Archiv der Kategorie: Aktuelles 2021

Nachruf auf Theodor Michelbrink

Unser Vereinsmitglied und ehemaliges Mitglied im Präsidium des Internationalen Karl-Leisner-Kreis ist am 15. Dezember im Alter von 83 Jahren verstorben.

Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann studierte er Theologie und wurde am 6. Juni 1976 zum Priester geweiht. Nach vielen Stationen in der Bistumsregion Recklinghausen kam er 1986 zurück in seine Heimat – an den Niederrhein nach Rheinberg. Nachdem Pfarrer Theodor Michelbrink im Jahr 1994 zum Pfarrer und Propst von St. Mariä Himmelfahrt Kleve ernannt wurde, wurde er zeitgleich geborenes Mitglied im Präsidium des IKLK.

Quelle des Fotos: St. Marien, Kevelaer

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Nachruf auf Joachim Schmiedl

Unser Vereinsmitglied Kirchenhistoriker Joachim Schmiedl ISch starb am 10. Dezember wenige Tage vor seinem 63. Geburtstag.

Nach dem Abitur 1977 trat er in das Säkularinstitut der Schönstatt-Patres ein, wo er von 1978 bis 1980 das Noviziat absolvierte. Von 1980 bis 1987 dauerte sein Studium der Katholischen Theologie in Münster (Westfalen). Er hat 1988 dort promoviert. Im selben Jahr empfing er am 19.06.1988 die Priesterweihe. Erste Einsätze als Seelsorger waren von 1988 bis 1990 als Vikar in Oberndorf/ Neckar (Diözese Rottenburg-Stuttgart) und von 1990 bis 1998 als Jugendseelsorger in den Diözesen Rottenburg-Stuttgart, Eichstätt, Aachen, Essen und in Paderborn.
(Quelle: privat)

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Vor 100 Jahren — Umzug der Familie Leisner nach Kleve

Am 17. Dezember 1921 zog Familie Leisner von Rees, wo Karl Leisner am 28. Februar 1915 zur Welt gekommen war, nach Kleve zur Triftstr. 107 I. So wurde Kleve für Karl Leisner zur Heimatstadt, der er sein Leben lang sehr verbunden blieb.

An dieser Stelle möchten wir Sie gerne mit ein paar älteren Artikeln, die von dem Umzug und dem weiteren Leben der Familie Leisner in Kleve berichten, informieren.

 

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Gaudete 2021 — Festgottesdienst zum Abschluss des Jubiläumsjahres

 

Am vergangenen Sonntag (12.12.) haben wir im Xantener Sankt Viktor Dom einen sehr feierlichen Gottesdienst mit dem Zelebranten Prof. Dr. Jan Loffeld aus Utrecht gefeiert.

In diesem Jahr haben wir in besonderer Weise der Seligsprechung von Karl Leisner vor 25 Jahren gedacht.

Lesen Sie nachfolgend den Bericht von Monika Kaiser-Haas.

Bildquelle: Monika Kaiser-Haas

 

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Fluthilfe — Spendenübergabe in der Eifel

Am 1. Dezember 2021 fuhren der Pastoralreferent Matthias Heinrich von der Kath. Propsteigemeinde St. Viktor Xanten und Monika Kaiser-Haas in die Eifel zur Katholischen Grundschule Gemünd (KGG). Schon auf dem Weg dorthin konnten wir noch zahlreiche durch die Flutkatastrophe verursachte Schäden sehen.


Quelle des Fotos: Monika Kaiser-Haas

In Gemünd angekommen überreichten wir den Schulleiterinnen Frau Wilhelms und Frau Berners einen Scheck des Internationalen Karl-Leisner-Kreises in Höhe von 2500 EUR zur Unterstützung des Wiederaufbaus der Grundschule.

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Gaudete 2021 — Absage der Jahreshauptversammlung

Anfang November 2021 haben wir unsere Mitglieder über den KURIER zu unserer Mitgliederversammlung einschließlich Tagesordnung eingeladen. Nun müssen wir diese Veranstaltung nach dem Festgottesdienst (der findet statt) leider absagen.

