Wesel: Karl-Leisner-Haus

KarlLeisnerHausKarlLeisnerHaus_Einweih

In Wesel an der Isselstraße wurde am 16. November 1955 eines der ersten Häuser, die nach Karl Leisner benannt wurden, eingeweiht. Die Eltern von Karl Leisner, Amalia und Wilhelm Leisner, nahmen an der Einweihung teil.

Das ehemalige Textillager wurde zu einem zeitgemäßen Jugendheim mit Gruppen- und Gemeinschaftsräumen umgebaut. Errichtet wurde es von der St. Martini-Pfarrei in Wesel. Dechant Heinrich van der Giet[1] sagte, das Haus der Jugend solle Zeichen für die Verehrung, für das Andenken sein, das man Karl Leisner bewahre.

[1] Heinrich van der Giet (* 3.3.1903 in Straelen, † 24.11.1973 in Wesel) – Priesterweihe 3.3.1928 in Münster – Pfarrer in Wesel St. Martini 1946 bis 1973

Als Auftakt der Feier am Morgen hißten die Kapläne das Christusbanner, das Dechant Heinrich van der Giet vor dem Heim weiht.

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Wesel Karl-Leisner-Haus Gedenktafel 2

 

Nachdem das Haus an der Isselstraße als Kindergarten genutzt wurde, erwarb die Gemeinde St. Martini 1966 das Haus Meier-Magis am Herzogenring 6 in Wesel, um es als Jugendheim zu nutzen. Die Gedenktafel vom Karl-Leisner-Haus an der Isselstraße von dem Künstler Egino Weinert aus Köln (1920-2012) wurde am neuen Jugendheim angebracht, der neue Name „Karl-Leisner-Heim“ bürgerte sich jedoch nicht ein.

 

 

1987 übernahm die Caritas das Haus, 2002 fusionierten die Caritasverbände Dinslaken und Wesel. Bei der Suche nach einem neuen Namen verwies Karl-Heinz Ortlinghaus, der damalige Geschäftsführer des Kreisdekanates Wesel, auf den ursprünglichen Namen Karl-Leisner-Haus.

Wesel Karl-Leisner-Haus 1Wesel Karl-Leisner-Haus 2

Nachdem die örtlichen Pfarrgemeinden und die Stadt ihre Hilfe zugesagt hatten, konnte das Karl-Leisner-Haus umgebaut werden, die Einrichtung stand vor allem älteren und behinderten Menschen mit unterschiedlichen Angeboten zur Verfügung. Im Keller wurde eine Teeküche eingerichtet und es gab Duschen für Wohnungslose.

Foto Kappel in: Kirche + Leben vom 11. Juli 2004

Foto Kappel in: Kirche + Leben vom 11. Juli 2004

Wesel St. Martini außen 4

 

 

Die Mitglieder des IKLK wurden mit Rundbrief Nr. 49, Seite 83, im Februar 2004 über die Entwicklung des Karl-Leisner-Hauses in Wesel und dessen bevorstehende Einweihung informiert.

Inzwischen hat der Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel e. V. im Karl-Leisner-Haus in Wesel eine Kindertageseinrichtung für zwei Kindergruppen eingerichtet.

Zu verschiedenen Anlässen stellt das Leitungsteam des Hauses den Bezug zu Karl Leisner her. Aus Anlass des 100jährigen Geburtstags Karl Leisners wurde zum Beispiel ein Gottesdienst mit allen Kindern gefeiert.

Interessant ist, dass der Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel e. V. in Dinslaken ebenfalls in einem Karl-Leisner-Haus eine Kindertageseinrichtung betreibt.[1]

[1]  Link zum Karl-Leisner-Haus in Dinslaken

Mit der Stadt Wesel wird Karl Leisner besonders seine Verwandten väterlicherseits, Familie Johannes Leisner[1], die sogenannten „Weseler“, verbunden haben, die die Jungen häufiger auf ihren Fahrten besuchten. Darüber hinaus Menschen, die er aus Kleve kannte, wie Kaplan Heinrich Oomen, oder die er durch seine Arbeit als Diözesanjungscharführer kennenlernte. Hermann Becker und Wilhelm Elsemann aus Wesel traten gleichzeitig mit ihm in das Collegium Borromaeum in Münster ein, um Priester zu werden.

[1]  Famlie Johannes (Hans) Leisner
1. Generation:
Johannes (Hans) Leisner (* 3.11.1888 in Goch, † 27.9.1968 in Wesel) (Justizoberinspektor) u. Clara Leisner, geb. Land­wehr­johann (* 12.5.1894 in Oberhausen, † 15.2.1965 in Wesel) – Heirat 3.6.1919 – Beamter beim Gericht in Wesel – 1919 Wesel, Bau­str. 22 – 1936 Caspar-Baurstr. 32 – während des Krieges in Goch
2. Generation:
Hans Peter Karl Leisner (* 29.6.1920 in Wesel, † 24.12.2002 ebd.) – Heirat mit Margot N. – Wesel, Jüli­cher Str. 32 – 1 Tochter Ingrid; 2b. Kurt Leisner (* 29.6.1920 in Wesel, † 5.8.1978 ebd.)

Auf den Fahrten kamen die Jungen immer mal wieder durch Wesel oder die zugehörigen Ortsteile Bislich, Ginderich, Büderich und Obrighoven.

Die entsprechenden Tagebucheinträge Karl Leisners zu den Fahrten nach Wesel und den Begegnungen mit den „Weselern“ sind unter dem Beitrag zum Kreuzweg in der St. Martinikirche in Wesel aufgeführt.

Link zum Kreuzweg in St. Martini in Wesel

Text und Fotos Christa Bockholt und IKLK-Archiv