Reinhold Friedrichs – Blockvater im KZ Dachau auch für Karl Leisner (14)

Friedrichs_Totenbild

 

 

Reinhold Friedrichs‘ bedeutsame Priesterpersönlichkeit vor allem im KZ Dachau manifestiert sich in seinen eigenen Berichten sowie in Mitteilungen von Zeitzeugen, insbesondere in zahlreichen Zeugnissen von überlebenden KZ-Häftlingen.

 

 

 

Brief von Heinrich Küppers[1] an Reinhold Friedrichs

[1]    Heinrich Küppers (* 5.2.1896 in Krefeld-Bockum, † 21.10.1955 in Oberhausen) – Prie­sterweihe 21.5.1921 in Köln – Er kam wegen Verstoßes gegen die Kriegswirtschaft am 13.7.1944 ins KZ Dachau und wurde am 6.4.1945 entlassen.

Küppers

 

Oberhausen, den 8.III.1946
Josefsplatz 7a
Hoch verehrter, hochwürdigster Herr Prälat!
Meinen u. unseren Glückwunsch zu Deiner Ernennung. ( Darf ich das Du als Zeichen der Treue u. Dankbarkeit beibehalten?) Otto Kohler[1] wohnt neben mir im Hause, Matthes Mertens[2] am anderen Ende der Stadt. Wir alle haben über Deine Ernennung unsagbar viel Freude. Ich hörte erst davon von Recklinghausen[-Essel] aus.[3] Da war mein erster Brief weg. In Reckl. versprach man mir ein Miss[ions-]Andenken zu schicken u. nun hast Du mir das feine Bildchen selbst geschickt. Ich hatte meinen Leuten von Dir erzählt – sie brannten alle darauf Dich zu sehen. Die Mutterpfarre, an der ich seit 1929 bin u. noch wohne, unser neues Rektorat, auch einige 1000, im ganzen weit über zehntausend Menschen, ja sollen sie denn alle umsonst gebeten haben?
Wir verstehen alle, daß mit der Reise u. den Predigten viel Mühe verbunden ist. Acht Tage sind unter Umständen sehr schwer. Geht es nicht, daß Du ein Triduum[4] hältst, Donnerstag bis Sonntag? Und wenn das nicht sein kann, dann müßten wir auch zufrieden sein an irgendeinem Sonntag Dich unter uns zu haben. Ich kann das Fest ruhig bis zum Jahresende verschieben, unsere Leute haben dafür Verständnis.
An dem Sonntag wollen wir vielleicht, wenn es Deine Zustimmung findet, alle Kölner Dachauer hier vereinen, Dresbach[5], Theissen[6], Richards[7], Stahl[8], Mertens, Kohler, Lohausen[9] usw. Ist das nicht allein schon ein großer Erfolg, das Wiedersehen?
Es dauert ja zu lange, bis wir uns einmal anderswo treffen können. Oberhausen ist von Köln u. Düsseldorf u. Münster leicht zu erreichen. Unsere zwei gr. Schwesternhäuser würden für die Übernachtung sorgen. Es geht schon, daß alle standesgemäß unterkommen, nicht so primitiv wie einst [im KZ].
