Sie lernten sich im KZ kennen: Karl Leisner und Bernhard Poether

2014_08_22_PoetherBernhard Poether (* 1.1.1906 in Datteln, † 5.8.1942 im KZ Dachau) – Besuch der Volksschule in Hiltrup 1912–1916 – Abitur am Gymnasium Paulinum in Münster – Eintritt ins Collegium Borromaeum in Münster Ostern 1927 – Priester­weihe 17.12.1932 in Münster – Kaplan in Gel­senkirchen-Buer 16.3.1933 bis 1934 – Beurlaubung zwecks Stu­diums der polnischen u. russischen Sprache nach Krakau/Kraków/PL 1934–1936 – Kaplan in Glad­beck Herz Jesu mit dem Auftrag der besonderen Seelsorge an den dort zahlreich lebenden polnischen Katholiken Juli 1936–1939 – Kaplan in Bottrop St. Josef 11.4.1939 – Verhaf­tung durch die Gestapo 22.9.1939 – Er kam wegen Polenseelsorge am 19.3.1940 ins KZ Sachsenhausen und am 18.4.1941 ins KZ Dachau. Dort bekam er die Häftlings-Nr. 24479. Seine Urne wurde zunächst auf dem Alten Friedhof Hiltrup beigesetzt. 1984 er­folg­te die Umbettung in den Seitenaltar der dortigen Kirche St. Clemens. Dem Arbeitskreis Bernhard Poether in Münster-Hiltrup ist es ein besonderes Anliegen, das Andenken an den Martyrer zu bewahren.

Karl Leisner schrieb aus dem KZ Dachau am 9. Dezember 1941 an seinen früheren Religionslehrer Walter Vinnenberg in Emmerich[1] u. a.:
Auch Bernhard Poethers Weih­nachts­gruß! Das bedeutet in der verschlüsselten Sprache der KZler: Bernhard Poether ließ einen Weih­nachts­gruß an Walter Vinnenberg bestellen.
[1]
Walter Vinnenberg war ab 1.5.1939 an den Ober­schulen in Emmerich am Rhein tätig.

Nun ist ein Buch über Bernhard Poether erschienen.

2014_08_22_PoetherBuch

 

Ewald Spieker (Hg.): Kaplan Bernhard Poether (1906–1942), KZ-Priester des Bistums Münster, Münster: Dialogverlag 2014

ISBN: 978-3941462-96, 9.80 €

 

 

Bericht der Münsterschen Zeitung am 21. August 2014

2014_08_22_PoetherZeitung

Fotos von Lebensstationen Bernhard Poethers

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Bernhard Poethers Wohnhaus in Hiltrup, Am Klosterwald 3

 

 

 

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Stolperstein zum Gedenken an Bernhard Poether vor dem Wohnhaus

 

 

 

 

 

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Kirche St. Clemens in Hiltrup

 

 

 

Quelle der Fotos: Gabriele Latzel