IV. Zwischenbericht

IKLKrotv

zum Karl-Leisner-Erinnerungsmal in Kleve von Bert Gerresheim

Münster, im September 2014

Das Spendenbarometer hat die Marke von ca. 40.000 € erreicht, ca. 10.000 € fehlen noch für die im Zusammenhang mit der Errichtung der Skulptur entstehenden Kosten.
Weitere Spenden sind willkommen!

Liebe Karl-Leisner-Interessierte, Wohltäterinnen, Wohltäter, Stifterinnen und Stifter,

DANK
Wer hätte das gedacht! In knapp vier Monaten sind Spenden in Höhe von ca. 40.000 € eingegangen. Von Herzen danken wir allen Stifterinnen und Stiftern!
Jetzt fehlen noch ca. 10.000 € für die noch anfallenden Arbeiten (siehe unten), die ebenfalls durch Spenden finanziert werden. Eine Zuwendung der Stadt Kleve steht noch aus.

WERKSTATTBESUCH
Am 23. September 2014 fand der sechste Arbeitsbesuch bei Bert Gerresheim statt. Das Ton- und Wachsmodell ist fertig, so dass der Bildhauer Bert Gerresheim die nächsten Arbeitsschritte von der Kunstgießerei Herbert Schmäke aus Düsseldorf ausführen lassen kann. Zwei erfahrene Wachs- und Gipsformer bringen um 06:30 Uhr einen PKW-Anhänger in die Bildhauerwerkstatt und parken ihn seitlich an die Wand. Ihr Arbeitstag beginnt, die erforderlichen Materialien, z. B. 50 kg Silikon, neun Säcke Gips, verschiedenfarbige Tuben Abtönfarbe, Eimer und Stahlstäbe, werden abgeladen. Herr Prof. Dr. Wilfried Hansmann und Monika Kaiser-Haas sind gekommen, die Arbeiten zu beobachten und sie mit ihren Fotoapparaten zu dokumentieren.

werkstatt6

werkstatt4

werkstatt5

DIE  SILIKONSIERUNG  DER  WACHSFIGUR
Die Silikonverpackung der Stele und der Büste beginnt. Silikonpulver wird in einen großen Eimer geschüttet, mit Wasser und Bohrer angerührt und mit beiger Acrylfarbe eingefärbt. In drei Schichten wird das kostspielige Silikon aufgetragen. Die Facharbeiter tragen die erste flüssige Silikonschicht mit dem Pinsel auf. Danach drücken sie die zweite zähflüssig angerührte grünfarbige Schicht per Hand auf die Stele und Büste. Wieder muss diese Schicht trocknen, bevor die dritte in beiger Farbe mit dem Pinsel aufgetragen wird. Durch die Silikonummantelung entsteht eine elastische, mehrfach verwendbare Negativform. Ein Arbeitstag ist dafür eingeplant.

Bueste1

Bueste2

DIE GIPSKAPPEN
Zur Stabilisierung wird die getrocknete Silikonummantelung am nächsten Tag mit einem Gipsmantel umgeben, der sogenannten Gipskappe. Diese besteht aus mehreren Einzelstücken, die durch Stahlklammern zusammengehalten werden. Zum Abschluss dieses Verfahrens wird die Gipskappe geöffnet und entfernt, das Originalmodell, auch Urmodell genannt, aus Ton- und Wachsmodell entnommen. Die Herstellung der Gipskappen erfordert zwei Arbeitstage.
Am 24. September 2014 beginnen die Gipsformer mit den Gipsschichten. Mit Filzstiften zeichnen die Arbeiter farbige Markierungslinien auf die Stele und Büste. Es entstehen einzelne Formen, auf diese werden die Gipskappen mit der Hand, etwa zehn Zentimeter dick, aufgetragen. An einigen Stellen werden in die Gipsstücke Vertiefungen angebracht. In diese stecken die Former Klammern aus Stahlstäben. Sie halten das ganze Gipsmodell zusammen.

werkstatt

werkstatt3

Fueste2

Bueste3

Am 25. September werden die getrockneten Gipskappen abgenommen und in die Kunstgießerei Schmäke gebracht; die Silikonhaut kann entnommen und vom Urmodell entfernt werden.
Weitere zwei Wochen dauern die nächsten Arbeiten, die in der Kunstgießerei Schmäke ausgeführt werden. Sie heißen in der Bildhauersprache „Wachsausschmelzverfahren“. Das Buch
Das  Bronzegussverfahren im Überblick, Handwerk für die Kunst, Zentralverlag, ISBN 978-3-9812417-0-9“
beschreibt ausführlich den Kunstguss eines Künstlerischen Objektes vom Modell einer Skulptur.

Die Inschriften werden nach dem Bronzeguss eingraviert. Auf der Vorderseite der Stele ist ein Tau-Kreuz eingeschlagen in Verbindung mit den Arma Christi und den Emblemen des Bösen.