Dieser Tage schrieb aus dem Krankenhaus in Steinfeld der frühere Dachauer (Oberst) Heinrich Ruhstrath[10] (Schubraum[11]) an Kohler: P. Rehling[12] ist im Kloster in Borken. Mecklenburg[13], Wüste[14], Fresenborg[15], Heinr. Becker[16], Reukes[17] sind an Ort u. Stelle. Propst Grüber[18] u. Rackwitz[19] sind in Berlin. Bruno Theek[20] ist Pfarrer und Bürgermeister in Ludwigslust in Mecklenburg. Schiefelbein[21] ist Pfarrer in einem Nachbardorf von Theek. Christian Reger[22] ist in der polnischen Neumark bei den Resten seiner Gemeinde. Alle Achtung vor Reger. Mit der letzten deutschen Familie muß er dann auch die alte Heimat verlassen.
Wie Ruhstrath schreibt, war er beim Requiem für Leisner in Planegg, P. Pies[23] hielt das Totenamt. Im August suchte Kpl. Schlicker[24] seinen im März entl. Bruder beim geistl. Rat [Friederich Pfanzelt[25]] in Dachau. Schlicker ist nicht nach Hause gekommen. Dubiański[26] ist auch nie nach Hause gekommen. Langhans[27] ist am Abend seiner Entlassung in Regensburg beim Bombenangriff zu Tode gekommen. Ich hatte ihm noch beim Verlassen des Lagers meinen Hut vererbt.
Kreuzberger[28] und Johannes Zimmermann[29] sind vom Amerikanischen Lastwagen überfahren worden. Rehling hat gehört, daß Maßhänser[30] tot sei. Aber Heinr. Becker behauptet, daß M. bei ihm gewesen sei. Allerdings hätte er sehr elend ausgesehen. Der Fliegerstabsarzt Dr. Rascher[31] war schon am 27.IV. in der Zelle Nr. 73 in unserem Arrestgebäude von Hauptscharführer Bongartz[32] erschossen worden. Genickschuss. Er hatte die Dachauer Forschungsergebnisse in die Schweiz verschoben und wollte selber dorthin flüchten. Der Henker u. zwei junge Ärzte sind lebens. begnadigt worden. Wie P. Roth[33] schreibt haben 36 der zum Tode Verurteilten nach gr. Mühewaltung sich bek. Weiß u. Böttger non. Das ist so ziemlich das, was man hört.
Nun muß ich meine Bitte erneuern:
Du hast uns damals in Dachau nie nein gesagt, wenn wir wie Kinder zu Dir, unserem Vater, ka­men. Du hast uns durch Deine mutige Art, durch Deine nimmermüde dienende Liebe das Leben gerettet. Viele von uns, auch ich, hätten die Heimat nie wiedergesehen, wenn Du nicht an unserer Spitze gestanden hättest. Du hast mit dem französischen Bischof [Gabriel Piguet[34]] zugleich unsere Ketten gesegnet, unsere Leiden gelindert, mit Deiner ganzen Persönlichkeit wie ein General für Deine Truppe gesorgt. Könntest Du jetzt unsere Bitte abschlagen?
Das haben Petrus und Paulus auch nicht getan. „Komm herüber und hilf uns“ [vgl. Apg 16,9] so rufen auch wir mit denen aus dem Urchristentum noch einmal inständig nach Münster herüber. Komm in unser von Leid und Not durchpflügtes Gebiet. Tröste die vielen, die guten Willens sind.
Tag und Stunde bestimmst Du. Wir sind alle zur Stelle. Der Blockvater muß auch jetzt noch einmal
bei seinen Kindern sein.
Mit frohen Grüßen und in der Hoffnung auf Erfüllung unserer Bitte bleibe ich in Dankbarkeit
Heinrich Küppers

