Udo Erbe ist neuer Sekretär des IKLK

 

Am 16. Dezember 2018, Gaudete, wählten die Mitglieder des IKLK bei der Jahreshauptversammlung das Präsidium des IKLK. Als Nachfolger von Sekretär Diakon Stephan Rintelen wurde Udo Erbe gewählt.

 

 

 

Bericht von Udo Erbe

Bereits 2015 hatte mich Stephan Rintelen nach einem längeren und intensiven Gespräch gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, ihn abzulösen. Damals war zwar die Verlegung des Wohnsitzes von Dortmund nach Xanten mit der Familie geplant, aber erst im April 2016 konnte der Umzug stattfinden. Nach einer erneuten Anfrage habe ich dann im vergangenen Jahr zugesagt, für das Ehrenamt als Sekretär an Gaudete 2018 zu kandidieren. Und so fiel auf der JMV die Wahl zum neuen Sekretär des IKLK auf mich, die ich gerne angenommen habe.

Meine Verbindung zu Karl Leisner
Meine Frau und meine Mutter sind beide am Niederrhein geboren und aufgewachsen. Viele Besuche bei Verwandten führten dazu, dass der Wunsch aufkam, später einmal selbst hier zu wohnen und zu leben. Über meine Schwiegereltern, die auch Mitglieder im IKLK waren, bekam ich dann auch den Zugang zu Karl Leisner. Im Jubiläumsjahr 2015 (100. Geburtstag von dem Seligen und 40 Jahre Internationaler Karl-Leisner-Kreis e.V.) nahm ich an vielen Veranstaltungen in Rees, Münster und Kleve teil.
Eine weitere Verbindung – oder man könnte fast schon sagen eine Gemeinsamkeit – mit Karl Leisner besteht über die Schönstatt-Bewegung. Die Schönstatt-Bewegung (auch Apostolische Bewegung von Schönstatt) ist eine internationale geistliche Erneuerungsbewegung und eine Vereinigung von Gläubigen in der katholischen Kirche mit apostolischer Ausrichtung. Karl Leisner hatte sie in seiner Jugend kennengelernt und gehörte bis zum Ende seines Lebens einer Schönstattgruppe an, zu der auch Heinrich Tenhumberg, der spätere Bischof von Münster, zählte.

Was mir Karl Leisner bedeutet
Karl Leisner ist für mich eine hervorragende Gestalt der katholischen Jugendbewegung der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Er war von einer innigen Liebe zu Maria und einer tiefgehenden Begeisterung für Christus und die Kirche geprägt. Sein Glaube gab ihm die Kraft zu einem intensiven und verantwortungsbewussten Einsatz als Begleiter und Vorbild für Jugendliche im Bistum Münster und schließlich zum vorbehaltlosen Zeugnis für Christus in der Hingabe seines Lebens. Mit seinem Lebenszeugnis spricht Karl Leisner davon, dass Gott immer Möglichkeiten hat, auch dort wo wir am Ende sind. Das hat mich persönlich tief und nachhaltig beeindruckt. Sein Schicksal hat meine Seele berührt.

Meine Kontakte zum Umfeld des IKLK
Bereits beim Katholikentag in Münster Ende Mai 2018 hatte ich Gelegenheit, den Kontakt mit dem Präsidium wieder zu intensivieren. Einen Wunsch hegte ich bereits zu diesem Zeitpunkt. Die Verlegung der Geschäftsstelle von Kleve nach Xanten. Zu finden auf der Homepage unter Aktuelles vom 12. Oktober 2018.
Da ich mich auch beim Xantener Dombauverein engagiere ergab es sich, dass ein bisher ungenutztes Büro künftig dem IKLK für seine Aktivitäten zur Verfügung gestellt wird. Mit Gabriele Latzel und Pfarrer i. R. Hans-Karl Seeger, den Verfassern der Lebens-Chronik von Karl Leisner, habe ich mich in diesem Sommer einmal in Billerbeck getroffen und ein umfassendes Gespräch geführt. Zu den Diözesanpriestern der Schönstatt-Bewegung im Bistum Münster pflege ich auch einen guten Kontakt. Einen besonders guten Kontakt habe ich zu dem dienstältesten Priester der Diözese, Pfarrer i. R. Theo Hoffacker, der ganz in meiner Nähe in Xanten-Marienbaum wohnt. Er hat vor fast 20 Jahren den Karl-Leisner-Pilgermarsch mit seinem schon verstorbenen Zwillingsbruder, Pfr. Norbert Hoffacker, ins Leben gerufen.
Siehe Aktuelles vom 4. Dezember 2018 – Karl Leisner und die Hoffacker-Brüder.

