Ob Karl Leisner sein Notizbuch gegen ein Smartphone eingetauscht hätte?

Unter der Überschrift „Das Kult-Notizbuch trotzt dem Digitalzeitalter – Das italienische Unternehmen Moleskine verzeichnet kräftiges Wachstum“ brachte die F.A.Z. vom 28. Februar 2017, an Karl Leisners Geburtstag, einen Beitrag über die „Unverwüstlichkeit“ des Notizbuches.
Laut Moleskine-Chef Arrigo Berni besteht auch im Digitalisierungszeitalter der „Wunsch nach etwas zum Anfassen“. Er sieht im Notizbuch „eine komplementäre Erfahrung“ zu den digitalen Medien und vergleicht es mit der Venyl-Schalplatte im Verhältnis zur digitalisierten Musik.
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Der gesamte Text findet sich unter folgendem Link zu n-tv vom 7. Januar 2017 – Italiener mit kräftigem Wachstum – Moleskine trotzt dem Digitalzeitalter.

Quelle des Fotos: privat

Karl Leisner hat seine echten Tagebücher numeriert. Außerdem gibt es viele Vorno­tizen, die für eine Reinschrift gedacht waren. Von den vorhandenen Doku­menten hat sein Schwager Wilhelm Haas 29 als Ta­gebü­cher bezeichnet. Unabhängig davon hat er 1977 allen Dokumenten eine fortlaufende Nummer gegeben, unter der sie heute zitiert werden.

Zu den sogenannten „Vornotizen“ gehören zum Beispiel folgende Seiten:

 

Vom Arbeitsdienst 1937 existieren ein „Notizbuch“ und eine nicht vollendete Reinschrift:

 

Heute scheint der Grundsatz zu stimmen „Kopieren geht über Kapieren“. Von Karl Leisner gibt es zwei „Bücherlesen“, in denen er wichtige Stellen der gelesenen Bücher eingetragen hat.

 

Von seinem letzten Tagebuch, das er noch im KZ Dachau begonnen hat, ist kein Einband erhalten, aber es war auch ein Notizbuch