[1]    Otto Kohler (* 31.3.1909 in Düsseldorf, † 31.10.1984 in Essen-Karnap) – Priesterweihe 22.7.1937 in Köln – Er kam, weil er einen getauf­ten Juden versteckt hielt, am 27.8.1944 ins KZ Dachau und entfloh auf dem Eva­kuie­rungsmarsch vom 26.4.1945.

[2]    Matthias Mertens (* 5.12.1906 in Straelen, † 1.2.1970 in Goch/Gaesdonck) – Priester­weihe 17.12.1932 in Münster – Kaplan in Materborn u. Dekanatspräses des Jungmännerverbandes 1932–1935 – Am 17.4.1942 kam er wegen Verlesung und Kommentierung der Brandpredigten von Bischof Clemens August Graf von Galen ins KZ Da­chau und wurde am 9.4.1945 entlassen.

[3]    In Recklinghausen-Essel hatte man Reinhold Friedrichs 1941 während einer Religiösen Woche verhaftet und ins KZ Dachau gebracht. Vom 17. bis zum 24. Februar 1946 hielt er in Recklinghausen-Essel wieder eine Religiöse Woche, an die ein Andenkenbild erinnert.

Andenkenbild

[4]    von triduum (lat.) = Zeit(raum) von drei Tagen – dreitägige religiöse Veranstaltungen – z. B. Predigt-Triduum

[5]    Schönstattpriester Prälat Heinrich (Heinz) Maria Dresbach (* 25.11.1911 in Köln, † 5.7.1993 in Simmern/Ww.) – Priesterweihe 23.2.1939 – Er kam wegen Äußerungen ge­gen Heinrich Himmler und die SS am 29.8.1941 ins KZ Dachau und wurde am 5.4.1945 entlas­sen. Im Seligsprechungsprozeß für Karl Leisner hat er 1981 als Zeuge ausgesagt.

[6]    Alois Theissen (* 13.12.1899 in Viersen, † ?) – Priesterweihe am ? – Er kam wegen seiner Verbindung zur holländischen-katholischen Presse und Verbreitung staatsfeindlicher Briefe am 20.6.1941 ins KZ Dachau und wurde am 10.4.1945 entlassen.

[7]    Schönstattpriester Hermann Richarz (* 30.1.1907 in Köln, † 15.7.1985) – Priester­weihe 24.2.1933 in Köln – Er kam wegen Sabotage der NS-Jugend­erzie­hung am 28.12.1942 ins KZ Dachau und wurde am 29.3.1945 ent­lassen. Im Seligsprechungsprozeß für Karl Leisner hat er 1981 als Zeuge ausgesagt.

[8]    Pater Dr. Anton Stahl SJ (* 17.2.1891 in Polschitz/Polžice/CZ, † 16.3.1956 in Valken­burg/NL) – Eintritt in die Gesellschaft Jesu 7.9.1907 in St. Andrä im Lavanttal/A – Prie­sterweihe 26.7.1920 – Letzte Gelübde 2.2.1928. – Er kam wegen der Anzeige durch seinen Schwager bezüglich des Abhörens von Auslandssendern am 29.7.1944 ins KZ Da­chau und wurde am 29.4.1945 befreit.

[9]    Pater Raimund (Peter) Lohausen SOCist (* 16.4.1897 in Siegburg, † ?) – Eintritt bei den Zisterziensern – Priesterweihe am ? – Er kam wegen Jugendseelsorge am 25.6.1943 ins KZ Dachau und wurde auf dem Eva­ku­ierungsmarsch vom 26.4.1945 befreit.

[10]   Heinrich Ruhstrath (* 25.4.1895 in Stettin/Szczecin/PL, evangelisch getauft, † ?) – Ange­stellter – Er kam am 6.9.1940 vom KZ Sachsenhausen ins KZ Dachau, bekam die Häft­lings-Nr. 18080, war Funktionshäftling in der Ver­waltung und wurde am 29.4.1945 befreit.

[11]   Dort erfolgte die Einlieferungsprozedur ins KZ.

[12]   Pater Engelbert Rehling OMI (* 29.6.1906 in Düpe bei Steinfeld, † 25.11.1976 in Aachen) – Eintritt bei den Oblaten – Ewige Pro­feß 1.5.1931 in Hünfeld – Priesterweihe 9.4.1933 in Hünfeld – Er kam wegen pazifistischer Äußerungen am 26.12.1941 ins KZ Dachau und entfloh auf dem Evakuierungs­marsch vom 26.4.1945. Im Seligsprechungsprozeß für Karl Leisner hat er als Zeuge ausgesagt.

[13]   Bernhard Mecklenburg (* 11.3.1903 in Hüntel/Meppen, † ?) – Priesterweihe am ? – Er kam wegen gefährlicher Unterhaltung bei Hausbesuchen am 2.7.1943 ins KZ Dachau und wurde am 29.4.1945 be­freit.

[14]   Bernhard Wüste (* 10.7.1893 in Osnabrück, † ?) – Priesterweihe am ? – Er kam wegen Hetze gegen staatliche Anordnungen am 12.7.1941 ins KZ Sachsenhausen, am 30.1.1942 ins KZ Dachau und wurde am 29.4.1945 be­freit.

[15]   Heinrich Fresenborg (* 2.5.1900 in Essen i. O., † 21.3.1986 in Goldstedt) – Eintritt ins Collegium Borromaeum in Münster Ostern 1920 – Priester­weihe 7.3.1925 in Münster – Er kam wegen Predigt gegen die Sterilisation am 28.11.1941 ins KZ Dachau und wurde am 28.3.1945 entlassen.

