Archiv der Kategorie: Aktuelles 2020

Bischof Gabriel Piguet im Gedächtnisbuch für die Häftlinge des KZ Dachau

Artikel von Hans-Karl Seeger

Bischof Gabriel Emmanuel Joseph Piguet von Cler­mont (* 24.2.1887 in Ma­con-sur-Saône/Saône-et-Loire/F, † 3.7.1952) – Studium bei den Je­suiten in Villefranche-sur-Saône/ Rhône/F – Priesterweihe 2.7.1910 in Paris (St. Sul­pice) – Bischofsweihe zum Bischof für das Bistum Autun/Saône-et-Loire/F 27.2.1934 – Wahl­spruch „Verita­tem in caritate – Wahrhaftig in der Liebe“ (Eph 4,15) – Bischof von Clermont 11.3.1934 – Ob­wohl Ver­ehrer von Marschall Philippe Pétain, widersetzte er sich wäh­rend der deut­schen Besatzung (1940–1944) den Na­tional­so­zialisten. Am 28.5.1944 (Pfingstfest) wurde er in Cler­mont-Ferrand/Puy-de-Dôme/F nach dem Pon­tifi­kal­amt im Bischofs­kleid von der Gestapo ver­haf­tet und kam über das Ge­fäng­nis in Clermont-Ferrand und das KZ Natzwei­ler-Struthof/F am 6.9.1944 ins KZ Da­chau und dort am 25.9.1944 auf Block 26. Am 17.12.1944 weihte er den deut­schen Diakon Karl Leis­ner in der Lagerkapelle zum Prie­ster. Am 22.1.1945 kam er in den „Ehrenbun­ker“ und wurde am 4.5.1945 von den Amerikanern auf der Evakuie­rungs­fahrt vom 24.4.1945 nach Südti­rol in Niederdorf/Villabassa/I be­freit. Am 22.6.2001 verlieh ihm Yad Vas­hem po­stum den Titel „Ge­rechter unter den Völ­kern“, da er wäh­rend des Zwei­ten Welt­krieges jüdi­sche Kin­der gerettet hatte.

Bischof Gabriel Piguet als Häftling im KZ Dachau – Zeichnung: Ferdinand Dupuis

Rundbrief Nr. 46 –  August 2002 –  Bischof Gabriel Piguet

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Brot für den Tag 23

Impuls von Hans-Karl Seeger

Montag 7.6.2004

Jagt der Liebe nach! (1. Kor 14,1)

„Trachtet nach der Liebe!“ Diesen ersten Vers des ersten Korinther­briefes hat Karl Leisner in seinem Neuen Testa­ment unterstrichen. Voraus geht im 13. Kapitel das „Hohe­lied der Liebe“.

Am 31. März 1933 notierte er nach einer Fastenpredigt in sein Tagebuch:
So [wie Jo­hannes] auch wir Christen mutig im Glauben und – wie er – stark in der Liebe. (Nos au­tem credidimus caritati [Wir aber haben der Liebe geglaubt (1 Joh 4,16)]) – Kein „Sta­chel­draht“-Christentum, sondern frohes „Mittenchristentum“.

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Schutzhäftling Karl Leisner im KZ Sachsenhausen

Heute vor 80 Jahren war Karl Leisner beginnend
vom 16. März 1940 an in Schutzhaft im KZ Sachsenhausen mit der Häftlingsnummer Nr. 17520,
bis er am 14. Dezember 1940 als Schutzhäftling Nr. 22356
ins KZ Dachau eingeliefert wurde.