Was ich gerne mache
Gemeinsam mit meiner Frau setze ich mich im Bistum Münster für die Schönstatt-Familienbewegung ein. Mit einer Familienreferentin (Marienschwester) und einem geistlichen Begleiter (Priester) führen wir an den Schönstattzentren in Borken und Münster Tages- und Abendveranstaltungen für Ehepaare der Generation 50plus (Best Ager) mit dem Thema „Wieder mehr wir zwei“ durch. Seit diesem Jahr unterstütze ich außerdem die Arbeit des Xantener Dombauvereins in der Öffentlichkeitskommission. In meinem Berufsleben habe ich sehr viel Zeit rund um Wort und Text (Vertragswesen) verbracht. Ausgerüstet mit einem Sinn für Sorgfalt, einem Auge fürs Detail und einer Portion Kreativität korrigiere, lektoriere, optimiere und schreibe ich eigene bzw. lese auch gerne Texte für Web und Print von anderen, die mich darum bitten. Die Familie mit drei Kindern und fünf Enkelkindern ist mir auch sehr wichtig und ich verbringe mit ihnen gemeinsam viel Zeit.

Was mir wichtig ist
Ich möchte gerne mit vielen Menschen, denen Karl Leisner wichtig ist, in Kontakt kommen. So sehr ich das Andenken und die Erhaltung von Denkmälern und anderen Erinnerungsmalen schätze, so sehr bin auch daran interessiert, dass die Lebendigkeit der Glaubenszeugnisses der Märtyrer unserer Zeit wieder verstärkt in das Bewusstsein unserer Jugend kommt. Dazu sind ganz viele und intensive Kontakte zu Schulen notwendig. Zusammen mit Mitgliedern des Präsidiums und den Leitern von Schulen der Primärstufe sowie der Sekundarstufe I und II werden wir in Xanten, Kleve und anderen Orten versuchen, in Kontakt zu treten, um einige Projekte in den nächsten zwei Jahren anzustoßen.

Mein Engagement in der nächsten Zeit für den IKLK
Im kommenden Jahr begeht der IKLK wieder ein Jubiläum. Die Priesterweihe Karl Leisners liegt dann 75 Jahre zurück. Bereits im September 2018 habe ich mich an die Katholische Propsteigemeinde St. Viktor Xanten und an die Dombauhütte des Xantener Dombauverein in der Angelegenheit Renovierung der Krypta gewandt. Die Gedenkstätte für Märtyrer der Neuzeit ist in die Jahre gekommen und könnte eine akzentuierte Erneuerung gut gebrauchen. Für viele Gläubige und Besucher wäre dies sicher ein wichtiges Zeichen dafür, dass die Spiritualität dieser Stätte immer neu zu christlichem Denken und Handeln anregt und herausfordert!
In den nächsten Wochen und Monaten wird sich das Präsidium bezüglich der Planungen von Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr 2019 befassen. Darauf freue ich mich schon. Wichtig sind mir auch die Orte Kleve, Groesbeek (NL), Freiburg i. B., Dachau und Planegg bei München. Alles Orte, wo sich Spuren von Karl Leisner finden lassen. Einen Termin können Sie sich jetzt schon im Rahmen von „Safe the Date“ für 2021 vormerken. Karl Leisner wurde am 23. Juni 1996 von Papst Johannes Paul II. in Berlin seliggesprochen. Am 23. Juni 2021 können wir auf 25 Jahre der Seligsprechung zurückblicken. Ein guter Grund, dieses schöne Jubiläum zu begehen.
Sollten Sie Anregungen für den IKLK haben, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir Ihre Ideen per Mail mitteilen würden. Die E-Mailadresse lautet: info@karl-leisner.de
Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich sehr dankbar bin, dass mich die Vorsehung an den Niederrhein nach Xanten geführt hat, wo ich meine Fähigkeiten, mein Können und Wissen für den IKLK ehrenamtlich einsetzen kann. Das sehen meine Frau und meine Familie auch so.