[16]   Heinrich Becker (* 30.12.1882 in Neheim, † 25.10.1964 in Bad Lippspringe) – Priester­weihe 14.8.1907 in Paderborn – Er kam wegen Entfernung der Hakenkreuzfahne vom Kirchturm am 16.1.1942 ins KZ Dachau und wurde auf dem Eva­kuierungsmarsch vom 26.4.1945 befreit.

[17]   Joseph Reukes (* 22.5.1889 in Borken, † 31.12.1961 in Gronau) – Eintritt ins Collegium Borromaeum in Münster Ostern 1911 – Priester­weihe 29.5.1915 in Münster – Er kam wegen Gebetes für die Juden am 10.10.1941 ins KZ Da­chau und wurde auf dem Evaku­ie­rungsmarsch vom 26.4.1945 befreit.

[18]   Propst Heinrich Grüber (* 24.6.1891 in Stolberg, † 29.11.1975 in Berlin) – Ordination 1920 – Er kam am 10.10.1941 ins KZ Dachau und wurde am 23.6.1943 entlassen.

[19]   Arthur Rackwitz (* 4.8.1895 in Landsberg, † 16.8.1980 in Berlin) – Ordination 1920 – Er kam we­gen staatsfeindlicher Tätigkeit am 2.12.1944 ins KZ Da­chau und wurde am 29.4.1945 befreit.

[20]   Bruno Theek (* 20.5.1891 in Berlin, † 22.3.1990 in Ludwigslust) – Ordination 1917 – Er kam wegen staatsfeindlicher Äußerungen am 2.1.1942 ins KZ Dachau und wurde am 3.4.1945 entlassen.

[21]   Erich Schiefelbein (* 2.5.1909 in Korningen/Corny-sur-Moselle/Moselle/F, † 17.3.1985 Dortmund) – Ordination 1939 – Mitglied der Bekennenden Kirche – Er kam wegen Kritik an deutscher Propaganda am 30.5.1941 ins KZ Dachau und wurde am 3.4.1945 entlassen.

[22]   Christian Reger (* 10.3.1905 in Bruchsal, † 12.10.1985 in Lorch-Weitmars) – evange­li­scher Pfarrer in Steglitz 1932 – Er kam wegen staatsfeindlicher Äußerungen am 11.7.1941 ins KZ Dachau, hat an Karl Leisners Priester­weihe teilgenommen und wurde am 3.4.1945 entlassen. Im Seligsprechungsprozeß für Karl Leisner hat er 1981 als Zeuge ausgesagt.

[23]   Pater Dr. Johannes Otto Pies SJ (* 26.4.1901 in Arenberg bei Koblenz, † 1.7.1960 in Mainz) – Eintritt in die Gesellschaft Jesu am 14.4.1920, Priesterweihe am 27.8.1930 – Am 31.5.1941 wurde er wegen eines Protestes gegen die Klosteraufhebung von der Gestapo verhaftet – Am 2.8.1941 brachte man ihn aus dem Gefängnis in Dresden ins KZ Dachau, und am 27.3.1945 wurde er ohne Angabe des Grundes und ohne Be­dingung entlassen. Bereits im KZ und auch nach seiner Entlassung setzte er sich unermüdlich für Karl Leisner ein. Ohne ihn wäre es vermutlich nicht zur Priesterweihe im KZ gekommen.

[24]   Peter Schlicker (* 12.3.1909 in Saarbrücken, † 19.4.1945 in Schellenberg an den Folgen seiner Erkrankung an Flecktyphus im KZ Dachau) – Priesterweihe am ? – Er kam wegen Ausübung moralischen Drucks auf Kranke am 7.2.1941 ins KZ Dachau und wurde am 28.3.1945 entlassen.

[25]   Prälat Friedrich Pfanzelt (* 24.8.1881 in Moosen an der Vils, † 8.9.1958) – Priesterweihe 29.6.1907 – Pfarrer in Dachau St. Jakob 30.5.1930 – Stadtpfarrer 1933 – Geistlicher Rat 1941 – De­kan 1942 – Päpst­licher Hausprälat 1946 – Ehrenbürger von Dachau 1955 – Ab April 1933 hielt er im Auftrag von Michael Kardinal von Faulhaber unter schwierigsten Bedingun­gen regel­mä­ßig Gottes­dienste im KZ. Doch schon bald zogen die maßgebli­ch Verantwortlichen die Sache so ins Lä­cherliche, daß es nicht mehr möglich war, weitere Gottesdienste zu feiern. Vom Pfarrhof aus initiierte er vielfäl­tige Hilfe für die Häftlinge.