Heute in einer Woche am dritten Adventssonntag Gaudete,
den 12. Dezember 2021 um 11.30 Uhr,
findet der Festgottesdienst in Erinnerung an die Priesterweihe und Primiz von Karl Leisner im Konzentrationslager Dachau vor 77 Jahren im Sankt Viktor Dom in Xanten statt. In diesem Jahr steht Prof. Dr. Jan Loffeld dem Gottesdienst als Zelebrant und Prediger vor.

Prof. Loffeld stammt vom Niederrhein, ist Priester im Bistum Münster und arbeitet seit März 2019 als Professor für Praktische Theologie an der Tilburg University in Utrecht (Niederlande). Er leitet das „Department of Practical Theology an der Religious Studies“

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Karl Leisners Erleben im KZ Dachau am 3. Mai 1945

Artikel von Hans-Karl Seeger

Am 4. Mai 1945 „entführte“ Pater Otto Pies SJ  Karl Leisner in die Freiheit.

 

 

Dachau, Donnerstag, 3. Mai 1945, Maria, Patrona Poloniae[1]
[Tgb. 27, 6]

Karl Leisner:
[P.] Otto [Pies SJ] schickt Paket und Brief durch Charles Deschler. Kann nicht herein. Schade. Abends erster Krankentrans­port [von Ty­phuskranken] von Block 15 ins Laza­rett [des ame­rika­nischen Mi­litärs]. Große Feier der Po­len auf dem Appel­l­platz mit Feldgottesdienst. Herrli­cher Altar. Fran­zö­sischer Gene­ral[2] und ameri­kanischer Feldkaplan spre­chen. Herrli­che Sache!

Johann Steinbock:
Am 3. Mai war ein polnischer Nationalfeiertag; dieser sollte festlich be­gan­gen werden, und die Amerikaner stimmten zu, daß ein Altar auf dem Appellplatz aufge­stellt werde. Es begann ein emsiges Arbeiten und Zim­mern. Lange schwere Balken wurden aneinanderge­stückelt und mit einem Querbalken zu einem riesigen Kreuz geformt. Es wurde zwischen den zwei neuen Kleider­kammerbaracken errichtet, inmitten der weiten Platz­fläche. Die Aufrichtung mit Hilfe von Stangen und Seilen war ein schwe­res Stück Arbeit, ich erinnerte mich da an die in der Geschichte geschil­derte schwierige Auf­stellung des Obelisken vor St. Peter in Rom. Aber immer höher schwebte und strebte das Kreuz hinauf, bis es ra­gend dastand und den Platz majestätisch beherrschte.
Es mochte wohl eine Höhe von 10 Metern haben. An seinem Fuß wurde eine Frei­treppe von mehr als 10 Stu­fen gebaut, darauf der Al­tartisch mit den Leuch­tern ge­stellt und al­les mit einer Fülle von Blumen und Kränzen geschmückt. Als Hin­tergrund beider­seits des Kreu­zes wur­den acht Masten mit Fah­nen der Na­tionen aufge­richtet. Hoch auf je­dem Mast über der Fahne war in großer Aus­führung das rote Häft­lingsdreieck mit dar­über­­ ge­setztem wei­ßen Feld für die Nummer ange­bracht, und das Ganze krönte je­desmal ein [gekrönter weißer] Adler [auf rotem Hintergrund aus der Zeit des polnischen Königreichs, das polnische Wappen]. Auf den wei­ßen Fel­dern stan­den statt der Häft­lingsnum­mern mah­nend die Jahres­zahlen 1940 bis 1945.[3]

P. Josef Fischer SAC:
3.5.1945. Ein großes Bild von der Tschen­stochauer Madonna haben die Polenpriester gemalt und hinter dem Altar aufgestellt. Heute, am Fest Regina Poloniae, halten die Polen einen feierlichen Gottesdienst im Freien auf dem Appellplatz. […] Nach dem Gottes­dienst wird das Ma­don­nenbild am Kopfende des Prie­sterblocks 26 aufgestellt und ein herrlicher Maialtar auf­gebaut.[4]

