Mutter Amalia Leisners Lieblingspatron Antonius von Padua

 

Antonius von Padua, genannt Doctor evangelicus (lat.) = „Evangelienlehrer“, Taufname: Fernando Martim de Bulhões e Taveira Azevedo, (* 1195 in Lissabon, † 13.6.1231 in Arcella bei Padua/I) – Bekenner – Eintritt bei den Regulierten Chorherren 1210 – Wechsel zu den Franziskanern 1220 – Hei­ligsprechung 30.5.1232 – Er­nennung zum Kirchenlehrer durch Papst Pius XII. 16.1.1946 – Ge­denktag 13.6.

Quelle des Fotos: Wikimedia Commons / gemeinfrei (abgerufen 15.10.2017)

 

 

 

Michael Köhlmeier
Der Mann, der Verlorenes wiederfindet
München 2017

Unter der Überschrift „Der Lohn des inneren Finders“ rezensierte Josef Epping in der Zeitschrift Christ in der Gegenwart vom 15. Oktober 2017 das Buch von Michael Köhlmeier. In derselben Ausgabe interviewte Jan-Heiner Tück unter der Überschrift „Sogar die Fische haben zugehört“ den Autor.

 

 

 

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Karl Leisner aus Sachsenhausen am Sonntag, 23. Juni 1940, an seine Familie in Kleve:
Den 13. Juni feierte ich recht mit Mutter [den hl.] Anton. Und zu Deinem bevorstehenden [Na­mens­tag am] Fest [der hl. Amalberga], liebste Mutter, am 10. Juli, schon jetzt meine innigsten Glück­wün­sche aus frohem, dankbarem Sohnesherzen.

Planegg, Mittwoch, 13. Juni 1945, Heiliger Antonius von Padua
Bei Mutter [in Gedan­ken]. Sie verehrte ihn [Anto­nius] so sehr. [Santo] Pontoni in Dachau aus der Ge­gend von Padua [aus Triest[1]]. Fei­ner Kerl war er. Auch ein Nazi-Op­fer! Tüch­ti­ger Advokat. R. i. p.
[1] Santo Pontoni (* 30.8.1897, † 14.3.1945 im KZ Dachau) – Advokat aus Triest/I

Hildegard Niestroj:
Dass Oma Leisner den Hl. Antonius sehr verehrte, habe ich als ihre Enkelin noch wach in Erinnerung. Bei einem Fahrradausflug, den unsere Tante Maria (Tochter von Amalia und Wilhelm Leisner) gemeinsam mit meiner Schwester Ursula und mir in den Reichswald unternahm, wurden wir Mädchen angeregt, ein kleines Kränzchen aus Heidekraut zu binden, – so etwas hatten wir zuvor noch nie gemacht. Es sollte ein kleines Mitbringsel für unsere Oma werden. Diese freute sich sehr über das gelungene „Werk“, das seinen Ehrenplatz direkt unter dem Bild des Hl. Antonius im Schlafzimmer bekam.
Noch eine andere kleine Begebenheit den Hl. Antonius betreffend, möchte ich erwähnen. Diese erfuhr ich vor einer Italienreise im Erwachsenenalter, bei welcher u. a. ein Ausflug nach Padua geplant war. Mein Vater bat mich herzlich, eine seiner „Jugendsünden“ auszuwetzen und in der Grabkapelle des Hl. Antonius eine Kerze anzuzünden. Denn in seiner Jugend sei er auf einer Reise durch Italien auch in Padua gewesen. Nach seiner Rückkehr nach Kleve musste er seiner Mutter auf deren Frage hin, ob er auch eine Kerze am Grab des Hl. Antonius angezündet habe, gestehen, dass er dieses versäumt habe. Seine Mutter sei damals sehr enttäuscht über diese Unterlassung gewesen.