[26]   Paul Dubiański (* 18.6.1906 in Mainz, † ?) – Priesterweihe am ? – Er kam wegen Predigten gegen Sterilisation und Gebet für die Juden am 30.6.1944 ins KZ Dachau und wurde auf dem Evaku­ie­rungs­marsch vom 26.4.1945 befreit.

[27]   Alois Langhans (* 8.5.1902 in Lindau, † ?) – Priesterweihe am ? – Er kam wegen Hetze gegen Partei und Staat am 13.12.1940 ins KZ Dachau und wurde am 6.4.1945 entlassen.

[28]    Bernhard Kreutzberger (* 25.6.1896 in Meseritz/Provinz Posen, † 25.7.1945 in München) – Ordination am ? – Pfarrer in Frankfurt/M. – Er kam we­gen staatsfeindlicher Äußerungen im Privatleben am 9.10.1942 ins KZ Da­chau und wurde am 29.4.1945 befreit.

[29]   Johannes Zimmermann (* 15.6.1905 in Weißenkirchen, † 25.7.1945 in Einbach) – Priesterweihe am ? – Er kam we­gen Einmischung in Schulangelegenheiten im Juli 1941 ins KZ Mauthausen, am 16.8.1941 ins KZ Da­chau und wurde am 29.4.1945 befreit.

[30]    Gerhard Maashänser (* 23.5.1907 in Lü­nen, † 29.11.1957) – Priesterweihe 24.3.1928 in Paderborn – Er kam im September 1937 ins KZ Buchenwald, wurde am 20.4.1939 entlas­sen, kam am 12.6.1942 ins KZ Dachau und wurde auf dem Evakuierungsmarsch vom 26.4.1945 befreit.

[31]   Dr. Sigmund Rascher (* 12.9.1909 in München, † 27.4.1945 im KZ Dachau) – deutscher KZ-Arzt – Prototyp des NS-Medizinverbrechers

[32]   SS-Oberscharführer Theodor Heinrich Bongartz (* 1902 in Krefeld, † 15.5.1945 im US-Kriegsgefangenenlager Heilbronn-Böckingen) – Er erschoß am 9.4.1945 Georg Elser im KZ Dachau.

[33]   Prälat Heinrich Roth (* 12.8.1899 in Oberhausen-Osterfeld, † 23.4.1972) – Priesterweihe 22.12.1923 in Münster – Mitglied des Reichsvorstandes des KJMVD 1932–1934 – Diöze­sanpräses des KJMVD 9.4.1934 – Domvikar 8.6.1934 –  Diöze­sanju­gend­­seelsorger 1937/1938 – Rektor im Josefshaus in Münster 1941 – Spiritual im Priester­seminar in Mün­ster 3.10.1949 – Generalassistent der Marien­schwestern von Schön­statt 1959

[34]  Bischof Gabriel Emmanuel Joseph Piguet von Cler­mont (* 24.2.1887 in Ma­con-sur-Saône/Saône-et-Loire/F, † 3.7.1952) – Priesterweihe 2.7.1910 in Paris (St. Sul­pice) – Bischofsweihe zum Bischof für das Bistum Autun/Saône-et-Loire 27.2.1934 – Bischof von Clermont 11.3.1934 – Ob­wohl Ver­ehrer von Marschall Philippe Pétain, widersetzte er sich wäh­rend der deut­schen Besatzung (1940–1944) den Na­tional­so­zialisten. Er wurde am 28.5.1944 ver­haf­tet, kam über das Ge­fäng­nis in Clermont-Ferrand und das KZ Natzwei­ler-Struthof am 6.9.1944 ins KZ Da­chau und wurde am 4.5.1945 von den Amerikanern auf der Evakuie­rungs­fahrt vom 24.4.1945 nach Südti­rol in Niederdorf/Villabassa/I be­freit.

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