Vor 220 Jahren wurde Franz Schubert geboren

Franz Schubert (* 31.1.1797 in Wien, † 19.11.1828 ebd.) – Komponist – Er hat außer der Deutschen Messe in F-Dur, D 872 (1827), sechs Messen für Soli, Chor und Orchester geschrieben: 1. Messe F-Dur, D 105 (1814), 2. Messe G-Dur, D 167 (1815), 3. Messe B-Dur, D 324 (1815), 4. Messe C-Dur, D 452 (1816). Nach den ersten vier kleine­ren Messen schrieb er zwei sehr lange Messen in As-Dur und in Es-Dur: 5. Messe As-Dur, D 678 (1822), 6. Messe Es-Dur, D 950 (1828). Ave-Maria, Opus 52 Nr. 6, D 839. Außer dem Ave-Maria, Opus 52 Nr. 6, D 839 komponierte er ein weiteres Ave-Maria.

Quelle des Fotos: Wikimedia Commons / gemeinfrei (abgerufen 01.09.2017)

Unter der Überschrift „Mit allen Nöten und Sorgen bei Gott sein – Die Schubertmesse ist ein Klassiker des Meisters der Liedkunst: Franz Schuberts ‚Gesänge zur Feier des heiligen Opfers der Messe’“ schrieb Barbara Stühlmeyer in der Zeitung Die Tagespost vom 27. Juli 2017 einen Artikel über die Entstehung und das „Schicksal“ der von manchen heiß geliebten, von anderen aber mißachteten sogenannten Schubertmesse.

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Tagebucheinträge

Die Weihnachts- und Winterzeit 1928
Mor­gens gingen alle um 4.00 Uhr (außer Paula und Elisabeth) in die [Christ-]Mette. Es wurde eine Schubert-Messe gesungen.

Kleve, Sonntag, 1. Mai 1932
Sturmtag des Jungmännervereins. – Film: „Feuer von Trier“ – (Die große Reichs­tagung [des KJMVD] 1931)[1] – Feine Bil­der! Begeisterung! Glän­zende Aufmärsche!

Eintrittskarte, Vorderseite:
Feststunde kathol. Jungvolks
FEUER VON TRIER
Am Sonntag, dem 1. Mai 1932, nachmittags 3 Uhr im Kolpinghaus
Feuer von Trier
Der Film des kath. Jungmännerverbandes
Musik – Lieder – Sprechchor – Ansprache
Preis 0,30 Mk [Reichsmark]. Diese Karte dient als Ausweis.

Eintrittskarte, Rückseite:
Folge:
Festmarsch
Festspruch
Begrüßung
Lied der Sturmschar
Sprechchor: „Vater unser“ von G. [Georg] Thurmair
Orchester: „Ave Maria“ von Schubert[2]
Ansprache des Junglandführers Aloys Seyock
Gemeinschaftslied: „Und wenn wir marschieren“
Feuer von Trier
Der Film von der Reichstagung 1931 des katholischen Jungmännerver­bandes zu Trier.
Das Deutschlandlied
H. [Heinrich] Poethen, Flandri­sche Straße 9

[1] Ein Filmbericht über die 6. Reichstagung des KJMVD vom 18. bis 22.6.1931 in Trier. Höhe­punkt war die „Apostelweihe“ in den Abendstunden des 20.6.1931 am Grab des hl. Mat­thias, wo sich die Jugend dem Apostel weihte.
Aus der Zeitschrift Der Jungführer:
Der Film ist Eigentum der Leo-Film A.G., die das Ver­leihrecht hat und darum auch das Recht der Gebührenfestsetzung. Die Gebühr wird in sehr entgegenkom­mender Weise gestaffelt, je nach Größe der Veran­staltung. Es soll allen gro­ßen und klei­nen Bezirksverbänden möglich sein, den Film aufzuführen. […]
Die „Bifiz“ [Bild- und Filmzentrale] Köln, Apostelnstraße 17, gibt auf Wunsch zu dem Film einen Pro­grammvorschlag mit Liederfolge bei (Jungfüh­rer 1932: 39).
[2] Das Ave Maria ist von Komponisten aller Epochen vertont worden. Die berühm­te­sten Vertonungen stammen von Franz Schubert und Charles Gounod.

Münster, Sonntag, 3. Juni 1934, in der Fronleichnamsoktav
Hochamt: IIX. Messe [8. Choralmesse „De angelis“]. – 12.00 Uhr Betstunde im Dom. Der Chor singt das „Heilig“ von Schubert [Deutsche Messe in F-Dur] und das „O bone Jesu“ von Palestrina[1]. (Ich im ersten Baß!)

[1] O bone Jesu miserere nobis, quia tu creasti nos, tu redemisti nos sanguine tuo pretiosissimo. – O gütiger Jesus, erbarme dich unser, da du uns erschaffen und mit deinem kostba­ren Blut erlöst hast.
Dieses Stück wurde früher Giovanni Palestrina zugeschrieben, stammt aber von Marco Antonio Ingegneri (um 1545–1592).

Dresden, Sonntag, 16. Mai 1937, Pfingstsonntag
Morgens in der Hofkirche [in Dresden] bei der Schubertmesse schon so ein ungestü­mes Drängen.

Kleve, Mittwoch, 28. Dezember 1938
Danach setzt er [Kaplan Ferdinand Stegemann] sich ans Klavier und spielt mir Sonaten von Schubert[1] und Mozart[2] vor. Es ist ein herrlicher gefüllter Abend.

[1] Franz Schubert hat, obwohl er selbst kein überragender Pianist war, eine beacht­liche Sammlung von Klaviersonaten hinterlassen.
[2] Wolfgang Amadeus Mozart war ein exzellenter Pianist. Für das Klavier schrieb er neben seinen Klavierkonzerten auch zahlreiche Kla­viersonaten.