An Karl Leisner wird auch im KZ Sachensenhausen erinnert. Lesen Sie dazu den nachfolgenden Bericht aus dem Jahr 2018. LINK

Quelle des Fotos: IKLK-Archiv

Brot für den Tag 22

Impuls von Hans-Karl Seeger

Sonntag 6.6.2004

Die Wünsche derer, die ihn fürchten, erfüllt er (Ps 145,19)

Der KZ-Priester Heinz Dresbach berichtete wiederholt von einem Be­such bei Karl Leisner im Waldsanatorium Planegg bei München, in dem dieser die letzten Monate seines Le­bens nach der Befreiung aus dem KZ Dachau verbrachte: „Als ich ihn in München be­suchte, sagte er noch so hoffnungsvoll: ‚Drei Dinge habe ich von Gott und der Gottes­mutter erbeten, die Gesund­heit, die Freiheit und die Prie­ster­weihe, zwei Dinge hat die Mutter mir ge­geben, sie wird mir auch das dritte noch ge­ben. Aber man darf ja eigentlich nicht unver­schämt sein und auch das dritte noch verlan­gen, aber ich will es einmal doch sein.’“

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Karl Leisner im Grenslandmuseum in Dinxperlo/NL

Artikel von Hans-Karl Seeger

Das Jubiläum „75 Jahre Freiheit“ steht im Achterhoek/NL unter dem zentralen Motto „Gemeinsam feiern wir Freiheit und Frieden“.

Anläßlich dieses Ereignisses gibt es zwei Ausstellungen:
„Spuren der Freiheit“ im Grenslandmuseum Markt 3, NL-7091 CJ Dinxperlo
Ausstellungseröffnung: Sonntag, den 29. März 2020 um 16.00 Uhr in der Kirche St. Michael am Hellweg in Suderwick
info@grenslandmuseum.nl
„Kind der Freiheit“ im Nationaal Onderduikmuseum Markt 12-16, NL-7121 CS Aalten Ausstellungseröffnung: Freitag, den 3. April 2020 um 15.00 Uhr in de Oosterkerk, Oosterkerkstraat 1 in Aalten/NL
info@onderduikmuseum.nl

Karl Leisner ist in der Ausstellung „Spuren der Freiheit“ unter der Rubrik
1. Widerstand (Unfreiheit) aufgeführt. Hans-Karl Seeger gab dazu ein Interview.

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Bericht zum Info-Nachmittag in Krailling über Karl Leisner


Unser Vereinsmitglied Dietfried Olbrich berichtet von der Veranstaltung im Bürgerhaus Hubertus in Krailling bei München, zu der die stellvertretende Bürgermeisterin Karin Wolf (links auf dem Bild zu sehen) eingeladen hat.

Die Veranstaltung diente der Vorbereitung einer Pilgerfahrt an den Niederrhein unter dem Motto: „Auf den Spuren von Karl Leisner von Kleve bis Krailling“.
Die Karl-Leisner-Wanderausstellung war auch zu sehen.

Quelle der Fotos: Gabrielle Lemmen-Feldges

 

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Brot für den Tag 21

Impuls von Hans-Karl Seeger

Samstag 11.10.2003

Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt? (Mt 21,25)

Was ist wichtiger: was wir glauben oder wem wir glauben? Für Karl Leisner war es klar: Gott ist die Liebe. In griechischer und lateini­scher Sprache schrieb er diesen Satz aus dem 1. Johan­nesbrief immer wieder in sein Tage­buch. Aus einer Fastenpredigt vom 31. März 1933 übernahm er die Überzeugung des Lieblingsjüngers Jesu als seine eigene:
Johannes! Nicht sentimental, sondern mu­tig (unter dem Kreuz), hart, felsig! So auch wir Christen mutig im Glauben und – wie er – stark in der Liebe. (Nos au­tem credidimus caritati [Wir aber haben an die Liebe ge­glaubt (1 Joh 4,16)]) – Kein ‚Sta­cheldraht’-Christentum, son­dern frohes ‚Mittenchristentum’.“

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VATICAN NEWS vom 18. Februar 2020 – D: Rolle von Pius XII. in NS-Zeit klären

Artikel von Hans-Karl Seeger
Am 2. März 2020 öffnet der Vatikan seine Archive aus der Zeit von Papst Pius XII. Dieser steht in der Kritik, im Zweiten Weltkrieg nicht klar genug gegen die NS-Verbrechen protestiert zu haben. Eine Podiumsdiskussion der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralrats der Juden ging am Montagabend der Frage nach, was von der Öffnung der Archive zu erwarten ist.
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