[1] Am 3. Mai, einem polnischen Nationalfeiertag, feiern die Polen das Fest der Patro­na Poloniae, der Gottes­mutter Maria, der Königin Polens.
Hans Carls:
Am 3. Mai fand ein feierlicher Gottesdienst für die Toten des Lagers statt. Es zele­brierte Pfar­rer Verenik-Lu­blin [Stanislaw Werenik], es as­sistierte Pfarrer Korcinski [Dr. Francis­zek Korszyński], als Diakon Pfarrer Corcz [Theo­dor Korcz], als Sub­diakon Pfarrer [Bernard] Czaplinski. Die Pre­digt hielt Pfar­rer Haudza[, vermutlich kein KZ-Häftling]. Dieser Gottes­dienst war lei­der nur für die Po­len be­stimmt (Carls, Hans: Dachau. Erinnerungen eines katholischen Geistlichen aus der Zeit seiner Gefangenschaft 1941–1945, Köln 1946: 205).
Johann Steinbock:
Am 3. Mai hatten die Franzosen Besuch von mehreren Ministern und Generä­len, es er­klang zum ersten Mal auf dem Dachauer Platz die Mar­seil­laise (Steinbock 1995: 45).
[2] Hans Carls:
Es ereignete sich ein Zwischenfall, der sehr bedauer­lich war. Während der hl. Messe [der Polen] hielt plötz­lich ein fran­zösi­scher Gene­ral zu den in der Nähe ver­sammelten Franzo­sen eine An­spra­che und störte durch seine laute Stimme den Got­tes­dienst. Nachher hat er sich ent­schul­digt (Carls 1946: 205).
[3] Steinbock, Johann: Das Ende von Dachau, Steyr 1995 (Neuauflage der Erstauflage von Salzburg 1948): 46
[4] Fischer, Josef: Dokumentation über den Gründer Schönstatts [P. Joseph Kentenich SAC] und die Schönstattgemeinschaften im KZ Dachau 1941–1945, 3 Bd.: 230

Fotos zu dem oben beschriebenen Ereignis mit nachfolgenden Erklärungen

 

 

Betreff: Re: Gruss
Von: Eleonore Philipp <eleonore.philipp@T-Online.de>
An: <antoni.brylinski@neostrada.pl> •15.9.2008
<mailto :antoni. bry linski@neostrada.pl> schrieb:

Liebe Familie Philipp!
Allerherzlichsten Dank fuer Ihre herzlichen Glueckwuensche zu meiner 90.Gebutrstag. ( Leider schon 90! ! !) Ich moechte Ihnen herzlich bedanken fuer die 4 Artikel und Karl Leisner Photo. Sehr wichtig ist fuer mich seiner Lebensbeschreibung. In&qout; Charlupia mala&qout; ist Gemaelde (Anlage) schildern Gottesdienst auf dem Appelplatz am 3. Mai 1945, werk Prof. Zinn. Photo dieses Bild hatte Paulina gemacht 31.8.2008. Jetzige Pfarrer Grzegorz Drzewiecki hatte gesagt, dass Professor hatte gemalen auf Erklaerung Augenzeuge. Nach mein Meinungs ist auf dem Bild bischen artistische Vorstellung.Weil wenn ich mich gut erinnere Altar stand vor oder links wovon die Kueche.Spitzen die Wohnbaracken koennte nicht sichtbar sein. Auf dem Bild sind sichtbar. Warscheinlich Professor wohlte zeigen KZ-Zeichen (Symbol) J.M.Lenz &qout;Christus in Dachau oder Christus der Sieger&qout;, 8 Auflagen Seite 367 ist Photo &qout;Befreiungsfeier auf dem Appelplatz, Mai 1945. Aber das ist Gesamtansicht. Wir mich waere wichtig in Anaeherung Altar waehrend Heilige Messe. Weil Herr Pijanowski behauptet, dass diese Monstranz, die er jetzt besitzt (Monstrancja dachauowska … Seite 4 und 51) war benutzt waehrend Heilige Messe am 3. Mai 1945. Die Priester: Herud Kasimir Nr.28239, Kaczmarek Stanislav Nr. 28071 und Stepniak Leon Nr. 22036 haben mir gesagt das Monstranz war nicht benutzt. Sie haben mir mal geschrieben oder gesagt, dass haben sie oryginale Photo gesehen nur wussten Sie nicht wo? Es ist moeglich ,dass finden sie mal Oryginal Photo ?
Seien Sie herzlich gegruesst von Ihren
Anton

