Ober­schulen in Emmerich am Rhein (Tempelstr. 12) 1.5.1939 bis 1941

Rektor der Kon­viktskir­che St. Suitbert ebd. 3.2.1941

Kirchliches Amtsblatt für die Diözese Münster Nr. 3, Art. 36 vom 24. Februar 1941, S. 24

22AB_Emmerich1941

 

Stu­di­enas­sessor an den Oberschulen in Moers (Haagstr. 30) 1942