Stolpersteine oder Gedenktafeln zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus?

 

 

Die Frage „Warum gibt es in Kleve keinen Stolperstein zum Gedenken an Karl Leisner?“ hat die Rheinische Post vom 23. Juni 2014 beantwortet (s. Link).

Quelle des Fotos: Gabriele Latzel

 

 

Unter der Überschrift „Der Ort der Märtyrer – Gunter Demnigs Stolpersteine stehen in einer Tradition, die nicht abreißen darf. – Anmerkungen zur Münchner Gedenkdebatte“ behandelte Galit Noga-Banai das Thema in der F.A.Z. vom 25. Januar 2018.

Der im Stadtrat von München 2004 und auch 2015 gefaßte Beschluß gegen eine Verlegung von Stolpersteinen beruhe vor allem auf der Argumentation, sie könnten „bewusst oder leichtfertig mit Füßen getreten, beschmiert, mit Exkrementen von Hunden beschmutzt, geklaut, beschädigt“ werden, von Charlotte Knobloch, der langjährigen Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde München. Galit Noga-Banai, Kunsthistorikerin an der Hebräischen Universität von Jerusalem, hält den internationalen Holocaust-Gedenktag für eine gute Gelegenheit, die Debatte über die Verlegung von Stolpersteinen erneut aufzunehmen.

Link zum Artikel unter FAZ.NET vom 25. Januar 2018 – Warum Stolpersteine so wichtig sind – Stolpersteine findet man in fast jeder deutschen Großstadt – außer in München. Dabei sind sie Verbindungsadern in die Vergangenheit. Eine Tradition, die nicht abreißen darf.

Leserbriefe zum Artikel

F.A.Z. vom 19. Februar 2018 – Brief von Dr. Thomas G. Langohr, Flein:

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F.A.Z. vom 22. Februar 2018 – Brief von Prof. Dr. Theodor Schweisfurth, Berlin:

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Matthias Mühl vergleicht in CHRIST IN DER GEGENWART Nr. 7 vom 18. Februar 2018, S. 79, Stolpersteine mit Wegkreuzen.
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Siehe auch Süddeutsche Zeitung vom 27. Juni 2017 – 21 Stolpersteine für die Opfer der Nationalsozialisten.

Für Karl Leisner gibt es keine Stolpersteine, aber eine Fülle von Orten, an denen auf unterschiedliche Weise an ihn erinnert wird (s. Ehrungen für Karl Leisner).

Erinnerung an Hermann Scheipers und seine Schwester Anna Schweppe in Ochtrup
Am Samstag, dem 3. Februar 2018 enthüllten der Bürgermeister von Ochtrup
Kai Hutzenlaub und Pastor Stefan Hörstrup im Rahmen einer Feierstunde eine Gedenktafel am Haus der Geschwister, und der Künstler und Stolpersteine-Initiator Gunter Demnig verlegte einen Stolperstein für Hermann Scheipers im Pflaster vor dem Haus Mühlenstraße 12.

Westfälische Nachrichten vom 5. Februar 2018 – Stolperstein für Hermann Scheipers – Stolpern und innehalten

Kirche + Leben Nr. 7 vom 18. Februar 2018 – „»Stolperstein« erinnert an Geschwister Scheipers – NATIONALSOZIALISMUS – Vor dem Geburtshaus der Zwillinge Anna Schweppe (1913-2007) und Hermann Scheipers (1913-2016) in Ochtrup gibt eine Gedenktafel Auskunft über das mutige Wirken der beiden in der Zeit der Nazi-Diktatur.“

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In Kleve gibt es im Rahmen einer internationalen Kampagne der Stiftung „Libération Route Europe“ zwei „Flüstersteine“, je einen an der Heideberger Mauer und an der Kriegsgräberstätte Donsbrügger Heide. Matthias Grass berichtete darüber unter der Überschrift „Flüstersteine als Zeugen der Befreiung“ in der RP ONLINE vom 13. Februar 2018.

Link zum Artikel
Siehe auch RP ONLINE vom 14. Juni 2013 – Flüstersteine sollen von Befreiung erzählen.