Eleonore Philipp Tel. 08136 / 12 01
Schulmeisterberg 23 E-Mail: eleonore.philipp@t-online.de
D – 85229 Markt Indersdorf Homepage: www.philipp-zeitgeschichte.de

15. September 2008
Lieber Herr Seeger,
Herr Antoni Brylinski aus Poznan, mit dem ich seit vielen Jahren in Verbindung bin, schreibt mir heute einen Mail-Brief, den ich Ihnen mit angefügten Fotos beilege. Ich hoffe, Sie kommen mit seinem etwas holprigen Deutsch zurecht. Es geht um den Dankgottesdienst vom 3. Mai 1945 auf dem Appellplatz des KZ Dachau. Sie hatten mich vor längerer Zeit schon mal nach einem Foto gefragt, das dieses Ereignis zeigt. Ich meinte, irgendwo eines gesehen zu haben, weiß aber nicht mehr wo. Vielleicht war dieses Foto im Gedenkstättenarchiv?
Bei Brylinski geht es jetzt in diesem Schreiben auch um die Monstranz, die bei diesem Gottesdienst verwendet worden sein soll. Wissen Sie etwas hierzu?
Beste, liebe Grüsse und gute Wünsche,
von Ihrer
Eleonore Philipp

Anlagen
P. S.
Pauline, die das Gemälde fotografierte, ist die Enkelin von Antoni Brylinski.

 

Karl Leisner und die Jungen im Bistum Münster im Jahr 2021

Die Schönstattfamilienbewegung im Bistum Münster hat am letzten September-Wochenende eine Veranstaltung mit insgesamt 25 Jungen im Alter von 9 bis 15 Jahren und ihren vier Leitern im Haus Mariengrund, Münster, durchgeführt.

Lesen Sie dazu den spannenden Artikel in dem auch Karl Leisner eine Rolle spielt.
LINK

Quelle des Fotos: Julian Mergler

Der Internationale Karl-Leisner-Kreis konnte auf Anfrage Informationsmaterial über Karl Leisner für diese Veranstaltung zur Verfügung stellen.

Karl-Leisner-Kurier

Der Karl-Leisner-Kurier 2021 / 02 ist erschienen.

Lesen Sie darin interessante Impressionen und über Aktionen, die im Jubiläumsjahr stattgefunden haben, nach.

 

Die Einladung und Tagesordnung zur Mitgliederversammlung finden Sie im Kurier. Wenn Sie gerne zur Jahreshauptversammlung kommen möchten, dann melden Sie sich bitte mit diesem Formular an. Die geplante Satzungsänderung finden Sie in diesem LINK

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Vor 30 Jahren — Übergabe der Akten des Märtyrerprozesses in Rom

Am 23. Oktober 1991 wurden in Rom bei der Kongregation für Seligsprechungen durch Weihbischof Friedrich Ostermann aus Münster die Akten des 2. Teils des Prozesses für Karl Leisner, des Märtyrerprozesses, Angelo Kardinal Felici übergeben. Der nächste Schritt war vor 30 Jahren die Übersetzung ins Italienische.
Mit Schreiben vom 18.10. und 11.11.1991 aus Rom bittet die Kongregation für Seligsprechungen den Bischof von Münster Dr. Reinhard Lettmann, die Gebeine Karl Leisners – die seit 1966 in der Krypta des Domes in Xanten ruhen – zu erheben und sie in einem eigenen Grabe beizusetzen. (Der Text wurde dem Rundbrief Nr. 25 entnommen). 

 

Die Erhebung der Gebeine ist Bestandteil eines jeden Seligsprechungsprozesses. 

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