Kleve: Karl-Leisner-Schule

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1969 wurde die neu errichtete Katholische Grundschule an der Klombeckstraße 79 in Kleve nach Karl Leisner benannt. Die Pädagogen begründeten dieses mit dem Leben und Wirken Karl Leisners in Kleve, besonders auch mit seiner Arbeit für Kinder und Jugendliche.

 

Rheinische Post

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Im Schulprogramm zum 25jährigen Jubiläum der Karl-Leisner-Schule steht einleitend: „Warum Karl-Leisner-Schule? Mit dem Namen eines Mannes, der lange in Kleve gelebt und viel für Kinder und Jugendliche geleistet hat, ist unsere Schule der bürokratischen Anonymität enthoben. Die Haltung Karl Leisners in der Zeit des Nationalsozialismus kann uns Ansporn sein, sich selbst in Zeiten geistiger Verwirrung und Verirrung kritisch mit den augenblicklich vorherrschenden Ideologien auseinanderzusetzen und so zu christlicher Wahrheit zu finden. Karl Leisner hat uns vorgelebt, schweres Leid tapfer zu tragen und bewußt und im Vertrauen auf Gott gelassen zu sterben.“ Das Jubiläum wurde am 11. Juni 1994 mit einem Gottesdienst und anschließendem Schulfest, an dem auch die Schwester von Karl Leisner, Elisabeth Haas, teilnahm, gefeiert.

Heute ist die Karl-Leisner-Schule eine Gemeinschaftsgrundschule, die derzeit von etwa 280 Kindern besucht wird. In der flexiblen Schuleingangsphase wird jahrgangs­übergreifend unterrichtet, der Unterricht in den Schuljahren 3 und 4 ist jahrgangs­bezogen. Schwerpunkte sind u. a. die individuelle Förderung der Kinder einschließlich der Individualisierung im Unterricht, die Leseförderung und die Stärkung der Kompetenzen im emotional-sozialen Bereich sowie die Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern und Vereinen.

Der Förderverein der Karl-Leisner-Schule trägt wesentliche Anliegen der Schule mit und unterstützt sie nachhaltig, z. B. bei Klassenfahrten und der Anschaffung von Pausenspielen.

Da das erste schriftlich erhaltene Zeugnis von Karl Leisner ein Schulaufsatz von 1926 ist, gibt es keine persönlich geschilderten Eindrücke von seiner Volksschulzeit. Karl Leisner wurde nach Ostern 1921 zunächst in Rees eingeschult und besuchte nach dem Umzug nach Kleve am 17. Dezember 1921 dort bis Ostern 1925 die katholische Mittelstadtbezirksschule in Kleve, Mühlenstraße 7 und 38.

Mutter Amalia Leisner sagte dazu im Seligsprechungsprozess:
Karl besuchte die katholische Volksschule (Mittelstadtschule) in Kleve von Ostern 1921 bis Ostern 1925. Es herrschte dort ein guter Geist. Die Lehrer wa­ren meines Wissens alle überzeugt katholisch. Karl war ein guter Schüler, mußte allerdings auch wohl angehalten werden, seine Pflicht stets gut zu erfüllen. Ich kann nicht sagen, daß er besonders eigensinnig gewesen wäre. Jedenfalls hatte ich mit seiner Erziehung keine besonderen Probleme. Schon frühzeitig begann er gern zu lesen.[1]
[1] Seligsprechungsprozeß: 140

Sonntag, 19. April 1925, Weißer Sonntag
Karl Leisners Erstkommunion war in der Stiftskirche in Kleve. Kaplan Hermann Kreyenberg hatte die Klasse, in der unter anderen auch Hermann Mies war, darauf vorbereitet.[1]
[1] s. Hermann Mies im Seligsprechungsprozeß: 544

Mittwoch, 22. April 1925
Karl Leisners Lehrer Richard Trompetter hatte den Eltern Leisner empfohlen, ihren Sohn zum Gymnasium zu schicken.[1] Zum Schuljahresbeginn 1925/1926 nahm Direktor Dr. Josef Bast Karl Leisner in die Sexta b des Gymnasiums in Kleve auf.

Da die Tagebücher Karl Leisners zu einem großen Teil in seiner Heimatstadt Kleve geschrieben wurden bzw. sich darauf beziehen, wird an dieser Stelle auf die unter der nachstehenden Internetadresse veröffentlichten Aufzeichnungen verwiesen.
[1] Hermann Mies im Seligsprechungsprozeß: 544 u. 546, s. auch: Willi Leisner im Seligsprechungsprozeß: 958

Link zu den Tagebüchern

Die Beiträge zu den verschiedenen Erinnerungsstätten Karl Leisners in Kleve werden nach und nach veröffentlicht.

Siehe bereits folgende Links:

Link 1

Link 2

Link 3

Link 4

Impressionen zur Karl-Leisner-Schule

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Text und Fotos Christa Bockholt