Auf den Seiten der Stele werden die Lebensdaten und die drei Zitate nach innen eingelegt. Dafür ist eine schlichte Schrift ausgesucht worden.

„Christus – Du bist meine Leidenschaft!“
2. September 1935

„Lachend Lasten tragen – und froh leiden. Das gibt den rechten Klang des Herzens.“
17. Februar 1939

„Segne auch, Höchster, meine Feinde!“
25. Juli 1945

Der Zeitplan wird eingehalten, so dass das Denkmal im Dezember 2014 mit dem Transportunternehmen Peter Niesen aus Leverkusen nach Kleve zum Vorplatz der Stiftskirche gefahren werden kann. Danach können die Bauarbeiten für die Einbetonierung des Karl-Leisner-Erinnerungsmals beginnen. Beim Erdaushub muss die Frostgrenze von 80 cm Tiefe eingehalten werden. Das 2,20 m hohe Werk erhält in einem Betonbett Standfestigkeit. Nach dem das Erdloch zugeschüttet ist, wird die umliegende Pflasterung vorgenommen.
Die Skulptur kann am 13. Dezember 2014 in einem Festakt dank Ihrer Spenden eingeweiht werden. Häufig entstehen zu neuen Kunstwerken passende Dokumentationen. Wie wir schon mitgeteilt haben, konnten wir Herrn Prof. Dr. Wilfried Hansmann dafür gewinnen. Der Titel des Buches wird lauten:
„Der Selige Karl Leisner – Das Erinnerungsmal für den „Victor in vinculis“ von Bert Gerresheim vor der Stiftskirche St. Mariä Himmelfahrt in Kleve“

Das Werk des Kunsthistorikers wird etwa 60 Seiten umfassen. Es enthält u. a. eine kurze Biographie des Seligen anhand seiner Selbstzeugnisse und Zeugnissen von Persönlichkeiten auf seinem Lebensweg, ein Kapitel über die früheren Bildnisse Karl Leisners von Bert Gerresheim, u. a. auch über das Kevelaerer „Portal der Versöhnung“ mit neuen Erkenntnissen, und als Schwerpunkt das Kapitel über die Entstehung des Erinnerungsmals einschließlich seiner Interpretation. Ca. 100 Fotos werden die Texte illustrieren, insbesondere die Entstehung des Karl-Leisner-Erinnerungsmals. Das neue Buch ist zu zwei Dritteln fertig geschrieben. Der Autor hat viele Skizzen und Gedanken des Bildhauers zu der Person Karl Leisner aufgespürt. Seit dem Jahre 1993, nach seinem Besuch bei Familie Leisner in Kleve, Flandrischen Str. 11, notierte Bert Gerresheim sein Interesse an einem Karl-Leisner-Memorial in seinem Skizzenblock und zeichnete erste Entwürfe.

Auf der Homepage des IKLK e.V. können Sie sich umfassend informieren:
http://www.karl-leisner.de
http://www.karl-leisner.de/karl-leisner-skulptur-in-kleve-von-bert-gerresheim-2/#more-7151

Wir sind und bleiben optimistisch viele Menschen für die Projekte gewinnen zu können. Bitte bleiben Sie uns verbunden! Weitere Spenden sind willkommen.
Mit herzlichen Grüßen und Verbundenheit

Pfarrer Benedikt Elshoff, Pfarrer St. Felzitas Lüdinghausen, Präsident des IKLK e.V.
Propst Johannes Mecking, Kreisdechant, St. Mariä Himmelfahrt Kleve, geb. Mitglied des IKLK e.V.
Propst Klaus Wittke, Propsteigemeinde St. Viktor Xanten, geb. Mitglied des IKLK e.V.
Stephan Rintelen, Diakon, Geschäftsführer des IKLK e.V.
Renate Heming, Schatzmeisterin des IKLK e.V.
Monika Kaiser-Haas, Vizepräsidentin des IKLK e.V.

SPENDEN
Stichwort Skulptur
Bank Sparkasse Kleve
Bankleitzahl 324 500 00
Kontonummer 502 83 78
IBAN DE 63 32 45 0000 0005 028378
SWIFT- BIC WELADED1KLE

ADRESSEN
Stephan Rintelen
Wasserstraße 1 D- 47533 Kleve
Telefon +49 2821 – 92595
Telefax +49 2821 – 980331
E-Mail info@karl-leisner.de
Internet: www.karl-leisner.de

Monika Kaiser-Haas
Am Hagen 32 D- 48 165 Münster
Telefon + 49 2501 – 3257
Mobil + 49 175 261 33 90
Mail kaiserhaas@googlemail.com

Fotos Monika Kaiser-Haas, Vizepräsidentin des IKLK e.V.