Kategorie-Archiv: Aktuelles

XOX in Kleve zu Karl Leisners Zeit und heute

1908 gründeten Arius Rutgers van der Loeff (1885–1969) aus Nijmegen/NL und H. van Duisberg die Keksfabrik XOX-Biskuitfabrik GmbH. Der Buchstabe X im Namen symbolisiert Wind­müh­lenflügel, das O vermutlich die Sonne oder ein Getreidekorn. Sitz der Fabrik war von 1910 bis zum 15. Juli 1977 Kleve-Kellen.
1997 gründeten elf Klever Theaterfreunde in dem unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Fabrikgebäude das 600 m² große XOX-Theater mit rund 100 Sitzplätzen und einem Foyer. Es ist das einzige Theater in der Region mit einem eigenen Ensemble.

Quelle des Fotos: Wikimedia Commons / Autor: Karin Laakes / CC BY-SA 3.0 (abgerufen 15.03.2017)

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Karl Leisner war nicht auf dem Todesmarsch/Evakuierungsmarsch

Gedenkstein an den Todesmarsch vom KZ Dachau nach Süden im April 1945. Errichtet 1989

Reichsdeutsche und sowjetische Häftlinge mußten sich am 26.4.1945 im KZ Dachau zum Ab­marsch aufstel­len. Dieser wurde durch verlang­samte Ausgabe der Proviantratio­nen ver­zögert. Offensicht­lich blieb aber im Lager, wer wollte, ganz abgesehen von den Kranken. Viele versteckten sich in den Revierbaracken, wel­che die SS-Leute aus Furcht vor An­steckung mie­den. Um 21.00 Uhr begann der Abzug des Evakuierungsmarsches aus dem Lager Dachau, nach­dem schon um 9.00 Uhr der Befehl ausgegeben wor­den war: „In drei Stun­den hat das ganze Lager marschfertig auf dem Ap­pellplatz anzutre­ten.“ Zwi­schen 21.00 und 22.00 Uhr verließen laut Lager­schreiber von den mehr als 30.000 Häftlin­gen 6.887 Per­sonen das KZ Dachau in Richtung Ötztal in Gruppen zu je 1.500, unter ihnen ca. 120 Prie­ster. Der erste Nacht­marsch ging über Allach, Unter­men­zing, Pasing, Lochham, Gräfelfing, Planegg, Krailling, Gauting und Leutstetten. Die Fortsetzung des Marsches er­folgte in der nächsten Nacht um 21.00 Uhr über Starn­berg, Percha, Berg, Auf­kirchen, Hohenrain und Wolfratshausen bis ca. 3 km süd­lich Richtung Beuerberg. In Bad Tölz wur­den die Häftlinge am 30.4.1945 von den Ame­rikanern befreit.
Am 27. und 28. April 1945 sollte es mit den Trans­porten so weiter­gehen, wie es am 26. April be­gonnen hatte, aber we­gen der bedrohlichen Fliegeran­griffe kam es nicht mehr dazu, die be­reitstehenden Häftlinge in Marsch zu setzen.

Quelle des Fotos: Wikimedia Commons / Bildhauer: Hubertus von Pilgrim / Fotograf: Furukama / CC BY-SA 3.0 (abgerufen 26.03.2017)

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Karl Leisner und seine Heimatstadt Kleve

Unter der Überschrift „775 Jahre Kleve – Turmbläser starten das Jubiläumsjahr“ gaben Marc Cattelaens und Matthias Grass in der Rheinischen Post vom 2. Januar 2017 einen Einblick in das Programm des Jubiläumsjahres der Stadt Kleve, die am 25. April 2017 auf 775 Jahre Stadtrechte zurückblickt.

Link zur RP ONLINE vom 2. Januar 2017

Link zur RP ONLINE vom 8. April 2017 „Die Macher von Kleve“

Link zur RP ONLINE vom 15. April 2017 „So schön sind die Lieblingsplätze der Klever“

Link zur RP ONLINE vom 24. April 2017 „Kleve ist meine Lieblingsstadt“

Link zur RP ONLINE vom 25. April 2017 „Schwanenturm nach 10 Jahren beflaggt“

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Papst Franziskus auf der Tiberinsel

Heute Nachmittag besucht Papst Franziskus die Bartholomäus-Basilika auf der Tiberinsel in Rom. Er betet dort mit der Basisgemeinschaft Sant’ Egidio für die Martyrer des 20. und des 21. Jahrhunderts. Zu diesen gehört auch Karl Leisner. Seit dem Heiligen Jahr 2000 ist die Kirche auf der Tiberinsel den neuzeitlichen Martyrern der Kirche gewidmet.

Quelle des Fotos: Wikimedia Commons / gemeinfrei (abgerufen 21.04.2017)

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Karl Leisner-Gedenken in Groesbeek/NL

Da es 1934 wegen des NS-Regimes nicht mehr möglich war, ein Jugendlager in Deutschland abzuhalten, wich Karl Leisner über die Grenze nach Holland aus und organisierte ein Zeltlager in Groesbeek.

Siehe Link zum Rundbrief des IKLK Nr. 44 – August 2001: Groesbeek-Lager 1934.

Nun hat sich in Groesbeek unter der Leitung von Theo Giesbers eine Initiativgruppe gebildet, die für Sonntag, den 29. Oktober 2017, von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr eine Gedenkfeier auf dem ehemaligen Lagerplatz plant, wo das Zeltlager 1934 stattfand. Unter anderem ist auch die Enthüllung von Gedenktafeln vorgesehen.

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Pater Gregor Schwakes „Ostertrio“ – komponiert im März ’45 im KZ Dachau

SchwakeUnter obiger Übschrift berichtete die Süddeutsche Zeitung im Lokalteil Dachau am 29./30. Mai 1995 über das musikalische Ereignis im KZ Dachau Ostern 1945. Vermutlich lebte Pater Gregor Schwake OSB[1] im März 1945 neben dem Dank für die Genesung von schwerer Krankheit auch von der Hoffnung, daß bald für das KZ Dachau „Auferstehung“ folge.
Am Ostersonntag, dem 1. April 1945, wurde das Ostertrio in einem Vorraum der Kleiderkammer des KZ uraufgeführt.

Karl Leisner wird es im Revier nicht vernommen haben.

Quelle des Fotos: IKLK-Archiv

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