Gedenkfeier für Pater August Benninghaus SJ

Bericht von Monika Kaiser-Haas

Aus Anlass des 77. Todestages von Pater August Benninghaus fand am 20. Juli 2019 im Ankumer Dom eine feierliche Vesper mit Pfarrer Stefan Tietje statt. Die anschließende Gedenkfeier für den Jesuitenpater August Benninghaus mit „Texte – Bilder – Musik “ gestaltete der aus Georgien stammende Dr. Moisei Boroda. Pfarrer Michael Franke begrüßte den in Nordrhein-Westfalen lebenden jüdischen Schriftsteller und Komponisten. Sinn der Veranstaltung, so Pfarrer Michael Franke in seiner Ansprache, sei das „Sich Erinnern für die Zukunft“.

 

Die Veranstaltungsreihe „Denn Dein ist das Reich“ schuf Dr. Moisei Boroda vor 18 Jahren als Gedenkfeier für christliche Märtyrer. Benninghaus starb im Alter von 61 Jahren am 20. Juli 1942 im Konzentrationslager Dachau an den Folgen von Misshandlungen, Hunger und Krankheit. Seine Urne wurde auf dem Ankumer Friedhof beigesetzt. Sein den Menschen zugewandtes Wesen, sein tiefer katholischer Glaube brachte ihn in Konflikt mit dem nationalsozialistischen Regime. Mit „Texten – Bildern – Musik“ erinnerte Boroda an den Leidensweg des Blutzeugen aus Münster.

Die Gedenkfeier in Ankum besuchten etwa 80 Gäste und Interessierte – sehr zur Freude von Hermann Rieke-Benninghaus, dem Gründer des Freundeskreises August Benninghaus. Monika Kaiser-Haas vertrat den Internationalen Karl-Leisner-Kreis bei der Gedenkveranstaltung. In seiner Präsentation zitierte Dr. Boroda den Seligen Karl Leisner:

„Nicht Politiker oder Priester heißt die Alternative, sondern das Letzte und Größte, worum es geht: Wie werde ich ein Heiliger, das heißt ein Gott restlos gehorsamer Mensch, der in der Gnade lebt und Gnade, Frieden und Freude im Herrn kündet.“
(Tagebuch: Karl Leisner 18 Jahre. Münster, Sonntag, 24. April 1938, Weißer Sonntag)

Der neue Preisträger des August-Benninghaus-Preises 2019, Dr. Moisei Boroda, dankte Hermann Rieke-Benninghaus herzlich für seine Ehrung. Er berichtete weiter über die Entstehung seiner Veranstaltungsreihe: „Als ich Karl Leisners Biographie gelesen habe, der mit 30 Jahren sein Leben für seinen Glauben hingab, empfand ich eine enorme Sympathie für ihn, als wenn ich einen Freund gefunden hätte. Er, seine Art, das Leiden zu empfinden, sein innerlichster Wunsch, Priester zu werden, haben mich fasziniert. Seitdem habe ich viele Priesterpersönlichkeiten kennen und schätzen gelernt, wie z.B. Bernhard Lichtenberg, Karl Lampert, Franz Reinisch, … schließlich August Benninghaus. Jeder von ihnen hat mich tief beeindruckt. Karl war meine erste Liebe.“

Die Veranstaltungsreihe setzt Moisei Boroda fort. Zurzeit schreibt er an Texten für den Seligen Karl Leisner.

Fotos von der feierlichen Vesper im Ankumer Dom

Fotos von der Preisverleihung an Dr. Moisei Boroda

Quelle der Fotos: Monika Kaiser-Haas

Ankum – 20. Juli 2019
Weitere Berichte zur Gedenkfeier für August Benninghaus

Link 1

Link 2

Link 3